Die Bundesregierung hat sich mit Fluggesellschaften auf eine Schlichtungsstelle geeinigt, die bei verspäteten oder ausgefallenen Flügen zwischen Passagieren und Airlines vermitteln soll. Was gut klingt, hat allerdings einige Haken.
Das Geld des Emirs macht's möglich: Durch den Einstieg der arabischen Airline Etihad fliegt Air Berlin billiger in den Nahen Osten - die Mitbewerber versuchen, das zu unterbieten.
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Neuer Chef, neue Strategie. Hartmut Mehdorn hat im September die Führung von Air Berlin übernommen - und bricht jetzt mit einem Tabu seines Vorgängers: Er sucht nach einem starken Partner und Investor für die angeschlagene Fluggesellschaft. Die Kandidaten kommen vom Golf und aus China.
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Jens Flottau
Obwohl eine EU-Verordnung es seit 2008 verbietet, unterschlagen Fluggesellschaften wie Ryanair oder Air Berlin bei der Online-Buchung gerne die Zusatzkosten für die Tickets. So geht es nicht, urteilte nun ein Berliner Gericht.
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Katja Schnitzler
"Verstoß gegen die Landesverfassung" in seiner Zeit als niedersächsischer Regierungschef, so lautet der Vorwurf, dem sich Bundespräsident Wulff nun ausgesetzt sieht. Doch anders als bislang stellt sich das Staatsoberhaupt in die erste Reihe jener Aufklärer, die eine gerichtliche Ermittlung fordern. Die zu erwartende Klage vor dem Staatsgerichtshof in Bückeburg begrüßt er, stellt sich aber vor seinen Ex-Sprecher Glaeseker.
Frohe Botschaft für den Vorstandschef: Die Rettung für Air Berlin kommt aus Abu Dhabi. Die Fluggesellschaft Etihad steigt groß beim angeschlagenen Unternehmen ein. Den Deal fädelte der neue Chef Mehdorn persönlich in der Wüste ein. Denn Etihad hat, was die deutsche Fluglinie so dringend braucht.
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Jens Flottau, Berlin
Vor drei Jahren ist das Geschäft kurz vor der Unterschrift geplatzt, diesmal hat es geklappt: Die Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi steigt als größter Einzelaktionär bei Air Berlin ein. Für andere deutsche Fluglinien wie die Lufthansa ist das ein Ärgernis. Und auch die Finanzaufsicht mischt sich ein.
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Ryanair-Passagiere zahlen künftig 100 Euro Aufschlag, wenn sie in der Hochsaison ihren Koffer erst am Flughafen aufgeben - generell kommt das Gepäck teurer. Air Berlin erhöht die Preise gleich für alle Ticketkäufer.
Gerade erst hat Air Berlin angekündigt, die Vorzugsbehandlung von Prominenten zu stoppen. Jetzt wird bekannt: Auch Abgeordneten des Bundestags soll die Fluggesellschaft Vorteile eingeräumt haben. Einem Bericht zufolge habe sie den Politikern Bonuskarten geschenkt, für die normale Kunden 40.000 Statusmeilen brauchen. Anti-Korruptions-Aktivisten sind empört. Dabei macht es die Lufthansa schon seit Jahren fast genauso.
Seit drei Jahren macht die Fluggesellschaft Verluste, erst vor ein paar Wochen trat Ex-Chef Hunold im Streit um den Kurs des Unternehmens zurück. Jetzt gibt Air Berlin Details seiner Sparpläne bekannt: Die Zahl der Maschinen soll innerhalb eines Jahres um zehn Prozent reduziert werden, die Flugleistung aber nur um vier Prozent sinken.
Damit haben wohl nur wenige gerechnet: Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold wirft hin und tritt als Vorstandschef der Fluggesellschaft zurück. Sein Nachfolger: der ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn.
"Es braucht keine neue Enthüllung": Nach Bekanntwerden von Christian Wulffs Drohanrufen überwindet die CDU-Politikerin Vera Lengsfeld die Beißhemmung des bürgerlichen Lagers: Die frühere DDR-Bürgerrechtlerin verlangt den Abgang des Präsidenten und schlägt einen Nachfolgekandidaten vor. FDP-Vorstandsmitglied Kubicki pocht auf eine Erklärung des Staatsoberhauptes - viel Zeit bleibe Wulff nicht mehr.
Noch nie gab es so wenige Opfer im weltweiten Luftverkehr wie 2011 - am sichersten dürfen sich Reisende in Europa fühlen. Dennoch warnen die Experten vor der Kollisionsgefahr auf europäischen Großflughäfen.
Aus dem Affären-Dickicht des Bundespräsidenten lugt immer wieder ein Mann hervor: Manfred Schmidt. Er ist der Partykönig für die politische und wirtschaftliche Elite des Landes. Jetzt ist er wegen Bestechungsverdachts ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Einer seiner engsten Geschäftspartner: Michael Mronz, der Mann von Außenminister Guido Westerwelle.
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Thorsten Denkler, Berlin
Nach Informationen von "Bild am Sonntag" erhielt der frühere Wulff-Sprecher Glaeseker von Partyveranstalter Schmidt neben Gratis-Urlauben auch Gratis-Flüge. Bei den Bundesbürgern verliert Wulff dramatisch an Ansehen.
Joachim Hunold hat die Bombe überraschend platzen lassen: Der langjährige Air-Berlin-Chef wird sein Amt niederlegen. Warum sein Schritt längst überfällig und ein Glücksfall für die gebeutelte Fluggesellschaft ist.
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Jens Flottau
Die Besatzung klagte über Kopfschmerzen und Übelkeit, an Bord roch es nach Öl - dennoch tauschte Air Berlin die Turbine des Passagierflugzeugs erst zwei Tage später aus.
Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda verkauft die restlichen Anteile seiner Billigfluglinie Flyniki an Air Berlin - und zieht dort in den Aufsichtsrat ein. Der neue Eigentümer könnte sich mit dem Deal aber übernehmen.
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Caspar Busse und Jens Flottau
Die Krise bei Air Berlin ist tief - aber sie läutet nicht das Ende der Billigflieger ein: Einen Markt für günstige Flüge wird es weiterhin geben. Doch im Wettbewerb sind die Billigflieger sich selbst der größte Feind.
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Jens Flottau
Was hat Ihr Ticket gekostet? Null Euro! Dutzende Prominente durften nach Medienberichten gratis mit Air Berlin fliegen - wann immer und wohin immer sie wollten. Der neue Unternehmenschef Hartmut Mehdorn streicht jetzt diese Privilegien. Das bisherige Programm hat wohl auch ein konzerninternes Nachspiel.
Bahnchef und Mehdorn - diese beiden Worte schienen auf ewig miteinander verbunden zu sein. Doch nun hat Hartmut Mehdorn eine neue schwere Aufgabe: Er soll als Nachfolger von Joachim Hunold die kriselnde Fluggesellschaft Air Berlin sanieren. Dieser Job passt eigentlich viel besser zu ihm als die Tätigkeit bei der Bahn.
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Johannes Aumüller
Air-Berlin-Chef Joachim Hunold sah sich durch Intrigen von Kollegen zu seinem überraschenden Rücktritt genötigt. Das berichtet der "Spiegel". Gegen den neuen Sparkurs soll sich der Manager ebenfalls bis zuletzt gewehrt haben.
Air Berlin rechnet wegen der Euroschwäche mit höheren Kosten für Absicherungsgeschäfte - die Kunden zahlen die Zeche. Und: Springer trennt sich von Zeitschriften.
Der Augenblick könnte für Air Berlin kaum ungünstiger sein: Mitten im Ferienmonat August drohen die Piloten der Fluglinie mit Streik. Und: Der deutsche Export legt kräftig zu, während BMW deutlich mehr Autos verkauft.