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München heute:Das ist der neue Leiter des Mobilitätsreferats / Strategiepapier des Ernährungsrats

Das Kartoffelkombinat ist eine Genossenschaft - gemeinsam bauen deren Mitglieder an, was die Jahreszeiten hergeben.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Franz Kotteder

Wie oft haben Sie sich schon vorgenommen, sich besser zu ernähren? Nicht mal eben schnell den Burger reinziehen zwischen zwei Terminen, oder mittags im Home Office den Pizzadienst kommen lassen, für einen olivenöltriefenden Teigfladen mit dick Tomatensauce drauf? Sondern selber kochen - Gemüse, mit der vitaminschonenden Garmethode, alles bio natürlich, und dazu ein schönes Glas Mineralwasser. Na ja, war wohl wieder nichts. Man würde sich ja gerne gut ernähren, kommt aber so selten dazu.

Eine Einrichtung namens Münchner Ernährungsrat will da nun helfen und allen Gutwilligen ein bisschen unter die Arme greifen. Der Zusammenschluss vieler kleiner Initiativen aus dem Ernährungssektor hat jetzt, zwei Jahre nach seiner Gründung, ein Strategiepapier vorgelegt, das erklärt, wie sich eine ganze Stadt in Zukunft mit lauter regionalen Lebensmitteln nachhaltig ernähren kann. Wichtigster Punkt: Bis 2035 soll in der gesamten Metropolregion München, die sich immerhin über fast ganz Oberbayern erstreckt, nur noch Ökolandbau betrieben werden. 100 Prozent Biohöfe mithin in der gesamten Region. Momentan sind gut ein Zehntel aller landwirtschaftlichen Betriebe Ökohöfe.

Des Weiteren soll jedes Stadtviertel und jedes Wohnquartier einen "Lebens Mittel Punkt" bekommen, einen kommunalen Umschlagplatz für Bionahrung, gerettete Lebensmittel und Erzeugnisse aus solidarischer Landwirtschaft, in dem man aber auch lernen kann, wie man günstig und gut kocht, wo man gemeinsam etwas unternimmt, und und und. Ein "House of Food" soll es geben, in dem Kurse stattfinden, Bio-Regio-Manager kümmern sich um Wiss- und Lernbegierige und um die ganze Organisation. Und überall, wo freie Flächen sind, soll man Gemeinschaftsgärten und Gemüsebeete anlegen können. Das alles ist noch eine große Utopie. Aber weil der Ernährungsrat sehr gut mit den Grünen im Stadtrat kann, ist es gut möglich, dass zumindest Teile davon schon bald Realität werden in der Stadt. Denn das Umweltschutzreferat der Stadt, das auch für die Ernährungswende zuständig sein wird, wird demnächst von den Grünen geführt.

DER TAG IN MÜNCHEN

Der Mann für die Verkehrswende Der städtische Verkehrsplaner Georg Dunkel soll künftig das neue Mobilitätsreferat leiten und dort den Ausbau von Bussen, Bahnen und Radwegen vorantreiben. Die Grünen wählen mit der Personalie eine solide Lösung.

Der Grippeimpfstoff wird knapp Weil sich in diesem Jahr viel mehr Münchner als sonst impfen wollen, warten viele Praxen und Apotheken auf Nachschub. Doch wann die nächste Lieferung kommt, ist ungewiss.

Angeklagter bestreitet Tötung seiner Frau und Stieftochter Zum Auftakt der Verhandlung erzählt Roman H. seine eigene Version vom Verschwinden der beiden Frauen. Bisher konnten weder die Tatwaffe noch die beiden Leichen aufgefunden werden.

Jede vierte städtische Kita bleibt zu Mehr als 3000 Angestellte legen am Montag die Arbeit nieder. Das Angebot der Gegenseite nennen die Gewerkschaften "eine Frechheit".

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