bedeckt München 32°

SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Kundgebung gegen rechte Gewalt

Ein Teilnehmer hält bei einer Kundgebung gegen rechte Gewalt und anlässlich des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke ein Plakat mit dem Bild Lübckes.

(Foto: dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Stephan E. gesteht Mord an Walter Lübcke. Grund für die Tat soll E.s Empörung über Lübckes Äußerungen zur Aufnahme von Geflüchteten im Jahr 2015 gewesen sein. E. behauptet, er habe alleine gehandelt und keine Mittäter und Mitwisser gehabt. Ob er Einzeltäter ist oder nicht: Mit seinen Ansichten ist er leider nicht allein, kommentiert Annette Ramelsberger. Im Podcast erklärt Ronen Steinke, wie rechter Terror in Deutschland ein Klima der Angst schafft.

Polizei hätte Angeklagtem im Missbrauchsfall Lügde früher auf die Spur kommen können. Es gab schon vor 20 Jahren erste konkrete Hinweise auf den mutmaßlichen Haupttäter Andreas V. Ein Staatsanwalt verfolgte die Spur zum Campingplatz aber nicht weiter. Von Britta von der Heide, Jana Stegemann und Ralf Wiegand

Bundestag debattiert über Organspende. "Es geht nicht ums Gewinnen", sagt Gesundheitsminister Spahn. Kritiker werfen ihm vor, die von ihm favorisierte Widerspruchslösung setze auf die "Trägheit der Bevölkerung". Sie plädieren für eine bewusste Entscheidung möglicher Organspender, berichtet Kristiana Ludwig.

Prozess um Gruppenvergewaltigung in Freiburg startet mit Appell. Der Fall sorgte in Freiburg und darüber hinaus für Entsetzen: Eine Gruppe junger Männer, die meisten Asylbewerber, sollen eine 18-Jährige sexuell missbraucht haben. Die Anklageschrift beinhaltet widerwärtige Details, doch die Verteidigung betont, dass manches davon nur schwer zu beweisen sei. Aus dem Gericht berichtet Thomas Hummel.

Merkel will Tabakwerbung verbieten. Bei der Regierungsbefragung macht die Kanzlerin ihre Haltung zur Tabak-Außenwerbung mehr als deutlich. Ihre Aussagen erzeugen Unruhe in der Unionsfraktion. An deren Widerstand war das Verbot bislang gescheitert. Von Robert Roßmann

Drogen töteten 2017 weltweit mehr als eine halbe Million Menschen. Die Zahl veröffentlicht das UN-Büro für Drogen- und Vebrechensbekämpfung. Bis zu 35 Millionen Drogensüchtige auf der Welt benötigten demnach medizinische Behandlung. Opioide seien etwa in Nordamerika für einen sprunghaften Anstieg an Überdosis-Toten verantwortlich. Zur Meldung

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

"Es gibt so viele Menschen, die einfach nur leben wollen." Nach einer Notoperation geben die Ärzte Kevin Kerrutt nur noch wenige Wochen. Dann bekommt er ein Spenderherz - und setzt sich heute für die Widerspruchslösung bei der Organspende ein. Interview von Philipp Saul

Probelauf für die rechtsextreme Revolution. Erst Chemnitz, dann das ganze Land: Wie eine Gruppe von Männern nach Überzeugung der Ermittler von Sachsen aus einen rechtsextremen Umsturz geplant haben soll. Von Lena Kampf, Sebastian Pittelkow, Katja Riedel und Annette Ramelsberger

Ab 35 Grad ist das Büro tabu. Dürfen Arbeitnehmer einfach freimachen, wenn das Klima im Büro unerträglich ist? Die wichtigsten Hitze-Regeln im Job.

SZ-Leser diskutieren​

Wird rechter Terror in Deutschland unterschätzt? Nicht nur unterschätzt, findet Christian Döß: "Eine echte Entnazifizierung hat in Deutschland niemals stattgefunden. Weder in der Politik noch in der Justiz und den Herzen zu vieler Menschen. Stattdessen hat man Rechtsextremisten unter dem Deckmantel der Freiheit Raum gegeben, den sie nicht verdienen. Nicht gestern, nicht heute, nicht morgen." Und Goldi53 schreibt: "Dass rechtes Gedankengut in Justizkreisen latent vorhanden ist, ist seit dem Fall Maaßen und seinen aktuellen Äußerungen zur AfD offensichtlich." Diskutieren Sie mit.