Ein Land, das allen Menschen ein Zuhause bietet, Einheimischen und Eingewanderten. Das soll, das will Deutschland bis 2030 sein. So hat es sich die Bundesregierung schon in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen. In sieben Jahren soll es keine Wohnungs- oder Obdachlosen mehr geben, soll jede und jeder eine feste Bleibe haben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für ein Land, das eines der reichsten auf der Welt ist und dessen eherne Regel doch lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wohnen ist Teil der Würde. Trotzdem wird das Ziel wohl nicht zu erreichen sein, zumindest nicht rechtzeitig.
Sozialer Wohnungsbau:Ohne Wohnung keine Würde
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Obdachloser in Berlin: Bis 2030 soll jede und jeder eine Wohnung haben - aber dafür wird zu wenig gebaut.
(Foto: Rolf Zöllner/imago images)Hunderttausende haben keine feste Bleibe, Millionen können sich ihr Zuhause eigentlich nicht leisten. Deutschland hat ein riesiges Problem. Zeit, dass etwas passiert.
Kommentar von Stephan Radomsky
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