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Irak:IS-Anführer al-Bagdadi angeblich schwer verletzt

  • Das Oberhaupt der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, soll bei einem Luftangriff im März dieses Jahres lebensgefährlich verletzt worden sein, berichtet der Guardian.
  • Quellen hätten der Zeitung bestätigt, dass die IS-Führungsriege bereits über einen Nachfolger beraten habe.
  • Bagdadi soll sich zuletzt oft in al-Baaji, einer Stadt etwa 200 Kilometer westlich der vom IS besetzten Stadt Mossul, aufgehalten haben.

Zeitung: IS-Oberhaupt Abu Bakr al-Bagdadi verletzt

Der Führer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, soll bei einem Luftangriff im Westen des Iraks schwer verwundet worden sein. Das berichtet der Guardian unter Berufung auf eigene Quellen.

Wie ein Informant der Zeitung sagte, habe Bagdadi nach dem von den USA geführten Luftschlag am 18. März dieses Jahres um sein Leben gekämpft. Inzwischen befinde er sich jedoch auf dem Weg der Besserung. Allerdings habe er die Terrororganisation IS nicht - wie zunächst angenommen - jeden Tag führen können.

Bagdadis Verletzungen haben dem Guardian zufolge zu schnell einberufenen Treffen von IS-Führern geführt, die bereits über einen Nachfolger beraten hätten - in der Befürchtung, dass der selbsternannte Kalif des Islamischen Staates sterben könnte.

Falsche Angaben über frühere Verletzungen Bagdadis

Wie der Guardian weiter schreibt, hätten ein westlicher Diplomat und ein irakischer Berater bestätigt, dass der Luftschlag im März in der irakischen Provinz Ninawa, nahe der syrischen Grenze, stattgefunden habe. Berichte über eine Verletzung Bagdadis habe es bereits im November und Dezember vergangenen Jahres gegeben - wobei keiner davon richtig gewesen sei.

Zuletzt soll sich Bagdadi oft in al-Baaji, einer Stadt etwa 200 Kilometer westlich der vom IS besetzten Stadt Mossul, aufgehalten haben. "Er hat diese Stadt gewählt, weil die USA dort keinen großen Einfluss haben", sagten Quellen der Zeitung.

Der IS kontrolliert nach wie vor die überwiegend von Sunniten bewohnten Regionen wie Anbar oder Ninawa mit der Hauptstadt Mossul. In den von ihm im Irak und in Syrien kontrollierten Gebieten hat der IS ein Kalifat ausgerufen.

© SZ.de/fie/mane
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