Das Gericht hat die mögliche Höchststrafe ausgesprochen: Michael Jacksons früherer Leibarzt Conrad Murray wurde in Los Angeles zu vier Jahren Haft verurteilt. Zuvor hatte ihn eine Jury wegen fahrlässiger Tötung des Popstars schuldig gesprochen.
Die Staatsanwaltschaft Los Angeles fordert einen dreistelligen Millionenbetrag vom Hausarzt des King of Pop, Conrad Murray. Doch ob die Jackson-Sprösslinge - denen die Summe zukommen soll - jemals etwas von dem Geld sehen werden, ist fraglich: US-Rechtsexperten vermuten einen juristischen Trick.
Die Gläubiger standen Schlange: Michael Jacksons Privatarzt Conrad Murray hat unter erheblichen Geldnöten gelitten, als der Sänger ihn im Mai unter Vertrag nahm.
Im Prozess gegen Conrad Murray kommen viele bizarre Details ans Licht. Wie reagierte Michael Jacksons Tochter Paris, als sie ihren leblosen Vater erblickte? Und was meinte der Sänger mit seiner "Milch"?
Von
Michaela Haas
Michael Jacksons früherer Leibarzt Murray hat Berufung gegen die Haftstrafe eingelegt, die er wegen fahrlässiger Tötung des King of Pop absitzen soll. Das System Jackson wirft nach dem Prozess indes Million um Million ab. Und auch der frühere hessische Manager des Popstars verspricht sich neuen Reichtum.
Von
Lena Jakat
Mehr als zwei Jahre nach dem Tod von Michael Jackson ist dessen früherer Leibarzt Conrad Murray nun der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden worden. Vor dem Gerichtssaal jubelten die Anhänger, Jacksons Familie zeigte sich erleichtert. Reaktionen in Bildern.
Ein Zeuge hat den Leibarzt des King of Pop vor Gericht in Los Angeles schwer belastet: Conrad Murray habe vor Michael Jacksons Tod große Mengen des starken Narkosemittels Propofol bei ihm bestellt, sagt ein Apotheker. Die Aussage des Mannes weckt Zweifel an der Glaubwürdigkeit des angeklagten Mediziners.
Die Geschworenen haben ihr Urteil verkündet: Der frühere Leibarzt von Sänger Michael Jackson ist in Los Angeles wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden. Über das Strafmaß wurde zunächst nichts bekannt - Conrad Murray drohen bis zu vier Jahre Haft.
Tag Vier im Prozess um den Tod des King of Pop: Die Sanitäter, die versuchten, Michael Jackson wiederzubeleben, misstrauten dessen Arzt. In den Minuten des Todes verschwieg Conrad Murray den Helfern wichtige Details.
Vor mehr als zwei Jahren starb Michael Jackson an einer Überdosis Propofol. Noch immer ist unklar, wer schuld am Tod des "King of Pop" ist. Jackson selbst? Oder sein Leibarzt Conrad Murray, gegen den heute der Prozess beginnt? Die Aufregung und das mediale Interesse jedenfalls waren seit dem Verfahren gegen O. J. Simpson nicht mehr so groß.
Von
Jörg Häntzschel
Nach 22 Prozesstagen hat ein Gericht in Los Angeles die Beweisaufnahme im Verfahren um den Tod von Michael Jackson abgeschlossen - ohne den Angeklagten Conrad Murray anzuhören. Jacksons früherer Leibarzt zog es vor, zu schweigen.
Verletzung ethischer Standards, fehlende ärztliche Verantwortung: Ein Anästhesie-Experte, der als Hauptzeuge der Anklage im Prozess Conrad gegen Murray auftrat, wirft Michael Jacksons Arzt grobe Verfahrensfehler vor.
Von
Jörg Häntzschel
Mehrere Zeugen sind sich einig: Conrad Murray, Leibarzt des King of Pop, hat in dessen Todesnacht panisch reagiert. Die Aussagen eines Bodyguards belasten ihn schwer und legen nahe, dass der Arzt sein Handeln vertuschen wollte.
Die Anwälte von Conrad Murray propagierten zur Verteidigung ihres Mandanten eine Selbsttötungstheorie. Danach soll sich der "King of Pop" die verhängnisvolle Überdosis Propofol selbst gespritzt haben. Ein Gerichtsmediziner hat diese Todesversion nun in Frage gestellt.
Vor zwei Jahren starb Michael Jackson an einem tödlichen Medikamenten-Cocktail. Nun hat in Los Angeles der Prozess gegen seinen früheren Leibarzt begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, für den Tod des Popstars verantwortlich zu sein. Die Verteidigung kontert, Jackson habe sich die Mischung selbst verabreicht - das auf fünf Wochen angesetzte Verfahren wird live im Fernsehen und Internet übertragen.
Mit dramatischen Plädoyers, Tränen und Applaus ist die Beweisaufnahme im Prozess gegen Michael Jacksons Leibarzt zu Ende gegangen. Es liegt nun an den zwölf Geschworenen, über Conrad Murrays Schicksal zu befinden - sie müssen zu einem einstimmigen Urteil gelangen.
Im Prozess gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray werden makabre Details zur Todesnacht des King of Pop bekannt. Die Kinder des Musikers mussten mit ansehen, wie ihr Vater starb. Und der Mediziner Murray verhielt sich auch nach dem Tod des Künstlers alles andere als professionell.