SZ Espresso Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Irans Präsident Rohani (rechts)

(Foto: AFP)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Xaver Bitz

Der Tag kompakt

Iran setzt Vertragspartnern 60-Tage-Frist. Falls in dieser Zeit keine neuen Bedingungen für das Atomabkommen vereinbart werden, wird Teheran wieder eine höhere Urananreicherung aufnehmen. Das kündigt Präsident Rohani an. Mehr dazu. Währenddessen versuchen Hardliner in Washington alles, um Iran zu provozieren. Die Situation erinnert an den Irakkrieg 2003, kommentiert Paul-Anton Krüger.

Regierung beschließt Erhöhung des Wohngeldes. Hunderttausende Haushalte mit geringem Einkommen sollen schon im kommenden Jahr von dem Gesetzentwurf profitieren. Zur Nachricht

EXKLUSIV Drogenbeauftragte rügt Länder wegen Umgang mit Süchtigen. Abhängigen werde in Gefängnissen eine fachgerechte Hilfe vorenthalten, kritisiert Marlene Mortler. Besonders in Bayern ist für Inhaftierte der Zugang zu Therapien nur schwer zugänglich. Von Ronen Steinke

EXKLUSIV Mütter verdienen nach Elternzeit zehn Prozent weniger. Einen Tag im Jahr werden Mütter geehrt und gefeiert. Im Job werden sie allerdings das ganze Jahr über benachteiligt, zeigt eine Studie. Von Alexander Hagelüken

Italienischer Regierungschef entlässt Staatssekretär der Lega. Giuseppe Conte stellt Armando Siri von der rechten Partei wegen eines Spendenskandals frei. Die Personalie verschärft den Konflikt zwischen den beiden populistischen Regierungsparteien. Mehr dazu

Weiterer Beschuldigter im Fall Lügde. In dem Missbrauchsfall auf dem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen soll auch ein geistig behinderter junger Mann involviert sein. Damit ermittelt die Polizei nun gegen acht Beschuldigte. 41 Mädchen und Jungen wurden zum Opfer teils schweren sexuellen Missbrauchs. Die Details

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Der soziale Frieden ist in Gefahr. Die reichsten Deutschen sind seit 1991 reicher geworden, die ärmsten aber ärmer. In Frankreich führt das schon zu gewaltsamen Protesten, in Deutschland mehren sich die Zeichen dafür. Der Staat muss eingreifen. Kommentar von Harald Freiberger

ORF distanziert sich von Böhmermann-Interview. Der deutsche Satiriker sorgt in einer TV-Sendung in der Debatte um Pressefreiheit in Österreich für Diskussionsstoff. Noch während der Sendung distanzierte sich die Moderatorin im Namen des ORF von Böhmermanns Aussagen. Von Theresa Hein

"Wir werden uns unser Recht zurückholen." Der bisherige Sieger der Bürgermeisterwahl in der türkischen Metropole zeigt sich empört. Andere Oppositionsparteien solidarisieren sich. Im Ausland werden Zweifel an dem Entschluss laut. Von Christiane Schlötzer

SZ-Leser diskutieren​

Teilausstieg aus Atomabkommen - eine neue Gefahr für den Weltfrieden? Logisch, findet Jo. "Man betreibt nicht den Aufwand, um Uran nur aus Spaß anzureichern. Jede einzelne Bombe, die gebaut wird, ist eine Bombe zu viel." Tisogno schreibt: "Die Bedrohung für den Weltfrieden heißt Trump. Nicht der Iran hat den Atomdeal platzen lassen, sondern die USA. Und es sind auch die USA, die jetzt martialische Signale aussenden, wie z.B. mit der Verlagerung von Kriegsmarine oder der Reiseplanänderung ihres Außenministers." Old harold zufolge beweist der Fall, "dass die EU nur ein machtloses Schoßhündchen der USA ist. Sie darf zwar ein wenig kläffen, Entscheidungen werden jedoch ausschließlich in Washington getroffen." Diskutieren Sie mit.