Der Schein ist sein Lebensthema: Gerhard Richters Gemälde nach Fotografien haben den deutschen Künstler zum einflussreichsten Maler der Gegenwart gemacht. Dabei hielten ihm Kritiker lange seine provozierende stilistische Bandbreite als postmoderne Beliebigkeit vor. Nun feiert Richter seinen 80. Geburtstag - und gilt längst als kompromissloser Könner.
Von
Georg Imdahl
Seine Bilder bringen Millionen ein und begeistern ein Massenpublikum. Die Tate Modern in London rühmt den Maler Gerhard Richter als einen der "bedeutendsten Künstler überhaupt" und widmete ihm vor kurzem aus Anlass seines 80. Geburtags die große Ausstellung "Gerhard Richter: Panorama".
Von
Anne Bohlmann
Gerhard Richter rettete die Malerei ins 21. Jahrhundert. Eine große Schau in London gibt nun einen Werküberblick, bei der er als "einer der bedeutendsten Künstler überhaupt" gefeiert wird.
Von
Catrin Lorch
Es muss ein unausgesprochenes Vertrauensverhältnis geherrscht haben zwischen dem Maler und der Filmemacherin, andernfalls hätte Corinna Belz dem schweigsamen Gerhard Richter nicht so nahe kommen können, ohne ihm zu nahe zu treten. Herausgekommen ist dabei ein erhellendes Dokument, getragen von Neugierde und Entdeckerlust.
Ein Gastbeitrag von
Hans Zischler
Von der Kritik gelobt, von Sammlern geliebt - Gerhard Richter ist ein Phänomen. Für seine Werke erzielt der Maler Rekordpreise. Begehrt sind heute vor allem seine Kerzen-Bilder. Dabei wollte sie früher keiner haben.
Von
Sarah Thornton
Familienporträts malt er gerne. Die Öffentlichkeit bekommt sie aber nur selten zu Gesicht. Jetzt stellt der Maler Gerhard Richter das Porträt seiner Tochter Ella in London aus.
Von
Stefan Koldehoff
Der Maler Gerhard Richter gewährte dem SZ-Magazin eines seiner seltenen Interviews, doch in letzter Minute verbot er die Veröffentlichung. Erinnerung an ein bewegendes Gespräch.
Von
André Müller
Automobilismus sollte das Thema sein - aber die Schau sieht aus, als habe man in die Archivlisten der Kunstgeschichte einfach den Begriff "Auto" eingegeben und das Gefundene akkumuliert.
Von
Catrin Lorch
Viel Kitsch, wenig Wucht: Eigentlich sollte die Kultur das Grauen von 9/11 emotional fassbar machen und das Andenken wachhalten - doch es ist ihr nicht gelungen. Weder das Kino noch die Literatur oder die Musik konnten das Ausmaß der Gewalt bisher angemessen verarbeiten. Darüber hinweg trösten nur Dokus und Bilder.
Von
Andrian Kreye
Axel Rudolph, Gründer des ersten Dunkelrestaurants in Deutschland, zeigt Teilnehmern mit Augenmasken die unsichtbare Seite von Köln. Ein Gespräch über eine Stadtführung, bei der von den Sehenswürdigkeiten nichts zu sehen ist.
Interview:
Katja Schnitzler
Bilder
Hier tranken Ringelnatz, Valentin - und Franz Josef Strauß betätigte sich angeblich als Bierschmuggler: Die Türkenstraße hat seit jeher die verschiedensten Gestalten angezogen und war dennoch immer das Zuhause der Bohème. Inzwischen schmilzt die Intellektuellen-Quote - dafür sorgen schon die BWL-Studenten. Ein Rundgang in Bildern.
Von
Tobias Dorfer
Ein Schelm, ein Kunstverführer, ein Freund: Beim Abschiedsfest für Chris Dercon im Haus der Kunst feiern die Münchner einen Mann, den sie ins Herz geschlossen haben.
Von
Christian Mayer
Bilder
Von der Kriegerin bis zur Zauberin, von der Märtyrerin bis zur Malerin: Eine überaus geistreiche Ausstellung sucht in der Kunst nach Heldinnen - wie die Männer sie sehen und manchmal auch die Frauen.
Die Bilder. Von
Manfred Schwarz
Bilder
Wütende Teufel, weinende Statuen und Wunder der Handwerkskunst - die von der Unesco geschützten deutschen Sakralbauten beeindrucken nicht nur durch ihre Größe.
Von
Katja Schnitzler
Christoph Schlingensief soll den deutschen Pavillon auf der Venedig-Biennale 2011 gestalten - für Gerhard Richter ein Skandal. Warum dieser verbale Frontalangriff?
Von
Kia Vahland
Der M3 war in den unterkühlten Achtzigern die heißeste Droge, die man beim BMW-Dealer kaufen konnte. Wir haben vier M3-Generationen über die Rennstrecke gejagt. Fazit: Für den besten Rausch braucht man nicht die größte Dosis.
In Bildern.
Er galt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart, er begründete den "Kapitalistischen Realismus": Nun ist Sigmar Polke im Alter von 69 Jahren verstorben.
Üblicherweise werden Postkarten zu 80 Prozent von Frauen gekauft - bei ihm sind es 100 Prozent: Peter Gaymann über den Hunger auf Hühner und Humor.
Interview:
L. Checchin
Vom Altmeister bis zur Wildsau: SZ-Redakteure stellen ihre Lieblingssammlungen in München vor und geben zehn persönliche Empfehlungen, die nicht nur bei der Langen Nacht der Museen gültig sind.