Genfer Autosalon 2012:Gesammelte Power

Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon geht es nicht nur grün, sondern auch richtig kraftvoll zur Sache. Die Autofans werden auf ihre Kosten kommen - in fast allen Klassen.

Erste Infos, erste Bilder.

Fast alle warten auf den neuen Audi A3 und die neue Mercedes A-Klasse: In den Genfer Messehallen wird es das erste Duell der neuen deutschen Kompaktmodelle aus der Premiumliga geben (8.-18. März). Der neue Audi A3 setzt mit seinem Design auf Bewährtes und will insbesondere mit einem wertigen Innenraum, neuen Sicherheitsausstattungen und einem Hightech-Navigationssystem von sich reden machen.

Deutlich mehr riskiert die neue A-Klasse von Mercedes. Das wenig ansehnliche Hochdachmodell von gestern und vorgestern ist Vergangenheit. Die neue A-Klasse präsentiert sich sportlich, dynamisch und moderner denn je. 2013 soll auch eine AMG-Version mit über 300 PS und Allradantrieb folgen.

Drittes wichtiges Modell in der erstarkten Kompaktklasse ist der Kia Cee'd, der ebenfalls erstmals am Genfer See zu bestaunen sein wird. Mehr Design, mehr Chic und das neue Kia-Markengesicht sollen helfen, VW Golf, Opel Astra und Ford Focus Marktanteile abzujagen. Nissan wiederum zeigt mit der Studie des Invitation erstmals sein neues Modell, mit dem die Japaner zurück in die umkämpfte Kompaktklasse wollen.

Deutlich günstiger ist man bei Dacia unterwegs. Mit dem 4,50 Meter langen Lodgy zeigt Dacia einen Mini-Van mit Platz für fünf Personen und ausreichend Raum für Gepäck. Der Viertürer, dessen französische Gene deutlich am Heck zu erkennen sind, soll später eventuell auch mit Schiebetüren auf den Markt kommen. Über Preise oder technische Daten ist bisher noch nichts bekannt.

Konzernmutter Renault zeigt mit dem ZOE und dem Twizy gleich zwei serienreife Elektrofahrzeuge. Der Renault Scénic und der Grand Scénic sowie verschiedene Karosserievarianten des Mégane werden in ihren überarbeiteten Versionen präsentiert.

Etwas mehr gibt es inzwischen über den Mitsubishi Outlander zu berichten. Der im Sommer auf den Markt kommende Geländewagen fährt nahezu mit den gleichen Maßen in seine dritte Generation. Er wird sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb erhältlich sein und von einem 2,0-Liter-Benzin- beziehungsweise 2,2-Liter-Dieselmotor angetrieben werden. Der Verbrauch soll bei der sparsamsten Variante rund fünf Liter betragen. Noch weniger soll ab 2013 der Outlander Plug-in-Hybrid verbrauchen.

BMW klotzt mit Kraft

Die von finanziellen Tiefschlägen gebeutelte Marke mit dem Blitz fährt in Genf ein breit gefächertes Spektrum an Fahrzeugmodellen auf. Der Opel Astra OPC mit 205 kW / 280 PS und das kleine SUV mit dem überraschenden Namen Opel Mokka sollen erst Messebesucher und dann Käufer locken.

Nicht nur umweltfreundlich und rational wird es auf dem BMW-Messestand zugehen. Der 280 kW / 381 PS starke BMW M 550d xDrive mit Dreifach-Turbo zeigt, dass Power auch sparsam sein kann. Gleichzeitig feiert in ihm der erste Dieselmotor eines M-Modells seine Premiere. Der M-Diesel sorgt mit 740 Newtonmetern an allen vier angetriebenen Rädern für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und eine Sprintzeit von 4,7 Sekunden auf Tempo 100. Am 12. Mai soll der sich mit 6,3 Litern Diesel auf 100 Kilometern begnügende 550d xDrive auf den Markt kommen. Die Preisliste beginnt bei knapp 81.000 Euro.

Mit dem gleichen Sechszylinder-Diesel ist auch der überarbeitete BMW X6 zu bekommen, der in Genf ebenfalls seine Premiere feiern wird. Einen Hauch sportlicher geht es wenige Meter neben dem großen Diesel-SUV zu. Das viertürige 6er Gran Coupé verfügt in seiner Topmotorisierung über einen V8-Benzinmotor mit 330 kW / 450 PS und ein Drehmoment von 650 Newtonmetern. Die Anfangsmotorisierungen des 640i und 640d leisten 235 kW / 320 PS und 230 kW / 313 PS. Den Sprint auf Tempo 100 beendet der auch als Allradler erhältliche 650i xDrive Gran Coupé in 4,5 Sekunden.

Nicht ganz so sportlich ist der Mini John Cooper Works Countryman. Der bis dato sportlichste Mini leistet 160 kW / 218 PS und schafft 225 km/h Spitze - Allrad ist Serie. Das gilt auch für den neuen Peugeot 4008, der Star auf dem Messestand der Franzosen werden dürfte. Vier Motoren mit Leistungen zwischen 115 und 150 PS machen dem Zwillingsbruder des Mitsubishi ASX allerdings kaum echte Beine.

Aus Ingolstadt kommen zwei kleine 265 kW/360 PS-Raketen. Das Audi TT RS plus Coupé und sein dachloser Bruder TT RS plus Roadster leisten 15 kW / 20 PS mehr als die Basismodelle. Der Fünfzylinder-Turbomotor leitet seine aus 2,5 Litern gewonnenen 465 Newtonmeter Drehmoment an alle vier Räder. Den Sprint von 0 auf Tempo 100 absolviert er in 4,1 Sekunden. Ob mit manuellem Sechsgang-Getriebe oder dem 2150 Euro teuren siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe gefahren wird, ist egal, die Höchstgeschwindigkeit liegt stets bei 280 km/h. Mindestens 60.650 Euro rufen die Herren der Ringe für das Coupé auf. Der Roadster steht ab 63.500 Euro bereit.

In Genf zeigt sich erstmals auch der Audi A6 Allroad Quattro. Der auf den ersten Blick an seinen Plastikapplikationen und den verbreiterten Kotflügeln zu erkennende Kombi liegt um sechs Zentimeter höher als seine Geschwister. Für den Unterbodenschutz wurden ihm Edelstahl-Abdeckungen im Vorder- und Heckbereich verpasst. Drei Diesel- und ein Benzinmotor stehen zur Auswahl. Nach 5,9 Sekunden beschleunigt der 228 kW / 310 PS starke und 440 Newtonmeter Drehmoment erzeugende Dreiliter V6-Benziner den serienmäßig luftgefederten Allroad auf Tempo 100.

Ein Sportbreak von Jaguar

Noch größer dürfte die Aufmerksamkeit für den neuen Jaguar XF Sportbreak sein. Die Kombiversion kommt ausschließlich mit Dieseltriebwerken und soll mit Leistungen zwischen 190 und 286 PS völlig neue Kundengruppen für die Briten erschließen. Das Design kann sich schon einmal sehen lassen.

Nachdem der neue Ford Fusion auf der Detroit Motorshow in den USA seine Weltpremiere feierte, ist sein Zwilling, der neue Ford Mondeo, erstmals in Genf zu bestaunen. Modernes Design, kraftvolle und sparsame Vierzylinder-Ecoboost-Triebwerke und der lange überfällige Allradantrieb sollen den Kunden wieder Lust machen auf die Kölner Mittelklasse. Ähnlich groß ist die Aufmerksamkeit beim neuen Ford B-Max. Der kleine Bruder des C-Max soll insbesondere Modelle wie den Opel Meriva in Gefahr bringen.

Ebenfalls praktisch und sehenswert ist der neue Fiat 500L, ein echter Minivan, der Erinnerungen an den Fiat 600 Multipla aus den sechziger Jahren weckt. Eine Nummer kleiner ist der neue Volvo V40 unterwegs. Der chinesische Schwede zeigt sich erwachsener und eigenständiger denn je. Der Shooting Brake bietet ein Komplettangebot an modernsten Sicherheitssystemen, sparsame Triebwerke bis zu einer Leistung des V40 T5 von rund 250 PS. In einer ähnlichen Klasse, aber deutlich traditioneller ist die Kompaktlimousine Cadillac ATS unterwegs.

Über 450.000 Euro kostet der auf 150 Exemplare limitierte Aston Martin V12 Zagato. Der im letzten Jahr lediglich als Rennwagen zu kaufende 380 kW / 517 PS starke Engländer wird nun mit einer Straßenzulassung angeboten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt dank seines 6,0 Liter großen Zwölfenders jenseits der 300er-Marke. Ganze 2000 Handarbeitsstunden dauert die nach den Sommerferien startende Produktion eines Wagens.

Ebenfalls richtig sportlich zeigt sich natürlich die Marke Porsche. Der ab dem 14. April beim Händler stehende Boxster 981 verfügt über einen Sechszylinder-Boxermotor und leistet 194 kW / 265 PS aus 2,7 Litern Hubraum. Die gleichzeitig erscheinende S-Version bietet 231 kW / 315 PS bei 3,4 Litern Hubraum. Letzterer absolviert den Spurt von 0 auf Tempo 100 in nur fünf Sekunden. Der neue Boxster ist ab 48.291 Euro erhältlich. Der Boxster S schlägt ein 59.120-Euro-Loch in den Geldbeutel.

Toyota stellt mit dem Yaris Hybrid und dem Lexus RX-Facelift zwei Weltpremieren in die Genfer Messehallen. Neben ihnen werden der GT-86, ein Show Car namens Fun-Vii sowie die zwei Konzeptfahrzeuge NS4 und FCV-R zu sehen sein. Eine weitere Weltpremiere ist ebenfalls angekündigt, jedoch liegen darüber noch keinerlei Informationen vor. Bei der hauseigenen Luxusmarke Lexus stehen neben der Weltpremiere noch der Supersportwagen LF-LC Concept Car und die F-Sport-Varianten der Fahrzeuge CT 200h, GS und RX.

© sueddeutsche.de/Pressinform/gf
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