Auszeichnung fürs Ehrenamt:Die Unermüdlichen

Höhenkrichen, Bahnübergang, Niklas Gierling, Plant-forâÄ"the-Planet Botschafter, Kinder des Gymnasiums und der Bund Naturschutz organisieren  eine âÄžMotor aus-Aktion'

Kämpfen für eine saubere Umwelt: die Schüler des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

(Foto: Angelika Bardehle)

Neun Gruppen und elf Einzelpersonen erhalten in diesem Jahr für ihr soziales, ökologisches oder kulturelles Engagement die Ehrennadel des Landkreises München

Von SZ-Autoren

Sie unterstützen Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen, verteilen bei Tafeln und Tischen Lebensmittel an Bedürftige, organisieren Kulturfestivals oder begleiten als Hospizhelfer Sterbende auf ihrem letzten Weg: Ehrenamtliche übernehmen wichtige Aufgaben in der Gesellschaft. Der Landkreis München bedankt sich dafür seit 20 Jahren mit seiner Sozialehrung, doch gerade im Jubiläumsjahr konnte die übliche Feierstunde wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden - obwohl der Einsatz der Ehrenamtlichen zum Teil gerade jetzt besonders wichtig ist. Die Ehrung selbst allerdings fand trotzdem statt: Elf Einzelpersonen sowie neun Gruppen erhalten in diesem Jahr die Urkunde sowie eine Ehrennadel des Landkreises für ihr Engagement. Überreicht werden die Auszeichnungen diesmal durch den jeweiligen Bürgermeister oder die Bürgermeisterin.

Landrat Christoph Göbel (CSU) spricht den sozial Engagierten schriftlich Lob, Dank und Anerkennung aus. "Sie alle sind es, die das Rückgrat der Gesellschaft bilden und den Landkreis München zu einer lebens- und liebenswerten Region machen. Gerade in schweren Zeiten wie diesen ist persönliches Engagement wichtiger denn je", wird er in einer Pressemitteilung des Landratsamtes zitiert. Besonders freue es ihn, dass das Ehrenamt auch zunehmend von der Jugend wieder entdeckt wird. "Es ist geradezu vorbildlich, wie sich die Schülerinnen und Schüler vom Arbeitskreis Umwelt am Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn mit zahlreichen Projekten für den Umweltschutz und Nachhaltigkeit in ihrer Schule und Gemeinde unermüdlich einsetzen", betont Göbel.

Arbeitskreis Umwelt

Höhenkrichen, Bahnübergang, Niklas Gierling, Plant-forâÄ"the-Planet Botschafter, Kinder des Gymnasiums und der Bund Naturschutz organisieren  eine âÄžMotor aus-Aktion'

Kämpfen für eine saubere Umwelt: die Schüler des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

(Foto: Angelika Bardehle)

"Umweltschutz fängt im Kopf an": Unter diesem Motto steht die Arbeit des AK Umwelt des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen, die sich mit Projekten für Umweltschutz und Nachhaltigkeit in ihrer Schule und Gemeinde einsetzen. Ihr Engagement ist freiwillig und findet in den Pausen sowie in der Freizeit nach Unterrichtsschluss statt. Die Schülerinnen und Schüler wollen mit ihrem Engagement ihr persönliches Umfeld für Umweltthemen sensibilisieren und zu nachhaltigem Handeln ermutigen. Sie setzen ihren Fokus auf die Reduktion der Essensabfälle in der Schulmensa sowie auf die korrekte Mülltrennung im Schulhaus. Außerdem nahmen sie an der Aktion Stadtradeln teil, organisierten den Verkauf von Schulheften aus recyceltem Umweltschutzpapier und sensibilisierten schon die Fünftklässler bei einer Baumpflanzaktion und einem Schülervortrag zum Klimawandel für umweltbewusstes Handeln. Ein weiteres Thema war das fortschreitende Insektensterben. Der Arbeitskreis organisierte Infostände in der Schulaula, die die Schulgemeinschaft über die Verringerung der für Flora und Fauna notwendigen Insekten informierte. Als praktische Umsetzung wurden ein Bienenhotel sowie mehrere kleine Nisthilfen für Nützlinge auf dem Schulgelände angebracht. Das Thema "Nachhaltiger Konsum", das schon mit dem schuleigenen To-go-Becher aufgegriffen wurde, beschäftigt den AK Umwelt auch weiterhin.

Hermann Breitenberger

Hermann Breitenberger betreut seit Mai 2007 als Heimbeiratsvorsitzender die mehr als hundert Bewohner des Pflegeheims der Arbeiterwohlfahrt an der Gravelottestraße in München. Er fährt mehrmals die Woche unentgeltlich und ohne Aufwandsentschädigung von seinem Wohnort Unterhaching nach München und kümmert sich dort um die Belange und das Wohlergehen der Heimbewohner. Den neuen Bewohnern steht er beim Eingewöhnen mit Rat und Tat beiseite. Auch für sämtliche Anliegen, für die kleinen und die großen Sorgen, hat er immer ein offenes Ohr für die Bewohner. Seit mehr als 30 Jahren ist Breitenberger auch ehrenamtlich bei der Faschingsgesellschaft Würmesia tätig. Die Würmesia wiederum besucht regelmäßig Betreuungseinrichtungen, um den Fasching zu den Menschen zu bringen, die selber nicht mehr in der Lage sind, zum Faschingsfest zu gehen.

Oberschleißheimer Tisch

Vor zehn Jahren wurde der Oberschleißheimer Tisch der Caritas gegründet. Seither sammeln die Ehrenamtlichen überschüssige, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel und geben diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte in Oberschleißheim aus. Durch ihr Engagement erhalten die Menschen in Not schnell und unbürokratisch Hilfe. Es soll die Folgen von Armut verringern und den Bedürftigen finanziellen Freiraum schaffen. Die Ehrenamtlichen stehen so für Solidarität und Mitmenschlichkeit ein. Durch ihr ehrenamtliches Engagement wirken sie auch Ausgrenzung und Isolation entgegen und schaffen Raum für Kontakte und Beziehungen. Gleichzeitig wollen sie die gesellschaftliche Wahrnehmung von Armut fördern und so zum sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde beitragen.

Erika Furchtsam

Erika Furchtsam organisiert seit mehr als zehn Jahren das "Kaffeekranzerl" in Garching-Hochbrück. Einmal wöchentlich treffen sich dazu interessierte Seniorinnen und Senioren im Wechsel zu Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal beziehungsweise zum Mittagstisch in einem Gasthaus in Hochbrück. Furchtsam fungiert hierbei als "Frau für alles" und pflegt neben den Treffen auch Telefonkontakte zu den Seniorinnen und Senioren. Den Menschen steht sie immer mit Rat und Tat zur Seite, vor allem auch in Problemlagen wie dem Verlust des Partners. Furchtsam ist gut mit der Stadt Garching vernetzt, organisiert gemeinsame Besuche von Veranstaltungen wie der Seniorenweihnacht oder der Bürgerwoche.

Helferteam des Haarer Tischs

Auszeichnung fürs Ehrenamt: Verteilen Lebensmittel: die Helfer des Haarer Tischs.

Verteilen Lebensmittel: die Helfer des Haarer Tischs.

(Foto: Claus Schunk)

Das Helferteam des Haarer Tisches kümmert sich um Menschen, mit denen es das Leben nicht so gut meint. 2005 wurde der Haarer Tisch auf Initiative der Gemeinde, der Kirchengemeinden und von aktiven Bürgern ins Leben gerufen. Rund 50 Ehrenamtliche helfen derzeit beim Haarer Tisch mit. Viermal wöchentlich werden die Geschäfte angefahren. Ehe die Lebensmittel zweimal in der Woche an Bedürftige ausgegeben werden, wird alles angeschaut, sauber gemacht und sortiert. Rund 300 Menschen werden versorgt, davon 120 Kinder. Es sind meist Alleinerziehende und viele alte Menschen. Das Helferteam versucht, ihnen ein wenig Teilhabe am normalen Leben zu ermöglichen. Zum Weihnachtsfest will man den Kunden des Haarer Tisches eine kleine Freude bereiten. Das Helferteam packt hierfür Hunderte von Geschenktüten. Viele Helfer sind seit Anfang an dabei, mittlerweile auch schon in ein Alter gekommen, wo ehrenamtliches Engagement nicht mehr ganz so leicht fällt. Aber jede Woche ist jeder wieder zuverlässig an seinem Platz, um die Haarer Solidargemeinschaft am Leben zu erhalten.

Pia Maria Heizer

Pia Maria Heizer engagiert sich seit 1961, also seit exakt 60 Jahren, ehrenamtlich in der Pfarrei St. Elisabeth in Planegg. Sie war zehn Jahre lang Mitglied im Pfarrausschuss und für 28 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat, davon 16 Jahre lang als Vorsitzende. Heizer ist auch die Initiatorin und Organisatorin der jährlich stattfindenden ökumenischen Reise mit der evangelisch-lutherischen Waldkirchen-Gemeinde Planegg. Außerdem hat sie einen ökumenischen Stammtisch ins Leben gerufen. Die Mitarbeit im Helferkreis Asyl über mehrere Jahre war für sie eine Selbstverständlichkeit.

Hospizkreis Haar

Mit einem Aufruf zum Zeitspenden hat vor 20 Jahren hat alles begonnen: Der Hospizkreis Haar wurde gegründet und stellte seine Arbeit unter das Motto "Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben". Die Hospizbegleiter besuchen Schwerkranke und Sterbende. Sie hören zu, gehen einfühlsam auf die Nöte und Ängste der Patienten ein. Besonders sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg durch Gespräche, Berührungen oder auch stundenlanges Schweigen zu begleiten, erfordert ein hohes Maß an Empathie. Den Angehörigen Mut zuzusprechen und deren Gefühle aufzufangen sind Eigenschaften, die die Haarer Hospizbegleiter auszeichnen müssen. Dabei sehen sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit nicht als Routine, sondern lassen sich immer wieder auf teilweise verzweifelte, hoffnungslose Menschen ein.

Arno Helfrich

Arno Helfrich ist ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des Kleingartenvereins "Am Weidanger" in Ismaning - erst als Kassier und Schriftführer, seit 2004 als Vorsitzender. Der Kleingartenverein zählt 73 Mitglieder, meist Familien. Die Pflege der Natur und der naturnahe Gemüseanbau werden hier großgeschrieben. Helfrich ist es wichtig, dass besonders die Kinder und Jugendlichen an den mehrmals im Jahr stattfindenden Gemeinschaftsaktionen zur Baumpflege teilnehmen. So sollen sie an einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur herangeführt werden. Zu den Gemeinschaftsaktionen und für ein gutes Miteinander werden Feste organisiert. Daneben engagiert sich Helfrich als ehrenamtlicher Schulweghelfer.

Kolpingsfamilie Unterföhring

Die Kolpingsfamilie Unterföhring wurde 1983 gegründet. Seither engagieren sich zahlreiche Mitglieder ehrenamtlich. Die Ehrenamtlichen organisieren jedes Jahr Altkleider- und Altpapiersammlungen, den Second-Hand-Basar sowie einen Osterbasar und einen Kinderfaschingsball. Auch mit einem Stand auf dem Unterföhringer Christkindlmarkt ist die Kolpingsfamilie vertreten. Von den erzielten Gewinnen werden verschiedene Sozialprojekte unterstützt. Um den Brauch bei den jungen Familien aufrecht zu halten, wird ein kostenloses "Nikolausgehen" angeboten. In Zusammenarbeit mit der Kolpingsfamilie Ismaning wurde 2004 die Ausbildungsbörse ins Leben gerufen. Dafür schreiben die Kolping-Mitglieder jährlich zahlreiche Firmen an und fragen nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Diese können die Jugendlichen dann im Internet abrufen.

Kulturfestival Gräfelfing

Auszeichnung fürs Ehrenamt: Honoriert wird auch der Verein, der alle zwei Jahre das Kulturfestival Gräfelfing organisiert.

Honoriert wird auch der Verein, der alle zwei Jahre das Kulturfestival Gräfelfing organisiert.

(Foto: Catherina Hess)

Seit 1979 findet regelmäßig das Kulturfestival Gräfelfing mit großem Musikprogramm statt. Bis zu 30 000 Besucher kommen alle zwei Jahre in die Gemeinde, um bei freiem Eintritt ein hochkarätiges Musikprogramm zu genießen und zu feiern. Veranstalter ist der Verein Kulturfestival Gräfelfing. Die zahlreichen ehrenamtlichen Mitglieder investieren viele Stunden, um das Festival zu organisieren und die Gäste zu bewirten.

Claudia Lutterkord

Claudia Lutterkord engagiert sich seit etwa 25 Jahren ehrenamtlich im Vorstand des Kulturfördervereins Würmtal. Sie hat das Amt der Schriftführerin übernommen und investiert über das ganze Jahr - fast täglich - viele Stunden ehrenamtlich für den Verein. Zu ihren Tätigkeiten gehören die Organisation von Ausstellungen und Kulturevents im Rathaus von Planegg und für den Landkreis München. Ihr eigenes Projekt "Hund und Katz" ist eine private Künstlerinitiative mit dem Ziel, eine Brücke zwischen München und Krakau zu schlagen. Seit 15 Jahren organisiert sie deutsch-polnische Begegnungen von Kunstschaffenden sowie Konzerte, Kabarettauftritte und Lesungen.

Mobile Werkstatt

Die mobile Werkstatt Schleißheim-Garching besteht seit 2009 und unterstützt Bürger in Oberschleißheim, Unterschleißheim und Garching mit Reparaturarbeiten. Die derzeit zehn Männer führen selbstorganisiert Kleinreparaturen in Haushalten mit geringem Einkommen aus. Dafür investieren sie mehr als 400 Stunden im Jahr in ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Bevor sie - immer am Donnerstagnachmittag - ausrücken, treffen sich die Ehrenamtlichen zu einer Teamsitzung, bei der die Einsätze besprochen werden und geklärt wird, ob weitere Hilfsangebote (Beratung, Spenden) notwendig erscheinen. Mit ihrem Engagement sowie ihrer technischen und praktischen Versiertheit helfen sie nicht nur von Armut betroffenen Menschen, die sich oft auch in seelischen Notlagen befinden. Ziel ist es auch, Ressourcen zu schonen nach dem Motto: "Reparieren geht vor wegwerfen."

Nähkreis Ebenhausen

Der Nähkreis erledigt seit mehr als 50 Jahren alle Näharbeiten im Alten- und Pflegeheim Ebenhausen, Flickwäsche der Bewohner ebenso wie neue Vorhänge. Einmal monatlich kommt der Nähkreis im Haus zusammen und baut seine Werkstatt mit Nähmaschinen und allen benötigten Utensilien im Veranstaltungsraum auf. Der Termin wird im Haus veröffentlicht und so kann jeder vorbeikommen und seine Sachen abgeben. Der nachbarschaftliche Ratsch am Rande gehört dazu. So geht es nicht nur um die handwerkliche Erledigung, sondern auch um die soziale Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung. Der Nähkreis hat sich über die Jahre hinweg immer wieder verjüngt und erneuert. Die Zuverlässigkeit, die Freundlichkeit und Zugewandtheit gegenüber den Bewohnern sowie die Verbundenheit zum Alten- und Pflegeheim sind geblieben.

Anneliese Rettig

Anneliese Rettig kommt seit mehr als 20 Jahren mit ihrer Gitarre fast alle zwei Wochen ins Alten- und Pflegeheim Ebenhausen. Eine dreiviertel Stunde lang singt sie mit den Bewohnern in der Kapelle. Zum Repertoire gehören bekannte und beliebte Volkslieder, die jahreszeitlich ausgewählt sind. Auch Kirchenlieder stehen auf dem Programm, sofern sie bekannt sind und gerne gesungen werden, denn das ist das Wichtige: die Freude am gemeinsamen Singen, unabhängig davon, ob mal jemand etwas aus dem Takt oder der Melodie fällt. Pflegerinnen und Pfleger bringen die meist 40 Bewohner rechtzeitig in die Kapelle und holen sie auch wieder ab. Nicht nur die Sänger freuen sich auf den Nachmittag, auch diejenigen, die gerne zuhören. Der Singkreis leistet damit auch einen großen Beitrag zur Integration, Beschäftigung und Betreuung schwer Pflegebedürftiger.

Maria Risinger

Maria Risinger kümmert sich seit mindestens 20 Jahren um Ismaninger Senioren, die meist aus gesundheitlichen Gründen oder mangels eigenen Antriebs nicht mehr viele soziale Kontakte haben. Es sind vor allem Menschen in ihrer eigenen Altersgruppe, meist ehemalige Klassenkameradinnen aus der Volksschule Ismaning, die inzwischen im Bürgerstift wohnen. Risinger ist fast täglich dort, um sich mit ihnen zu unterhalten, mit ihnen spazieren zu gehen oder etwas zu besorgen. Auch um ihre Schwester, die seit 19 Jahren im Rollstuhl sitzt, kümmert sie sich liebevoll, sodass auch sie soziale Kontakte halten kann. Sie begleitet sie zu Veranstaltungen oder in die Kirche. Das Ganze macht Maria Risinger in Eigeninitiative.

Ingrid Stanglmeier

Ingrid Stanglmeier setzt sich in vielerlei Hinsicht für die sozialen Belange der Menschen in Garching ein. Seit mehr als zehn Jahren ist sie als Hospizbegleiterin im Hospizkreis der Nachbarschaftshilfe Garching aktiv. Aufgrund ihrer früheren Tätigkeit bei der Stadt Garching ist sie mit der Rathausverwaltung gut vernetzt. Sie nimmt eine ehrenamtliche Streetworker-Funktion ein, fungiert als Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger und erkundigt sich über mögliche Problemlagen. Zusätzlich setzt sie sich auch über den Verein "Lebendiges Garching" für die Stadt ein und war maßgeblich an der Bewerbung der Stadt Garching zur "Fairtrade-Town" beteiligt.

Tischdienst Maria-Stadler-Haus

Haar, 30 Jahre ehrenamtlicher Tischdienst im Maria Stadler-Haus

Kümmern sich um Senioren: der Tischdienst des Maria-Stadler-Hauses.

(Foto: Angelika Bardehle)

Im Mai 1987 hob Rosemarie Sure den Tischdienst des Maria-Stadler-Hauses aus der Taufe, als sie erfahren hat, dass im damals neu eröffneten Haarer Pflegeheim besonders zu den Mahlzeiten Unterstützung gebraucht wurde. Mit zehn Ehrenamtlichen fing es an, heute widmen 25 Aktive ihre Zeit den Bewohnern, unterhalten sich mit ihnen oder hören einfach nur zu und bringen Abwechslung in den Alltag. Zudem entlasten sie auf diese Weise das Pflegepersonal. Besondere Unterstützung ist beim Essen nötig. Pünktlich zu den Mahlzeiten - morgens, mittags, abends - kommen die ehrenamtlichen Helfer und gehen den Bewohnern zur Hand. Sie nehmen sich dabei Zeit, die dem Pflegepersonal im Alltag manchmal fehlt. Einige der beteiligten Frauen sind seit Anfang an ohne Unterbrechung dabei.

Erna Wessollek

Erna Wessollek engagiert sich seit 1993 ehrenamtlich in der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Seit dieser Zeit sammelt sie Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Alljährlich ist sie bei der Haus- und Straßensammlung mit dabei.

Monika Zeitler

Monika Zeitler engagiert sich seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich in Unterschleißheim. Ihr liegt das Wohl der Senioren, der Kinder, der Familien, der Menschen mit Behinderung und der ausländischen Mitbürger sehr am Herzen. Seit vielen Jahren engagiert sie sich mit großem Elan und voller Tatkraft im Kuratorium der Unterschleißheimer Behindertenwerkstätte Perspektive, bis vor kurzem als Vorsitzende. Zeitler gehört auch zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins "Freude im Alter" und fungiert dort als stellvertretende Vorsitzende. Viele Jahre lang war sie zudem Kinderpräsidentin des Faschingsclubs Weiß-Blau. Heute engagiert sie sich als Kinder-Ehrenpräsidentin.

Elke Zucker

Elke Zucker engagiert sich seit 2006 ehrenamtlich im VdK-Ortsverband Ismaning-Unterföhring. Sie war dort in verschiedenen Funktionen tätig, bevor sie 2010 das Amt der Vorsitzenden übernahm. Bei ihrer Arbeit ist ihr immer der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern sehr wichtig. Als Vertreterin der jüngeren Generation vertritt sie deren Interessen und kümmert sich um die Einbeziehung in das Verbandsleben. Sie engagiert sich für Inklusion und Barrierefreiheit.

© SZ vom 09.02.2021
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