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Air Berlin:Insolvenzstreit: Etihad klagt

Der Streit um möglichen Schadenersatz für frühere Anteilseigner der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin geht in eine neue Runde. Der frühere Großaktionär Etihad beantragte vor dem High Court in London, einen Haftungsausschluss festzustellen. Für Streitigkeiten zu Air Berlin seien nur englische Gerichte zuständig. Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther fordert von Etihad Schadensersatz von bis zu zwei Milliarden Euro und hat Ende 2018 eine Klage vor dem Landgericht Berlin eingereicht. Die Klage bezieht sich auf einen sogenannten "Letter of Comfort",in dem Etihad Air Berlin zugesichert hat, alle nötigen finanziellen Verpflichtungen bis Ende 2018 zu tragen. Etihad weigerte sich dennoch im August 2017, die Airline weiter zu stützen. Air Berlin meldete Insolvenz an und stellte den Flugbetrieb wenige Monate später ein.