SZ am Abend:Nachrichten am 24. Oktober 2021

Pigeons fly in front of a large poster of Turkish President Tayyip Erdogan in Bursa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat mit seinem Ansinnen, zehn Botschafter in seinem Land zu unerwünschten Personen zu erklären, heftige Kritik hervorgerufen.

(Foto: GORAN TOMASEVIC/REUTERS)

Was am Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Kassian Stroh

Nachrichten kompakt

"Unglaubliche außenpolitische Eskalation". Politiker von CDU, FPD und Grünen verurteilen den türkischen Präsidenten Erdoğan scharf und fordern Konsequenzen. Der hatte zuvor seinen Außenminister angewiesen, die Botschafter Deutschlands und neun weiterer Staaten zu unerwünschten Personen zu erklären - darauf folgt üblicherweise eine Ausweisung. Die zehn Diplomaten hatten sich für den Kulturmäzen Osman Kavala stark gemacht, der seit vier Jahren ohne Schuldspruch inhaftiert ist, und ein faires Verfahren eingefordert. Zum Artikel

Ein Angriff nach außen als Verteidigung nach innen. Der türkische Präsident steht vor allem wegen der schlechten Wirtschaftslage in seinem Land unter Druck. Mit der Attacke gegen die Botschafter will Erdoğan die Bevölkerung hinter sich versammeln. Zum Artikel

Hendrik Wüst wird Laschets Nachfolger in NRW. Die CDU in Nordrhein-Westfalen macht den Landesverkehrsminister mit gut 98 Prozent der Stimmen zu ihrem neuen Vorsitzenden. Am Mittwoch soll ihn der Landtag dann zum Ministerpräsidenten wählen. In beiden Ämtern folgt er CDU-Chef Armin Laschet nach. Diesen feiern die Delegierten des Parteitags trotz der Niederlage als Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl. Zum Artikel (SZ Plus)

Alec Baldwin erhielt Waffe als "Cold Gun". Wie konnte der Schauspieler die Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Requisitenpistole am Set des Films "Rust" erschießen? Neue Details des Tathergangs werden bekannt. Offenbar hatte es bei den Dreharbeiten bereits vor dem Todesfall Beschwerden von Mitarbeitern gegeben. Zum Artikel

Seehofer will Schutz der Grenze zu Polen "falls notwendig" verstärken. Nach Möglichkeit sollte es innerhalb Europas gar keine Grenzkontrollen mehr geben, sagt der Bundesinnenminister. Doch man müsse wissen, wer ins Land kommt. Daher sei der polnische Bau eines Zauns an der Grenze zu Belarus "legitim" - wegen der vielen Flüchtlinge, die von dort kämen. Entlang von Oder und Neiße seien bereits acht Hundertschaften der deutschen Bundespolizei im Einsatz. Zum Artikel

Orbán nutzt Gedenken an Revolution von 1956. Vor 65 Jahren begann in Budapest der Volksaufstand gegen die kommunistische Herrschaft. Der ungarische Regierungschef lässt am Wochenende Zehntausende Anhänger aus dem ganzen Land in die Hauptstadt kommen und eröffnet mit einer Brandrede gegen die EU seine Kampagne für die Parlamentswahl im kommenden Frühjahr. Aber auch die Opposition geht auf die Straße. Zum Artikel

Zweiter Sieg ohne Trainer. Erneut muss der FC Bayern auf seinen an Covid-19 erkrankten Coach Nagelsmann verzichten, erneut gewinnt er - und zwar mit 4:0 gegen Hoffenheim. Die Mannschaft beweist in sportlicher Hinsicht Stabilität und erlebt die größte Fankulisse im eigenen Stadion seit mehr als eineinhalb Jahren. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen des Tages:

Das Wichtigste zum Coronavirus:

Debatte über Kimmichs Nicht-Impfung. Der Fußball-Nationalspieler bestätigt, dass er sich bisher nicht gegen das Coronavirus hat immunisieren lassen. Das wirft einige Fragen auf - auch weil er zusammen mit seinem Mitspieler Goretzka eine eigene Spenden-Initiative "We Kick Corona" ins Leben gerufen hat. Beim FC Bayern werden Stimmen laut, die Kimmich eine Impfung nahelegen. Zum Artikel

Sieben-Tage-Inzidenz deutlich über 100. Erstmals seit Mai errechnet das Robert-Koch-Institut für Deutschland einen Inzidenzwert von mehr als 100. Kroatien und Bulgarien gelten nun als Hochrisikogebiete. Trotz rapide steigender Corona-Zahlen schließt die britische Regierung einen neuerlichen Lockdown aus. Zu den Corona-Meldungen

Das hat am Wochenende viele interessiert

Ein Königreich für einen Fahrer. Im Hafen von Felixstowe an der englischen Ostküste bleiben die Container liegen, viele Schiffe können nicht mehr anlegen. Und im Pub fragen sich die Arbeiter, wie sie aus diesem Brexit-Schlamassel nur wieder rauskommen. Zum Artikel (SZ Plus)

Die Frau hinter der Kamera. Halyna Hutchins galt als aufstrebendes Talent in der Branche. Nun trauert Hollywood um die Frau, die von Alec Baldwin erschossen wurde. Zum Artikel

Wenn die Tochter nicht mehr anruft. Viele Menschen entfremden sich im Laufe ihres Lebens von den eigenen Eltern. Bestimmte Ereignisse und Verhaltensweisen können diese Entwicklung verstärken. Doch das muss auch nicht so bleiben. Zum Artikel (SZ Plus)

Zu guter Letzt

Wer hat den schönsten Bart? In der Westernstadt Pullman City nahe dem niederbayerischen Eging am See messen sich Männer in Sachen Gesichtsbehaarung - in Kategorien wie "Dalí", "Kaiserlich" oder "Musketier". Zum Artikel

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