In einem beispiellosen Massaker tötete Anders Behring Breivik in einem Zeltlager auf der norwegischen Insel Utøya 69 Menschen, die meisten von ihnen Jugendliche. Zuvor hatte der islamfeindliche Rechtsextremist im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe gezündet, die acht Menschen das Leben kostete. Am 16. April hat der Prozess gegen den Mann begonnen, der für Norwegen zum nationalen Trauma geworden ist.
Sie gingen mit ihm zur Schule, waren Arbeitskollegen oder WG-Mitbewohner: In Oslo haben frühere Freunde des norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik ausgesagt. Sie erinnern sich einen Kumpel, der "offen, ehrlich, gesellig" war - aber immer mehr zum Einzelgänger und Wunderling wurde.
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Gunnar Herrmann, Oslomehr...
"Aufmerksam, konzentriert und organisiert" sei er, seine Denkprozesse "adäquat". Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik könnte nach den Ergebnissen einer dreiwöchigen Dauer-Beobachtung im Gefängnis doch als zurechnungsfähig eingestuft werden.
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Verzweiflungstat vor dem "Tinghus": Am Nachmittag hat sich in Oslo ein Mann selbst angezündet - vor dem Gericht, in dem derzeit der Prozess gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik stattfindet.
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Sie versteckten sich im Wald oder schwammen im eiskalten Wasser um ihr Leben: Im Prozess gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik sagen nun die Überlebenden des Massakers von Utøya aus. Die Zuschauer sind bewegt von der Kraft der jungen Menschen im Zeugenstand.
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Annette Ramelsberger, Oslo, und Lena Jakatmehr...
Mit großer Disziplin haben Angehörige und Überlebende den Prozess gegen Anders Breivik in Oslo verfolgt - bislang: Der Bruder eines Opfers hat im Gerichtssaal einen Schuh nach dem geständigen Massenmörder geworfen. Einige Zuschauer applaudierten.
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Schicksal um Schicksal: Im Prozess gegen Anders Breivik rekonstruieren Ermittler, Mediziner und Anwälte minutiös den Tod aller 69 Menschen, die der Rechtsextreme auf Utøya tötete. Für die Angehörigen ist es eine schwere Prüfung. Nur Breivik verfolgt die Bilanz seines Mordens ohne Regung.
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Gunnar Herrmannmehr...
Anderthalb Stunden mordete Anders Behring Breivik auf der Ferieninsel Utøya. Anderthalb Stunden, die die Überlebenden des Massakers wohl nie vergessen werden. Einige nehmen dennoch die schmerzhafte Konfrontation mit dem Trauma vom 22. Juli 2011 auf sich - und sitzen ihrem Peiniger Anders Behring Breivik im Zeugenstand gegenüber.
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Sie wollten nur ihre Freizeit auf Utøya genießen, als Breivik plötzlich um sich schoss. Die Überlebenden des Massakers sollen im Prozess gegen den Massenmörder nun selbst zu Wort kommen - unter anderem darüber, wie lang es dauerte, bis Hilfe kam. Eine Chronologie des Tages, der Norwegen veränderte.
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Es handelt von Kindern, die gemeinsam unter dem Regenbogen leben: Das Lied "Barn av regnbuen" lernen viele Norweger schon im Kindergarten. Doch vor Gericht verunglimpft es der Massenmörder Anders Breivik als marxistische "Gehirnwäsche". Zehntausende Menschen haben sich in Oslo versammelt, um dagegen anzusingen.
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Gunnar Herrmannmehr...
Die Rechtspsychiater im Osloer Gerichtssaal stehen vor einem schier unlösbaren Problem. Erklären sie Anders Behring Breivik für unzurechnungsfähig, setzen sie sich Kritik aus. Tun sie es nicht, tun sie ihm einen Gefallen.
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"Wir müssen das auf würdige Weise machen": Auch der sechste Prozesstag gegen Anders Behring Breivik offenbart neue Grausamkeiten der Attentate von Oslo und Utøya. Während im Gerichtssaal der Angeklagte seine Taten verherrlicht und seine Opfer verhöhnt, erwächst draußen vor dem "Tinghus" abermals ein Rosenmeer.
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Johanna Brucknermehr...
Selbst die grausamsten Details schilderte Norwegens Attentäter Anders Behring Breivik bislang ohne erkennbare Emotion. Das Gericht widmet Tag fünf des Prozesses der Gefühlsverfassung des Angeklagten - der deutlich macht, dass er nicht die Absicht hat, seinen emotionalen "Schutzschild" abzulegen.
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Lena Jakat und Hans Holzhaidermehr...
Dem Gerichtsverfahren gegen den Attentäter Anders Behring Breivik kann man sich in Norwegen kaum entziehen. Die Gesellschaft solle mit mehr Demokratie und Freiheit auf die Verbrechen reagieren, fordern Presse und Politik. Aber das ist leicht gesagt. Acht Norweger schildern ihre Sichtweise auf das Verfahren.
Protokolle:
Lena Jakat, Fabian Uebbing, Felicitas Kockmehr...
Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik erläutert vor Gericht viele mögliche Anschlagsszenarien. Dass er schließlich Utøya als Ziel wählte, lag seiner Aussage zufolge an seinem mangelnden Erfolg als Bombenbauer. Nach den Ausführungen zu seinen Plänen für Utøya wird die weitere Vernehmung zum Massaker auf der Insel vertagt.
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Genervt und beleidigt reagiert der Angeklagte auf unbequeme Nachfragen: An Tag drei des Verfahrens in Oslo soll sich Anders Behring Breivik zu seiner rechtsextremen Radikalisierung erklären. Immer besser gelingt es der Staatsanwaltschaft, den Attentäter zu entlarven - als Einzeltäter, der sich ein menschenverachtendes Weltbild zusammengesponnen hat.
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Anders Behring Breivik hat bereits in seinem "Manifest" deutlich gemacht, dass er auf maximale Propaganda aus ist. Doch Norwegens Medien wollen ihm während des Prozesses in Oslo keine Bühne bieten. Was soll also aus dem Gerichtssaal nach draußen dringen und was besser nicht? Nach anfänglicher Unsicherheit lässt sich ein Sinneswandel beobachten.
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Gunnar Herrmann, Oslomehr...
Etliche Überlebende und Hinterbliebene der Anschläge von Norwegen verfolgen das Verfahren gegen Anders Behring Breivik im Osloer Gerichtssaal. Wie wirkt der Prozess auf sie? Ein Gespräch mit dem Traumatherapeuten Christian Lüdke über wiederkehrende Bilder, Schuldgefühle und Aufarbeitung.
Interview:
Lena Jakatmehr...
Er brüstet sich, "den raffiniertesten und spektakulärsten politischen Angriff in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg" begangen zu haben: Zu Beginn des zweiten Prozesstages in Oslo musste ein Laienrichter ausgetauscht werden, zur Stunde sagt nun Anders Behring Breivik aus. Trotz Ermahnung der Richterin verhöhnt der Angeklagte seine Opfer - und äußert sich bewundernd über das islamistische Terrornetzwerk al-Qaida.
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