Protest gegen Auftritt von Daniele Ganser in München:"Unverständlich und gefährlich"

Protest gegen Auftritt von Daniele Ganser in München: Daniele Ganser bei einem Auftritt in der Dortmunder Westfalenhalle im März.

Daniele Ganser bei einem Auftritt in der Dortmunder Westfalenhalle im März.

(Foto: Christoph Hardt/Imago/Panama Pictures)

Daniele Ganser gilt als Star der verschwörungsideologischen Szene. Die Israelitische Kultusgemeinde, der Antisemitismus-Beauftragte und andere Experten üben scharfe Kritik am geplanten Auftritt des Schweizer Historikers im Münchner Circus Krone. Dort versteht man die ganze Aufregung nicht.

Von Martin Bernstein

Der Jubel war ohrenbetäubend. Daniele Ganser sprach bei der Kundgebung gegen die Münchner Sicherheitskonferenz und gegen Waffenlieferungen an die Ukraine im Februar zwar nur von der Videoleinwand. Doch die 10 000 Teilnehmer auf dem Münchner Königsplatz waren begeistert. Am kommenden Donnerstag spricht der 50-jährige Schweizer wieder in München, diesmal live. Mindestens 1900 Menschen haben rund 30 Euro Eintritt gezahlt, um dabei zu sein, wenn der Star der verschwörungsideologischen Szene im Circus-Krone-Bau ihnen erklärt, warum der Ukraine-Krieg aus seiner Sicht ausgebrochen ist.

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