bedeckt München 11°

SZ Espresso:Spahn rechtfertigt Vorgehen bei Impfstoff-Beschaffung, FFP2-Maskenpflicht in Bayern, Rüge für Trump

Bundestag

Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Regierungserklärung am Mittwoch.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Matthias Fiedler

Coronavirus

Spahn verteidigt Vorgehen der Regierung beim Beschaffen des Impfstoffes. Dem Gesundheitsminister wird vorgeworfen, zu spät und zu wenig Vakzin bestellt zu haben. In einer Regierungserklärung rechtfertigt er das Vorgehen auf europäischer Ebene. Voraussichtlich im Sommer werde sich in Deutschland jeder impfen lassen können. Spahn positioniert sich weiter gegen eine Impfpflicht. Die Details

Bayern: Kinder werden von FFP2-Maskenpflicht ausgenommen. Das hat Ministerpräsident Söder bekannt gegeben. Die Masken müssten erst ab einem Alter von 15 Jahren getragen werden. Von kommendem Montag an gilt in Bayern in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Zur Nachricht. Wie FFP2-Masken schützen, erklärt Werner Bartens (SZ Plus).

Schweiz verlängert und verschärft ihre Maßnahmen. Von Montag an bleiben alle Geschäfte geschlossen, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen. Zudem müssen Arbeitgeber Home-Office anordnen, wo immer dies möglich ist. Mehr Nachrichten weltweit

Außerdem wichtig:

Was sonst noch wichtig ist

Human Rights Watch stellt Trump vernichtendes Zeugnis aus. "Donald Trump war ein Desaster für die Menschenrechte", sagt HRW-Chef Roth bei der Vorstellung des Jahresberichts in Genf. Trump habe seine Pflicht missachtet, vor Gewalt und Gefahren geflüchteten Menschen Schutz zu gewähren. Die Details. Im Laufe des Tages entscheidet das Repräsentantenhaus über die Anklageschrift, die dem US-Präsidenten "Anstiftung zum Aufstand" vorwirft, schreibt Hubert Wetzel.

Wieso Pompeo seine Europa-Reise abgesagt hat. Bevor seine Amtszeit endet, wollte der US-Außenminister noch mal Belgien und Luxemburg besuchen. Dann hörte der Trump-Loyalist, was der luxemburgische Außenminister Asselborn über den US-Präsidenten denkt. Von Matthias Kolb

Nawalny kündigt Rückkehr nach Russland an. Er lande am 17. Januar mit einer Maschine der russischen Fluggesellschaft Pobeda, teilt der Kreml-Kritiker über Twitter mit. Nawalny hält sich nach dem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok seit August zur Heilung in Deutschland auf. Strafvollzugsbehörden in Russland wollen ihn ins Gefängnis bringen. Mehr Informationen

Estlands Regierungschef Ratas zurückgetreten. Er wolle damit die politische Verantwortung übernehmen und die Möglichkeit geben, die Vorwürfe gegen ihn aufklären zu können, sagt er in Tallinn. Die Justizbehörden des baltischen EU-Landes hatten zuvor gegen Ratas' linksgerichtete Zentrumspartei Ermittlungen wegen eines staatlichen Hilfskredits an ein Immobilienprojekt eingeleitet. Zu den Einzelheiten

Nico Semsrott tritt aus der Partei "Die Partei" aus. Das gibt der Europa-Abgeordnete in einem Statement bekannt. Der Grund: ein rassistischer Tweet seines Kollegen Martin Sonneborn. Allerdings werde er sein Mandat im EU-Parlament zu Ende führen, teilt Semsrott mit. Zur Nachricht

Tausendfacher Tod unehelicher Kinder in Irland. Regierungschef Martin nennt es eines der schwärzesten Kapitel in der Geschichte seines Landes: In Heimen der katholischen Kirche für unverheiratete Mütter war die Sterblichkeitsrate der Kinder unverhältnismäßig hoch, wie aus einem Bericht hervorgeht. Als Haupttodesursachen wurden Atemwegserkrankungen und Magen-Darm-Entzündungen festgestellt. Die Einzelheiten

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Völlig verwirbelt. Anfang Januar ist das polare Windband in der Stratosphäre zusammengebrochen. Das könnte den Schneefall in Spanien begünstigt haben - und das Wetter in Europa noch für Wochen beeinflussen. Von Marlene Weiß

Die Haare viel zu schön. Deutschlands Friseure haben zu, aber im Fußball sind Woche für Woche die akkuratesten Rasuren zu sehen - das geht so nicht, findet der Branchenverband. Von Jonas Beckenkamp

Was hinter den Zweifeln steckt. Mit seinen Überlegungen zu einer Impfpflicht in Pflegeberufen hat Markus Söder Widerspruch ausgelöst. Doch wie ist die Lage in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wirklich? Und wieso ist Impfskepsis in dieser Berufsgruppe so verbreitet? Von Kristiana Ludwig und Rainer Stadler

SZ-Leser diskutieren​

Wie sollte Home-Office allgemein geregelt werden? "Wenn es für den Arbeitsprozess vollkommen egal ist, von wo aus gearbeitet wird, dann muss Home-Office generell ermöglicht werden", findet Igor. "Die Arbeit muss sich an den Menschen anpassen und nicht umgekehrt." Anonymous ist gegen eine allgemeine Regelung: "Da gibt es nichts zu regeln. Das ist eine Angelegenheit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (...) Die ganze Diskussion ist dem Aktionismus der Corona-Zeit geschuldet. Es gibt sie nur, um vom Versagen anderer Stellen abzulenken." Diskutieren Sie mit.

© SZ.de/fie
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema