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München heute:Kino am Sendlinger Tor wohl vor dem Aus / Zu rechtsextrem für die OB-Wahl

Die handgemalten Filmplakate des traditionsreichen Kinos prägen den Sendlinger-Tor-Platz.

(Foto: Stephan Rumpf)

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2019 war kein gutes Jahr für Münchens Kinos. Die Stadt hat ihr ältestes verloren, das Gabriel am Hauptbahnhof. Und dann noch das Kino Münchner Freiheit. Vor ihnen sind schon unzählige andere gegangen, in immer höherer Schlagzahl. Manche haben kapituliert, andere hatten keine Wahl. Es bleiben noch wenige Traditionshäuser, das Rio, das Studio Isabella, das Museum Lichtspiele oder das Rottmann. Aber wie lange noch?

Der größte Konkurrent der Kinos wartet in den Wohnzimmern. Die gängigen Streamingdienste bieten nicht nur den einen Film, den man unbedingt gesehen haben muss, sondern unzählige Serien dazu, und im Sommer sitzen viele Leute sowieso lieber an der Isar als im dunklen Kinosaal. Es ist ein wenig wie mit den Tante-Emma-Läden, die niemand aus dem Stadtbild verschwinden sehen mag. Im Zweifel aber doch im Internet bestellt, weil es schnell gehen muss und die Zeit für niemanden stehen bleibt. Etliche der Kinos haben zudem Probleme mit dem Besitzer der Immobilie, in der sie ihre Filme vorführen.

Das Filmtheater am Sendlinger Tor ist so ein Fall. Es schreibt schwarze Zahlen und ist dennoch akut bedroht. Jeder Münchner kennt das über 100 Jahre alte Kleinod, ausgestattet wie ein kleines Opernhaus und dafür mit Preisen dekoriert, allein schon wegen der handgemalten Filmplakate des Künstlers René Birkner, die an seiner Fassade hängen. Der Pachtvertrag läuft im Sommer aus. Hausbesitzer und Betreiberfamilie des Kinos sind zerstritten. "Ich gebe nicht kampflos auf", hat Kinobetreiber Fritz Preßmar zu meinem Kollegen Bernhard Blöchl gesagt, der den sich anbahnenden Kino-Krimi recherchiert und aufgeschrieben hat. Preßmar hat vor neun Jahren schon sein anderes Kino, das Tivoli, schließen müssen. Nun sein rentables Filmtheater zusperren zu müssen, das sieht er nicht ein.

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