Gerhard Richter im Haus der Kunst:Der Welt Bilder entgegensetzen

Das Haus der Kunst zeigt 50 abstrakte Gemälde von Gerhard Richter, dem derzeit bedeutendsten zeitgenössischen Maler.

Christoph Wiedemann

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Das Haus der Kunst zeigt 50 abstrakte Gemälde von Gerhard Richter, dem derzeit bedeutendsten zeitgenössischen Maler.

Die Person verschwindet hinter einem grandiosen mehr als fünf Jahrzehnten anhaltenden Schaffensprozess. Gerhard Richter, der - allein schon was die Preise angeht - bedeutendste Maler der Gegenwartskunst, ist bekannt als stilistisch ungeheuer wandlungsfähig, genial im Umgang mit Farbe, Form, Leinwand, aber auch als öffentlichkeitsscheu.

Foto: "Claudius"/ © Gerhard Richter

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Mit 77 Jahren fordert der Ruhm freilich langsam seinen Tribut. London, Leverkusen und jetzt auch München feiern derzeit den zum dritten Mal in Folge unangefochtenen Spitzenreiter sämtlicher Ranking-Listen, die Kunst und Markt zu spiegeln versuchen. In London sind Farbtafeln von ihm zu sehen. Nach Leverkusen sollte man reisen um seine Fotoübermalungen zu sehen, während es in München ausschließlich um die abstrakte Malerei geht.

Foto: "Blau"/ © Gerhard Richter

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Gerhard Richter ist wie viele andere bedeutende Künstler seiner Generation geprägt von der Zerrissenheit deutscher Nachkriegsgeschichte. 1932 in Dresden geboren, studierte er zunächst an der dortigen Kunstakademie.

Foto: "Fels"/ © Gerhard Richter

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Nach dem Diplom führte er sogar Staatsaufträge aus. Nachdem die Situation jedoch immer bedrückender wurde, wechselte er 1961 wie Uecker, Polke, Baselitz und anderer in den Westen, wo er noch mal als Student in Düsseldorf quasi bei Null anfing.

Foto: "Schwan"/ © Gerhard Richter

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Die ersten Bilder, mit denen er bekannt wurde, waren beeinflusst von amerikanischem Fotorealismus und Pop-Art. Ein malerischer Realismus, den er in ironischer Abgrenzung zum "sozialistischen" Gegenstück "kapitalistisch" nannte. Aber Richter war nie dogmatisch; wie auch, wenn man die deutsch-deutsche Gespaltenheit so lebensnah erfahren hatte.

Realistische Phasen in seinem Werk wechselten organisch mit Abstraktion. Ein Werk, das in all seinen vielen Facetten anmutet wie ein monumentales melancholisches Requiem auf und für die abendländische Tradition der Künste.

Foto: "Abstraktes Bild"/ © Gerhard Richter

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In München sind erstmals die neuen Serien "Cage"(2006) und "Wald" (2007) zu sehen, sowie korrespondierende Werke aus früheren Jahren. Ein forderndes Fest der Sinne.

Foto: "Cage"/ © Gerhard Richter

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Gerhard Richter - abstrakte Bilder, Freitag. 27. Februar bis 17. Mai, tägl. 10-20 Uhr, Do. bis 22 Uhr, Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1.

Foto: "Wald"/ © Gerhard Richter

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