Gäbe es ein Handbuch für die erfolgreiche Durchführung eines Militärputsches, Oberstleutnant Paul-Henri Sandaogo Damiba hätte es sicher gelesen, weil er am 24. Januar alles so machte, wie es Putschisten in Afrika seit Jahrzehnten gemacht haben: Seine Einheiten besetzten wichtige strategische Punkte in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou und stürmten den nationalen Fernsehsender. Als es dunkel wurde, verlasen sie eine Erklärung, in der sie sich als neue Machthaber vorstellten, die ab jetzt nur noch zum Wohle des Volkes regieren wollen. Einen Namen gab sich die Bewegung auch: "Patriotische Bewegung für den Schutz und die Restauration (MPSR)". Es ist ein Name, der so klingt, als habe man ein Wort vergessen oder ihn aus einem "Monty-Python"-Film gestohlen.
MilitärcoupsAfrikas neue Putschisten
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Erst Mali, jetzt Burkina Faso - und das waren längst nicht alle: In Afrika gibt es so viele Umstürze wie seit Langem nicht mehr. In einem Gürtel vom Atlantik bis zum Roten Meer regiert das Militär. Wie kommt es dazu?
Von Bernd Dörries, Kapstadt
