:Schleswig-Holstein bei Krankenhauskosten auf Platz fünf
Wiesbaden/Kiel (dpa/lno) - Bei den Kosten für Krankenhausaufenthalte gehört Schleswig-Holstein in Deutschland zu den teuereren Ländern. Während es 2017 im Bundesdurchschnitt 4695 Euro je Fall waren, fielen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag im nördlichsten Bundesland 4827 Euro an. Nur in Baden-Württemberg, in Berlin, Bremen und Hamburg war es mehr. In diesen Ländern überstiegen die durchschnittlichen Kosten erstmals die 5000-Euro-Marke.
Gesundheit
:Das sind die Neuheiten auf der Medizinmesse Medica
Düsseldorf (dpa) - Es ist ein kleines Gerät, doch es soll Großes leisten: gestressten Menschen beim Entspannen helfen. Das Produkt, das auf die Haut aufgelegt wird und über Atemregulierung innere Ruhe herstellen soll, ist derzeit auf der
Medizinmesse Medica (12. bis 15. November) in Düsseldorf zu sehen.
Potsdam
:Zahl der Keuchhustenfälle in Brandenburg stark rückläufig
Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Keuchhustenfälle in Brandenburg ist nach einem Höhepunkt im Vorjahr stark rückläufig. Bis Ende Oktober wurden 459 Erkrankungen gezählt, das waren 38 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Montag mitteilte.
Kiel
:Diakonie fordert Bundesratsinitiative zur Pflegeversicherung
Kiel (dpa/lno) - Pflegeleistungen in stationären Einrichtungen sollten nach Ansicht der Diakonie Schleswig-Holstein komplett von der Pflegeversicherung getragen werden. "Das würde den Wettbewerb entzerren und zudem wieder mehr Einrichtungen motivieren, auf Tariflöhne umzusteigen", sagte Landespastor Heiko Naß am Montag. Im Ergebnis würden Pflegebedürftige und deren Angehörige nur noch Eigenanteile für die Miete, Betriebskosten und Verpflegung zahlen. Die Diakonie forderte die Landesregierung zu einer entsprechenden Bundesratsinitiative auf. Derzeit sind die Zuschüsse der Pflegekassen gedeckelt.
Huntington-Krankheit
:Das verfluchte Tal
Im Schweizer Val Müstair leidet eine Großfamilie seit vielen Generationen unter der erblichen Huntington-Krankheit. Über ein Leben in ständiger Ungewissheit.
Nürnberg
:Neues Konzept soll psychisch Kranke vor Straftaten bewahren
Nürnberg (dpa/lby) - Sie soll verhindern, dass psychisch kranke Menschen Straftaten begehen: Die sogenannte Präventionsambulanz am Bezirksklinikum in Ansbach ist nach Angaben der Verantwortlichen so erfolgreich, dass das Pilotprojekt auf ganz Bayern ausgeweitet wird. Laut einer Vergleichsstudie könne die Ambulanz das Risiko bei Menschen mit bestimmten psychischen Erkrankungen, gewalttätig zu werden, innerhalb eines Jahres um ein Drittel senken, sagte der Chefarzt der Klinik für forensische Psychiatrie, Joachim Nitschke, am Montag in Nürnberg.
Wiesbaden
:Krankenhauskosten in Sachsen-Anhalt steigen
Magdeburg (dpa/sa) - Krankenhausaufenthalte sind in Sachsen-Anhalt im Schnitt teurer geworden. Im vergangenen Jahr kostete eine stationäre Behandlung in einem der 48 Krankenhäuser durchschnittlich 133 Euro mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Demnach kostete ein stationärer Aufenthalt 4274 Euro im Schnitt. Für die knapp 600 000 Behandlungen wurden insgesamt 2,8 Milliarden Euro aufgewendet. Davon flossen 1,8 Milliarden Euro in Personalkosten, mit etwas über einer Milliarde Euro wurden Sachkosten gedeckt.
Gesundheit
:Gesundheitskarte muss künftig aktuelle Kennzeichnung haben
Berlin (dpa/tmn) - Alle Gesundheitskarten der ersten Generation verlieren im Januar 2019 ihre Gültigkeit. Gesetzlich Versicherte sollten spätestens dann Karten entsorgen, die rechts oben unter dem Schriftzug "Gesundheitskarte" den Aufdruck "G1" zeigen. Das empfiehlt der GKV-Spitzenverband.
Wiesbaden
:Klinikaufenthalte werden teurer: In MV aber am geringsten
Wiesbaden (dpa/mv) - Krankenhausaufenthalte sind 2017 in Deutschland erneut teurer geworden, der Anstieg fiel im Nordosten aber am geringsten aus. Im bundesweiten Schnitt koste ein Fall mit stationärer Versorgung 4695 Euro, eine Steigerung von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Stadtroda
:Neubau des Fachklinikums Stadtroda eröffnet
Stadtroda (dpa/th) - Der Neubau des Haupthauses des Fachkrankenhauses in Stadtroda ist am Montag offiziell eröffnet worden. Das Gebäude sei "Zeichen einer innovativen und zukunftsorientierten medizinischen Versorgung in Thüringen", sagte Thüringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD) in einem Grußwort. Der Freistaat hatte den insgesamt knapp 24,5 Millionen teuren Neubau mit rund 18,5 Millionen Euro unterstützt. Das 2002 privatisierte Krankenhaus ist auf psychische und neurologische Krankheiten spezialisiert und gehört zur Asklepios-Gruppe. Insgesamt verfügt das Klinikum über mehr als 500 Plätze.
Greifswald
:Greifswalder Kinderkrebs-Zentrum zertifiziert
Greifswald (dpa/mv) - Das Kinderonkologische Zentrum der Greifswalder Unimedizin ist am Montag von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden. Die Urkunde mit der Auszeichnung "Kinderonkologisches Zentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V." wurde am Montag in den Räumen aufgehangen, teilte die Uniklinik mit. Das Gütesiegel setze hohe Qualitätsmaßstäbe und sei für zwei Jahre gültig. Unter anderem sei der Einsatz von kinderonkologischen Fachpflegekräften und auf Krebserkrankungen spezialisierter Kinderärzte Voraussetzung für die Auszeichnung. Von den derzeit 80 Einrichtungen in Deutschland, die Krebs bei Kindern und Jugendlichen behandeln, seien 19 im Besitz des Siegels.
Wiesbaden
:Hamburger Krankenhauskosten im Ländervergleich am höchsten
Wiesbaden/Hamburg (dpa/lno) - Die Krankenhauskosten pro behandeltem Fall sind in Hamburg höher als in allen anderen Bundesländern. Im Schnitt mussten im vergangenen Jahr für den Klinikaufenthalt eines Patienten 5408 Euro bezahlt werden, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Etwas niedriger waren die Durchschnittskosten in Bremen mit 5111, Baden-Württemberg mit 5053 und Berlin mit 5012 Euro. Schleswig-Holstein lag mit 4827 Euro auf dem fünften Platz. In Brandenburg waren sie mit 4235 Euro am niedrigsten.
Wiesbaden
:Bremer Krankenhausaufenthalte sind im Bundesvergleich teuer
Wiesbaden (dpa/lni) - Klinikaufenthalte sind in Bremen im bundesweiten Vergleich mit am teuersten. Im kleinsten Bundesland überstiegen die durchschnittlichen Fallkosten 2017 zum ersten Mal den Betrag von 5000 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Demnach liegt Bremen im Ländervergleich bei den Kosten für Klinikaufenthalte mit im Schnitt 5111 Euro auf Platz 2 - hinter Hamburg. Bei dem Spitzenreiter sind die Kosten mit 5408 Euro pro Fall am höchsten.
Bochum
:Krankenhausaufenthalte teurer: In NRW 4595 Euro pro Fall
Wiesbaden/Düsseldorf (dpa/lnw) - Krankenhausaufenthalte in Nordrhein-Westfalen werden im Durchschnitt immer teurer. Bei den etwa 4,6 Millionen Menschen, die 2017 in NRW vollstationär behandelt wurden, kostete ein Aufenthalt im Schnitt 4595 Euro pro Fall, wie aus einer am Montag veröffentlichten Übersicht des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht. 2016 waren in NRW pro Fall noch Kosten von 4388 Euro entstanden. In Hamburg, Baden-Württemberg, Berlin und Bremen überstiegen 2017 die durchschnittlichen Fallkosten erstmals den Betrag von 5000 Euro. Bundesweit kostete die Krankenhausversorgung rund 91,3 Milliarden Euro - das waren 3,9 Prozent mehr als 2016.
Wiesbaden
:Berliner Krankenhausaufenthalte teurer: 5000 Euro im Schnitt
Wiesbaden/Berlin (dpa/bb) - Die durchschnittlichen Kosten für Krankenhausaufenthalte in Berlin haben erstmals die 5000-Euro-Marke überschritten. Bei rund 863 000 Fällen fielen im Vorjahr pro Kopf 5012 Euro an, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. 2016 waren es noch im Schnitt 4839 Euro gewesen. Die Gesamtkosten für die stationäre Krankenhausversorgung stiegen damit weiter auf 4,3 Milliarden Euro (2016: 4,1 Milliarden).
Dessau-Roßlau
:Deutlich mehr Keuchhusten-Fälle in Sachsen-Anhalt
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Zahl der Keuchhusten-Fälle hat in Sachsen-Anhalt deutlich zugenommen. Bis Ende Oktober gab es bereits 836 Fälle - mehr als im gesamten vergangenen Jahr, wie das Landesamt für Verbraucherschutz auf Anfrage mitteilte. 2017 wurden insgesamt 814 Keuchhustenerkrankungen registriert, bis Ende Oktober waren es 598. Auffällig sei ein hoher Anteil ungeimpfter Erwachsener, erklärte eine Behördensprecherin. Hier müssten Impflücken geschlossen werden. Grundsätzlich sind die Zahlen nach Angaben des Landesamtes aber nicht ungewöhnlich. Hohe Fallzahlen im Abstand von etwa fünf Jahren seien typisch für die Krankheit. Keuchhusten gilt als Kinderkrankheit, es können aber auch Erwachsene daran erkranken.
Hannover (dpa/lni) - Die Vorsitzende der niedersächsischen Ärztekammer, Martina Wenker, will das bestehende Werbeverbot für Abtreibungen erhalten. Vor vielen Jahren sei bei dem Thema ein gesellschaftlicher Kompromiss gefunden worden, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ/Montag). Er berücksichtige zwei Schutzgüter: "Auf der einen Seite die Interessen einer ungewollt Schwangeren, die das Kind nicht bekommen möchte, und auf der anderen Seite das Schutzgut des ungeborenen Kindes. Auch das hat Rechte." Der Kompromiss sei das Angebot einer Beratung für ungewollt Schwangere.
Wiesbaden
:Krankenhäuser: Kostensteigung in Hessen und Rheinland-Pfalz
Wiesbaden (dpa) - Ein Krankenhausaufenthalt wird immer teurer. "Am deutlichsten stiegen die stationären Kosten je Fall in Hessen und Rheinland-Pfalz", berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden. In beiden Bundesländern legten die Kosten jeweils um 5,3 Prozent zu.
Gesundheit
:Kosten für Krankenhausaufenthalte steigen weiter
Wiesbaden (dpa) - Krankenhausaufenthalte in Deutschland werden im Schnitt immer teurer. In manchen Bundesländern überstiegen die durchschnittlichen Kosten pro Fall im Jahr 2017 erstmals die 5000-Euro-Marke, gab das Statistische Bundesamt bekannt. Insgesamt kostete die stationäre Krankenhausversorgung in der Bundesrepublik vergangenes Jahr rund 91,3 Milliarden Euro - das waren 3,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Pro Fall stiegen die durchschnittlichen Kosten auf 4695 Euro an - 4,4 Prozent mehr als 2016.
Mainz
:Zahl jugendlicher Komatrinker sinkt nur leicht
Mainz (dpa/lrs) - Nach einem leichten Anstieg ist die Zahl jugendlicher Komatrinker in Rheinland-Pfalz etwas zurückgegangen - es hat aber einen Zuwachs bei Jüngeren gegeben. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 1418 Kinder und Jugendliche von 10 bis 19 Jahren mit Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus, das sind 7 weniger als im Jahr zuvor, berichtete die Krankenkasse DAK-Gesundheit in Mainz unter Berufung auf das Statistische Landesamt. Im Jahr 2000 waren es insgesamt nur 578 Betroffene im Land.
Erfurt
:Kitas erhalten Qualitätssiegel für Bewegungsfreundlichkeit
Erfurt (dpa/th) - Als "Bewegungsfreundliche Kindertagesstätte" werden in den kommenden Wochen fünf Einrichtungen in Thüringen ausgezeichnet. Den Anfang macht am Montag (12. November/10.00 Uhr) die AWO-Kita "Charlottenheim" in Römhild (Landkreis Hildburghausen), wie der Landessportbund und die Thüringer Unfallkasse mitteilten, die die Auszeichnung vergeben. Ausgewählt wurden Kindertagesstätten, die mit einem regionalen Sportverein zusammenarbeiten und regelmäßige Sportangebote machen.
Hamburg
:Uniklinikum erprobt Online-Therapie für psychisch Kranke
Hamburg (dpa/lno) - Wissenschaftler am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf wollen psychisch kranken Menschen über ein Online-Programm helfen. Dafür haben sie das Versorgungsmodell "Recover" ("gesund werden") entwickelt, wie das Klinikum mitteilte. Derzeit läuft eine Studie, bei der die Vor- und Nachteile der Online-Therapie erforscht werden. Die Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie glauben, dass sie Menschen mit Depressionen, Drogenerkrankungen oder Bipolaren Störungen besser, effizienter und kostengünstiger auf diese Weise versorgen können.
SZ MagazinLösungskolumne
:Darf eine Firma ihre Mitarbeiter zum Fleischverzicht zwingen?
Ein US-Unternehmen hat Braten und Burger aus den Kantinen verbannt und lässt die Angestellten auch keine Fleischgerichte mehr abrechnen. Geht das zu weit - oder noch lange nicht weit genug?
Geschlechterfeststellung
:Puritanische Vorurteile jenseits aller Wissenschaft
In den USA soll das Geschlecht eines Kindes bald anhand der Genitalien bestimmt werden. Das ist rückwärtsgewandt und vor allem unsinnig.
Alternativmedizin
:Mehr Schutz vor Quacksalbern!
In Deutschland werden für viel Geld krude Therapien angeboten. Gesundheitsminister Spahn will nun dagegen vorgehen und zielt besonders auf Heilpraktiker. Er sollte aber auch Schulmediziner ins Visier nehmen.
Stahnsdorf
:Wunsch vieler Frauen nach Hebammenbetreuung bleibt unerfüllt
Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg klaffen Angebot und Nachfrage nach einer Schwangerenbetreuung durch Hebammen immer weiter auseinander. Durch steigende Geburtenzahlen und kürzere Aufenthalte der Schwangeren in den Kliniken kann der Wunsch vieler Frauen nach einer Hebamme immer weniger erfüllt werden. "Der Arbeitsdruck in den Entbindungsstationen ist manchmal unverantwortlich hoch", sagt die Vorsitzende des Hebammenverbands Brandenburg, Martina Schulze. Wegen Personalmangels ist bereits der Kreißsaal der Havelländischen Kliniken in Nauen geschlossen. Schulze hält es für möglich, dass sich das auch an anderen Standorten ereignen könnte.
Hannover
:In ganz Deutschland fehlen Intensivpfleger für Frühchen
Hannover (dpa) - Der allgemeine Mangel an Pflegekräften trifft viele Kliniken, die Frühchen und kranke Neugeborenen behandeln. "Es ist ein bundesweites Problem", sagte die Präsidentin der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, Ursula Felderhoff-Müser. Hintergrund sei auch die schwindende Attraktivität des Berufes, vor allem wegen der schlechten Bezahlung. Zuletzt hatte die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) berichtet, dass sie allein in diesem Jahr 298 schwerkranke Kinder aus anderen Häusern nicht aufnehmen konnte, weil es nicht genug Intensivpflegekräfte gibt.
Gesundheit
:Bereits mehr als 200 Tote durch Ebola im Kongo
Kinshasa (dpa) - Im Kongo sind seit dem Ebola-Ausbruch vor rund zwei Monaten 201 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben.
Warthausen
:Übung: Mit Drohnen gegen die Afrikanische Schweinepest
Warthausen (dpa/lsw) - In einem Wald im Kreis Biberach wird ein verendetes Wildschwein gefunden. Todesursache: Afrikanische Schweinepest. Dabei handelt es sich - vorerst - um ein Übungsszenario, das am Samstag Ausgangspunkt einer großangelegten Übung in Baden-Württemberg war. Geprobt wurde, wie Behörden und Verbände im Falle eines Ausbruchs zusammenarbeiten. "Das Risiko ist hoch, wir breiten uns gezielt auf einen Ausbruch vor", betonte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU).
SZ JetztGesundheit und Scham
:"Die Allermeisten verlassen das Haus nicht mehr"
Nicht nur Alte, auch junge Menschen können inkontinent werden. Drei Betroffene erzählen, wie das Alltag, Kontostand und Sex verändert.
Stuttgart
:Starke Hantavirus-Verbreitung erwartet
Stuttgart (dpa/lsw) - Experten rechnen im kommenden Jahr mit einer deutlichen Zunahme von Hantavirus-Fällen in Baden-Württemberg. Nach einer aktuellen Prognose werden 2019 rund 1360 Fälle im Land erwartet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag sagte. Zuvor hatte die "Südwest Presse" darüber berichtet. Bisher wurden im laufenden Jahr den Daten zufolge landesweit nur 36 Fälle (Stichtag: 15.10.) von Hantavirus-Erkrankungen bekannt. Die Prognose solle auch für vorbeugende Maßnahmen zum Schutz sensibilisieren, erklärte der Sprecher.
Gesundheit
:Experten beobachten Ungleichverteilung von Grippe-Impfstoff
Langen/Frankfurt/Main (dpa) - In manchen Teilen Deutschlands kann man sich nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) derzeit nicht sofort gegen Grippe impfen lassen.
Gesundheit
:Spahn will Heilpraktikern fragwürdige Therapien verbieten
Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will nach einem Medienbericht verbieten, dass Heilpraktiker Patienten mit selbstgemixten Arzneien und fragwürdigen Frischzellen-Therapien behandeln. Dazu seien gesetzliche Regelungen auf dem Weg, berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der Sender NDR. "Patienten müssen sicher sein können, dass ihnen Arzneimittel nicht schaden", sagte Spahn der Zeitung. "Deshalb werden wir Herstellung, Verkauf und Anwendung von Frischzellen verbieten." Geplant ist, das Arzneimittelgesetz entsprechend zu ändern.
Krankenversicherung
:"Eigentlich sollte es uns gar nicht geben"
Zehntausende Menschen in Deutschland sind nicht krankenversichert, darunter viele Kinder. Über einen Münchner Arzt, der sie trotzdem behandelt.
ExklusivGesetzesvorschlag
:Spahn will gefährliche Therapien verbieten
Der Gesundheitsminister will unter anderem Frischzellenkuren stoppen und Heilpraktikern untersagen, Patienten mit selbstgemixten Arzneien zu behandeln.
Globale Gesundheit
:Die Genesung der Welt erlahmt
Lange Zeit schien die Welt immer gesünder zu werden. Doch nun warnen Forscher vor "verstörenden" Entwicklungen: Moderner Lebensstil, globaler Ärztemangel und bewaffnete Auseinandersetzungen bedrohen den Fortschritt.
Donauwörth
:Fast 50 Hepatitis-Infektionen nach Klinik-Skandal
Donauwörth (dpa/lby) - Nach dem Skandal um Hepatitis-C-Infektionen in der Klinik in Donauwörth sind inzwischen nach Angaben des Landratsamtes 49 erkrankte Patienten bekannt. Ein ehemaliger Narkosearzt des Krankenhauses in Nordschwaben soll seine Patienten bei Operationen mit der Leberentzündung infiziert haben. Das Gesundheitsamt hat fast 1300 mögliche Betroffene angeschrieben und Hepatitis-C-Tests empfohlen.
Naumburg (Saale)
:Ärztemangel bereitet Kur-Branche Sorgen
Naumburg (dpa) - Heilbädern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg fehlen immer häufiger die Badeärzte. "In den Kurorten gehen in den nächsten Jahren viele Kur- und Badeärzte, also Hausärzte mit entsprechender Zusatzausbildung in den Ruhestand", sagte der Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes, Karl-Ludwig Resch, am Freitag zum Abschluss des 5. Landesbädertages in Naumburg.
Hannover
:In den Gesundheitsämtern fehlt der Ärzte-Nachwuchs
Hannover (dpa/lni) - Ärztinnen und Ärzte aus Gesundheitsämtern haben am Freitag in Hannover für bessere Arbeitsbedingungen in ihren Behörden demonstriert. In den vergangenen Jahren seien die Stellen im öffentlichen Gesundheitsdienst um etwa 30 Prozent reduziert worden, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert. Zudem könnten freigewordene Stellen wegen der deutlich schlechteren Bezahlung als im Krankenhaus oder beim Medizinischen Dienst nicht neu besetzt werden. Der Unterschied betrage 1000 Euro im Monat. Die Mediziner im öffentlichen Dienst sind unter anderem für Hygienekontrollen und Schuleingangsuntersuchungen zuständig.
Fehlbildungen in Frankreich
:Kinder ohne Hände
Im Osten Frankreichs wurde in den vergangenen Jahren eine Reihe von Babys mit Fehlbildungen der Arme geboren. Nun wächst die Unruhe im Land: Was ist da los?
Dresden
:Mädchen in Dresden an Hirnhautentzündung erkrankt
Dresden (dpa/sn) - Bei einem Mädchen aus einer Dresdner Kita ist am Freitag Hirnhautentzündung festgestellt worden. Es seien unverzüglich etwa 100 Kontaktperson des Kindes aus der Einrichtung und dem persönlichen Umfeld ermittelt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Ihnen verabreiche man präventiv Antibiotika. "Denn je früher wir bei dieser Krankheit eingreifen, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie bei den Kontaktpersonen gar nicht erst ausbricht beziehungsweise weitergetragen wird", sagte der Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes Dresden, Jens Heimann.
Gesundheit
:Arzt fordert mehr Therapie für extrem dicke Kinder
Wiesbaden (dpa) - Manche extrem dicken Kinder und Jugendliche haben bereits eine Herzmuskelverdickung oder andere Symptome, wie sie sonst erst im Alter ab 50 Jahren vorkommen.
Medizin
:Siamesische Zwillinge aus Bhutan erfolgreich getrennt
Melbourne (dpa) - In einer sechsstündigen Operation haben Ärzte in Australien am Freitag siamesische Zwillinge aus dem Himalaya-Staat Bhutan erfolgreich getrennt.
Bad Neustadt an der Saale
:Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum mit starkem Gewinnplus
Bad Neustadt (dpa/lby) - Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum profitiert von einer Vereinbarung zur Forschungsfinanzierung mit dem Land Hessen. Beide Seiten hatten sich nach langem Hin und Her darauf geeinigt, dass das Land künftig mehr Geld für Forschung und Lehre an den zum Konzern gehörenden Universitätskliniken Gießen und Marburg zahlt. "Nach Jahren des Disputs werden wir jetzt adäquat vergütet", sagte der Vorstandsvorsitzende Stephan Holzinger. Diese sogenannte Trennungsvereinbarung verhilft dem Konzern in diesem Jahr zu zusätzliche Einnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Bad Neustadt mitteilte. Auch künftig werde sich die zunächst bis 2021 geltende Regelung positiv auswirken.
Kassel
:Wenn der Bruder psychisch krank wird: Netzwerk hilft
Kassel (dpa/lhe) - Ein neues überregionales Netzwerk will Geschwistern psychisch erkrankter Menschen helfen. Die Betroffenen müssten mit vielen Widersprüchen klarkommen, empfänden gleichzeitig Wut, Trauer und Zuneigung gegenüber dem kranken Geschwisterkind, erklärte Gründungsmitglied Reinhard Peukert im Vorfeld eines so genannten Geschwistertreffens in Kassel. Sie fühlten sich oft schwach, müssten aber stark sein, weil die Aufmerksamkeit der Eltern dem kranken Bruder oder der kranken Schwester gelte. Daher gebe es einen großen Anteil von Geschwistern, die selbst Störungen entwickelten. Bisherige Hilfsangebote richteten sich eher an die Eltern psychischer Kranker.
Gesundheit
:Deutschland in Spitzengruppe bei medizinischem Personal
Seattle (dpa) - Was haben Deutschland, Island und Kuba gemeinsam? Sie gehören zu den 15 Ländern der Welt mit dem meisten medizinischen Personal. Das geht aus einer der weltweit größten Gesundheitsstudien hervor, die in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde.
Gesundheit
:Leistungsfähiger mit Koffein
Berlin (dpa-infocom) - Als Genuss- und Aufputschmittel ist Koffein in Kaffee, schwarzem Tee, Cola und Schokolade zu finden. Der beliebte Wachmacher wirkt aber nicht nur stimulierend und vertreibt vorübergehend Müdigkeit, er kann auch helfen, die sportliche und geistige Leistung zu verbessern.
Pflegeversicherung
:Spahn: Kinderlose sollen mehr für Pflege und Rente einzahlen
Berlin (dpa) - Kinderlose sollten nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn merklich mehr in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen als Eltern. Dies sei eine Gerechtigkeitsfrage, schreibt Spahn in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Er sage dies ganz bewusst als "selbst Kinderloser", der bereit sei, finanziell mehr zur Zukunftsfähigkeit des Systems beizutragen. Derzeit liegt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung für Kinderlose bereits um 0,25 Prozentpunkte höher als für Versicherte mit Kindern.
Nuthetal
:Wissenschaftler: Im Alter viel Wasser trinken
Potsdam (dpa/bb) - Brandenburger Ernährungswissenschaftler raten dazu, auch im Alter auf gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Für ältere Menschen gelten im Grunde die gleichen Empfehlungen wie für andere Altersklassen auch, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam am Donnerstag mitteilte. Viel Obst und Gemüse, wenig rotes Fleisch und ausreichend trinken, "am besten viel Wasser", sagte der Leiter der Abteilung für Molekulare Epidemiologie beim DlfE und Professor für Ernährungswissenschaft an der Uni Potsdam, Mathias Schulze.
Studie der Grünen
:Aufregung um Pestizide im Haar
Eine von den Grünen beauftragte Analyse weist angeblich gefährliche Substanzen im Haar von Europäern nach. Der Blick auf die Testergebnisse zeigt jedoch: Es geht nicht um Gesundheit, sondern um Alarmismus.