Panorama-Bilder:Der spektakuläre Blick aus den Windrädern am Starnberger See

Seit 2015 stehen südlich von München vier Windkraftanlagen. Der Aufstieg ist abenteuerlich, aber lohnt sich. Ein Besuch.

Von Franz Xaver Fuchs (Fotos) und Kassian Stroh

13 Bilder

Die Windräder in Berg am Starnberger See bieten einen spektakulären Ausblick

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Exakt 149 Meter hoch über der Erde steht, wer dieses Windrad bestiegen hat: die Windenergieanlage 3, wie sie offiziell heißt, der Gemeinde Berg. Insgesamt vier Räder drehen sich hier in den sogenannten Wadlhauser Gräben, einem Waldgebiet ein paar Kilometer östlich des Starnberger Sees.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Von der Plattform an der Spitze aus bietet sich ein spektakuläres Panorama: Im Norden bis München und weit darüber hinaus...

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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... im Süden die Alpen, und davor der Starnberger See. Zumindest bei gutem Wetter - so wie am Freitag, als der SZ-Fotograf Franz Xaver Fuchs das Windrad bestieg.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Der Bau der vier Räder, die weithin zu sehen sind, war höchst umstritten. Kritiker beklagten, sie störten das Landschaftsbild des Voralpenlandes. Und vor allem aus der Nachbargemeinde Schäftlarn kam Protest, denn die Räder stehen viel näher an deren Ortsteil Neufahrn als an bebautem Gebiet in der Gemeinde Berg. Die wiederum gründete eine Betreiberfirma, an der sich auch Bürger beteiligen konnten.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Jede der vier Anlagen hat eine Leistung von drei Megawatt - eine typische Größe für Windräder im Binnenland. Die Rotoren, die einen Durchmesser von knapp 116 Metern aufweisen, hängen an einem ovalen Gebilde an der Spitze des Turms, der sogenannten Gondel.

Vorstellung der Berger Windräder

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Wer dort hinauf will, muss gut gesichert werden: Hier erklärt Thomas Geirhos, der Technik-Chef der Bürgerwind Berg GmbH, vor dem Eingang in den Turm die entsprechenden Systeme und Haken - und warnt Menschen mit Höhen- oder Platzangst vor dem, was ihnen bevorsteht.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Die ersten 139 Meter geht es zu dritt in einer engen Aufzugkabine hinauf. Die zuckelt an Stahlseilen hängend gemächlich nach oben. Acht Minuten dauert die Fahrt, vorbei an spärlich beleuchteten grauen Betonwänden, die in etwa 100 Metern Höhe von immer schmaler zulaufenden Metallringen abgelöst werden.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Diese Metallringe dürfen maximal vier Meter Durchmesser haben; wären sie größer, könnten sie auf deutschen Autobahnen nicht transportiert werden. Wer mit dem Lift oben angekommen ist, muss die letzten Meter auf einer Leiter zurücklegen, die in die Gondel führt.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Oben finden sich auch die zwölf Motoren, die die Aufgabe haben, das Maschinenhaus und damit die Rotoren immer genau in den Wind zu stellen, wie Robert Sing (hinten) erläutert, der Geschäftsführer der Bürgerwind Berg GmbH, die die Anlage betreibt.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Noch ein letzter Aufstieg durch eine enge Luke...

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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... und der Besucher hat es geschafft: Er steht auf einer kleinen Plattform auf der Gondel in 150 Metern Höhe. Gut gesichert natürlich, so wie Anlagen-Chef Sing. Seine vier Räder in Berg haben im vergangenen Jahr weniger Strom geliefert als erhofft: etwa 20,8 Millionen Kilowattstunden. Das ist ungefähr so viel, wie 5000 Familien in Deutschland pro Jahr verbrauchen.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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In diesem Jahr läuft es laut Sing etwas besser: Bis Mitte Oktober haben die Berger Windräder schon 18,8 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Ihre Leistung ist damit etwa zehnmal so groß wie die des Windrads auf dem Fröttmaninger Schuttberg im Münchner Norden, das man von hier oben natürlich auch sehen kann.

Vorstellung der Berger Windräder

Quelle: Franz Xaver Fuchs

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Und wer gen Norden blickt, sieht dort auch das, was nach dem Willen der Gemeinde Berg jene Vergangenheit ist, die Bayern mit Windrädern hinter sich lassen müsse: die beiden Münchner Heizkraftwerke. Das Heizkraftwerk München-Süd (am linken Bildrand), das inzwischen nur noch mit Gas betrieben wird, weshalb sein markanter Kamin nun abgerissen wird. Und das Heizkraftwerk Nord (Mitte), wo nicht nur Münchens Müll verbrannt wird, sondern auch Steinkohle. Wie lange noch, darüber wird in München seit Jahren heftig gestritten. In Berg hat der Gemeinderat vor zehn Jahren das Ziel beschlossen, dass sich die Gemeinde bis 2020 selbst mit Energie versorgt.

© SZ.de/fema
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