München heute:Frau jahrelang in Wohnung eingesperrt / Chance auf zwei historische Wahlergebnisse am Sonntag

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(Foto: Imago/dpa/SZ-Grafik)

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Von René Hofmann

"Verunmöglichen, verzögern und wenig transparent kommunizieren": Mit solchen Worten attackieren Politikerinnen oder Politiker normalerweise ihre Rivalen. Zum Start in diese Woche aber ging Anne Hübner, die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Münchner Rathaus, so auf den Koalitionspartner los. Hübner wollte einer Kita eine privat gespendete Luftfilteranlage vermitteln, bekam erst lange keine Antwort vom Referat für Bildung und Sport, dem seit Januar der Grüne Florian Kraus vorsteht, und dann eine, die im Kern sagte: Geht nicht. Daraufhin twitterte Hübner los. Wohl auch befeuert von der Wut, dass die Grünen SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter kurz zuvor scharf dafür kritisiert hatten, dass er einer Erhöhung der Fahrpreise für die öffentlichen Verkehrsmittel zugestimmt hatte.

Schlag und Gegenschlag: Die Frequenz, in der - auch zwischen An-sich-Verbandelten -Unfreundlichkeiten ausgetauscht werden, steigt, was zeigt, wie hoch die Nervosität vor der Bundestagswahl ist, die an diesem Sonntag ansteht. Die Stimmung wird immer gereizter, auch weil die Umfragen nahelegen, dass es eng wird.

Zum ersten Mal gibt es in allen vier Wahlkreisen in München ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Direktmandat zwischen den Kandidatinnen und Kandidaten dreier Parteien: der SPD, der CSU und der Grünen. Also quasi viermal Triell. Unsere Rathaus-Reporter Anna Hoben und Heiner Effern haben nachgezeichnet, wie sich diese spannende Konstellation entwickelt hat und schildern, welche Konsequenzen sich aus dieser für alle Beteiligten ergeben (SZ Plus). Und sie haben nachgehört, welches Echo Hübners Wut-Tweet hervorrief. Der Twitter-Account der an sich Mitteilungsfreudigen war am Dienstag um die Mittagszeit plötzlich nicht mehr zu erreichen. Es wird spannend sein, auf welchen Wegen sie am Sonntag die Wahlergebnisse kommentiert.

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