KuriosErlebnisse von SZ-Redakteuren

Mitten in ... Madrid

Noelia Martínez Menéndez ist wieder in Madrid; sie hatte eine Zeit lang in Honduras gearbeitet, für eine spanische Nichtregierungsorganisation namens ACPP. Vor einigen Monaten brachten sie die Wirren um den von Putschisten abgesetzten und zunächst außer Landes geflogenen Präsidenten Manuel Zelaya in eine, nun, privilegierte Lage. Ihre Wohnung lag gegenüber der brasilianischen Botschaft, in der Zelaya nach seiner überraschenden Rückkehr seit September Unterschlupf findet.

Spanische Medien riefen Noelia an, weil sie schildern konnte, was vor ihrer Haustür geschah. Zum Beispiel, wie Sicherheitskräfte vor der Botschaft gegen Sympathisanten Zelayas vorgingen. Schlimm sei das gewesen, die Gewalt und, vor allem, das Tränengas einzuatmen. Einerseits.

Andererseits: "Danach waren endlich die Kakerlaken aus meiner Wohnung weg."

(Javier Cáceres, SZ vom 19./20.12.2009)

Foto: Reuters

29. Januar 2010, 16:282010-01-29 16:28:00 © sde