Zu Beginn seiner Deutschland-Reise kündigt der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao an, schärfer gegen den Diebstahl von geistigem Eigentum vorgehen und in Zukunft mehr Waren in Deutschland einzukaufen.
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Cyber-Attacke auf US-Zeitung: Monatelang sollen die Computer der "New York Times" von China aus ausspioniert worden sein. Dass die Übergriffe mit der Berichterstattung über die Familie von Premier Wen Jiabao begannen, dürfte kein Zufall sein.
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Kurz vor dem Machtwechsel im November sieht sich Chinas Elite der nächsten Belastungsprobe ausgesetzt: Der Bericht über das Milliardenvermögen der Verwandten von Premier Wen Jiabao nährt den Verdacht, die gesamte politische Klasse sei korrupt. Lange akzeptierte das Volk den Wohlstand chinesischer Funktionäre - doch nun könnte das Staatswesen ernsthaft Schaden nehmen.
Von Sebastian Krassmehr...
Über 2,1 Milliarden Euro verfüge die Familie des chinesischen Premierministers Wen Jiabao, so stand es in der "New York Times". In einem öffentlichen Schreiben seiner Anwälte streitet der Regierungschef die Behauptungen der Zeitung ab - und kündigt weitere "Klarstellungen" an.
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Die Familie des chinesischen Premiers Wen Jiabao sieht sich nach dem Bericht über ihre Reichtümer zum Dementi genötigt - eine Premiere. Doch was kriegt die Bevölkerung von den Enthüllungen überhaupt mit? Die Zensoren löschen geschwind jede Spur im Netz und werden selbst in Blogs aktiv.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Die Zuschauer waren verblüfft: Mitten in der Auftaktrede des chinesischen Ministerpräsidenten beim EU-China-Gipfel in Brüssel blendete der offizielle TV-Sender der EU die Übertragung aus. Das Signal dazu kam aus der chinesischen Delegation.
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Mit 13 Ministern ist Chinas Premier Wen Jiabao nach Deutschland gekommen: In Berlin tagen heute die Kabinette beider Länder, für die Wirtschaft geht es um Aufträge in Milliardenhöhe. Kanzlerin Merkel schwärmt vom großen gegenseitigen Vertrauen - und Wen revanchiert sich. Sogar die Gespräche zur Menschenrechtssituation in China seien "freundlich" verlaufen.
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"Freie Fahrt für die Wirtschaft, wer braucht da noch Menschenrechte?" Dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao verrutscht im richtigen Moment der Kopfhörer. Kanzlerin Merkel schickt ihren Regierungssprecher los. Und ein NDR-Reporter rettet die Ehre der deutschen Medien - mit einer chinesischen Winkekatze. Protokoll eines denkwürdigen Abschlusses der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.
Von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
22 Abkommen, 14 Vereinbarungen, 13 mitgereiste Minister: Erstmals ist ein chinesischer Ministerpräsident zu Regierungskonsultationen nach Berlin gekommen, heute beginnen die Gespräche zwischen Wen Jiabao und Kanzlerin Merkel. Dabei steht die Wirtschaft ganz oben auf der Tagesordnung - die Menschenrechte eher weiter unten.
Von Daniel Brössler und Karl-Heinz Büschemann, Berlinmehr...
"Filmstar Wen Jiabao": Chinas Polizei versucht, die Veröffentlichung eines kritischen Buchs über den Premier zu unterbinden. Die Beamten beschweren sich auch bei Autor Yu Jie, weil sie seine Texte nicht verstehen.
Von Henrik Bork, Pekingmehr...
Anfangs galt Wen Jiabao als farblos. Heute ist er der beliebteste Politiker Chinas - und wird mit jeder Katastrophe populärer.
Von Janis Vougioukasmehr...
Chinas Regierungschef Wen Jiabao beginnt seine Europareise mit einem Besuch auf einem Bauernhof und bei Audi in Ingolstadt.
Von Von Hans Kratzermehr...
Meinung
Der staatlich gesteuerte Turbokapitalismus made in China kauft sich in Deutschland und Europa ein. Peking erhöht so seine politische und ökonomische Macht. Daraus entsteht Abhängigkeit - und die macht duldsam. Bei aller Euphorie über expandierende Märkte, neue Arbeitsplätze und gute Gewinne: Im Falle Chinas muss das keine gute Nachricht sein.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Viele wollten glauben, dass Chinas Wirtschaft ewig so weiterwächst. Sie werden enttäuscht: Das Wachstum ist zu Beginn des Jahres auf 7,7 Prozent gesunken. Die Schulden der Chinesen machen mittlerweile auch der Weltbank Sorgen.
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Im vergangenen Jahr gab es gar keinen Preis in der Kategorie Literatur, dieses Jahr ist er hochpolitisch: Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" erhält den Pulitzer-Preis. Die "New York Times" erhält vier Auszeichnungen.
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Wenn in Peking die 3000 Delegierten des Nationalen Volkskongresses zusammenkommen, sind die wichtigen Entscheidungen bereits gefallen. Dennoch inszeniert Chinas Führung die Veranstaltung seiner Kommunistischen Partei als großes Ereignis.
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Smogwolken über den Städten, Mangel an Frauen, Korruption: Auf dem Nationalen Volkskongress soll Xi Jinping zum neuen Staatspräsidenten Chinas ernannt werden. Wenn er den Glauben der Bevölkerung an die Regierung zurückgewinnen will, muss er sich den drängendsten Problemen des Landes stellen.
Eine Übersicht von Barbara Galaktionow und Antonie Rietzschelmehr...
In blumigen Worten preist Chinas scheidender Premier Wen Jiabao beim Volkskongress seine Amtszeit - und stellt einige Weichen für seinen Nachfolger: Die Wirtschaft des kommunistischen Landes soll um sieben Prozent wachsen und das Militär deutlich aufrüsten.
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Die Pekinger Bürokratie gilt als aufgebläht, das soll sich nach dem Generationswechsel ändern: Die neue kommunistische Führung in China will seine Arbeit bündeln. In dem korruptionsgeplagten Land sollen kommerzielle und administrative Aufgaben stärker getrennt werden.
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"Patriotismus, Reform und Innovation": Zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses beschwört Chinas neuer Staatschef Xi Jinping die Stärke seiner Nation. Auch das Thema Korruption will er auf seine Agenda setzen.
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Tradition ist gut, Erfolg ist besser: Nach diesem Motto haben sich die Chefs der New York Times Company für eine Umbenennung der "International Herald Tribune" entschieden. Künftig soll die Strahlkraft der "New York Times" besser genutzt werden.
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Auch das "Wall Street Journal" ist wohl Opfer von Hackerattacken aus China geworden. Ziel der Spionageangriffe war es, die China-Berichterstattung zu überwachen. Grund könnten kritische Berichte über den Reichtum der Familie von Regierungschef Wen Jiabao sein.
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Meinung
Die Chinesen sind einiges von ihren Mächtigen gewohnt. Dass die Kader sich aber nicht nur Millionen, sondern Milliarden Dollar unter den Nagel reißen, ist eine neue Dimension der Vetternwirtschaft und Korruption. Der Fall Wen Jiabao zeigt, wie verdorben das System wirklich ist.
Ein Kommentar von Kai Strittmattermehr...
Besitzt die Familie von Chinas Premier Wen Jiabao wirklich Milliarden Dollar? Die Kommunistische Partei Chinas will das untersuchen lassen. Laut einer chinesischen Zeitung war es Wen selbst, der darum gebeten hat.
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Er stellt sich stets als bescheidener Staatsdiener dar, doch dieses Bild bekommt Risse: Einem Bericht der "New York Times" zufolge haben Angehörige von Chinas Premier Wen Jiabao über verschiedene Beteiligungen ein Vermögen von 2,7 Milliarden Dollar angehäuft. Die Menschen in China konnten den Bericht allerdings nicht lesen. Peking reagierte sofort mit Zensur.
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