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München heute:Erinnern an den Brandanschlag vor 50 Jahren / Sturmtief "Sabine" trifft München

Erinnerungs-Container Reichenbachstraße, Installation am Gärtnerplatz

Gegen das Vergessen: Die Namen der Toten stehen auf der mittleren der drei Fensterscheiben.

(Foto: Daniel Schvarcz)

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München hat den 13. Februar 1970 aus seinem kollektiven Gedächtnis weitgehend gestrichen. Dabei wurden an jenem Abend sieben Menschen ermordet, sieben Juden. Sie starben, weil jemand das Treppenhaus ihres Hauses in der Reichenbachstraße 27 anzündete, es war das jüdische Gemeindehaus. Bis heute ist die Tat nicht geklärt. Es gibt kein Urteil, und es gibt kaum mehr Erinnerung.

Christian Springer will das ändern, gerade jetzt, kurz vor dem 50. Jahrestag am Donnerstag. Er, der Kabarettist, hat jahrelang recherchiert, hat Ermittlungsakten studiert und wundert sich, dass die Polizei damals schon wenige Wochen nach dem Anschlag die Ermittlungen eingestellt habe. Und dass ein wichtiges Asservat, der Kanister, aus dem Benzin im Treppenhaus ausgeschüttet worden war, verschwunden ist. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Polizei den oder die Täter doch noch findet, oder dass sich ein Mitwisser meldet.

Zunächst aber geht es ihm um die Erinnerung. Deshalb hat er, mit Unterstützung des Jüdischen Museums und anderer Institutionen, einen Container vor dem Gärtnerplatztheater aufstellen lassen, in Sichtweite zum Tatort. Darin finden sich Tafeln mit großen Fotos aus der Tatnacht, und die ausgeschnittenen Silhouetten von sieben Menschen. Sie fehlen. München, das ist Springers Botschaft, muss sich ihrer wieder erinnern.

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