Wie lebt es sich in der Ungewissheit? Im Film "Standing on the Edge of the World", der nun den Hauptpreis beim Münchner Dokumentarfilmfestival gewonnen hat, gibt der Kanadier Sylvain L'Espérance afrikanischen Migranten eine Stimme. Er zeigt, was sie antreibt, wie sie scheitern und dennoch nicht aufgeben.
Von Irene Helmesmehr...
Die ehemalige Sängerin der Dresden Dolls und umstrittene Netz-Persönlichkeit Amanda Palmer hat einen neuen Shitstorm entfacht: Sie hat dem mutmaßlichen Boston-Attentäter ein mitfühlendes Gedicht geschrieben.
Von Jan Stremmelmehr...jetzt.de
Rennradfahrer mit Selbstvernichtungssehnsucht, stahlblauer Himmel über Utøya und tragische Figuren, die sich mit dem Leben quälen. Das 28. Dokumentarfilmfestival in München zeigt, warum die wahren Realisten die eigentlichen Visionäre sind.
Filmtipps von den SZ-Filmkritikernmehr...
Die Schafzüchter-Doku "Off The Beaten Track" ist zugleich ein stimmungsvoller EU-Film. Captain Kirk und seine Horde zeigen in einer Weltraumoper auf Speed ihre Liebe zur Technik, während in "Starlet" ein atemberaubendes Topmodel poetisch zum Pornostar wird. Welche Filme den Kinobesuch lohnen - und welche nicht.
Von den SZ-Kritikern.mehr...
Louvre oder Prado kennt ja jeder - aber wissen Sie auch, wo sich die unzugänglichste Kunstsammlung der Menschheit befindet? Oder wer eine Auswahl deutscher Nachttöpfe zur Schau stellt?
Testen Sie Ihr Wissen über Skurriles zum Welttag der Museen.mehr...
Ernst Jandl ließ Ottos Mops trotzen, Friedrich Schiller gab sich der Freude hin und Ingeborg Bachmann wollte Lupinen löschen. Wie ging das alles weiter? Testen Sie Ihr Lyrik-Wissen und dichten Sie berühmte Verse verschiedener Epochen zu Ende.
Ein Quiz zum Welttag der Poesie. Von Katharina Nickelmehr...
Schlossartige Räume, Bodenfliesen im Schachbrettmuster und in der Mitte eine Discokugel: Im denkmalgeschützten Palais Bernheimer buhlt das Rilano Nr. 6 mit einer anspruchsvollen Karte um genuss- und feierwillige Gäste. Doch der große Ansturm bleibt aus.
Von Paula Morandellmehr...
Leidenszeit zwischen Studium und Staatsexamen: Referendare sind vom Wohlwollen ihrer Ausbilder abhängig. Viele von ihnen machen dabei negative Erfahrungen. Eine Lehrerin, die im Referendariat aufbegehrte, durchleuchtet in ihrem Buch das Machtsystem.
Von Tanjev Schultzmehr...
"Schmierentheater", "Hasspamphlet", "Verirrung": Vertreter jüdischer Organisationen und deutsche Politiker reagieren empört auf das Gedicht von Günter Grass zum Konflikt Israels mit Iran. Sie werfen dem Literaturnobelpreisträger vor, antisemitisch zu sein und keine Kenntnis über die politische Situation in Nahost zu haben.
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Ein italienischer Koch, französische Bedienungen und südeuropäisches Crossover: Was im Marais soir serviert wird, schmeckt erfreulich nach Mittelmeer. Dem Westend allerdings könnte das gehobene Restaurant nicht schmecken.
Von Marcelinus Sturmmehr...
Andreas Zwölfer hat sich mit 49 "offenbart", wie er sagt: Er fühlt als Frau. Nun will er sein Geschlecht leben, Hormone nimmt er schon, später will er sich operieren lassen. Die evangelische Kirche unterstützt ihn, seine Ehefrau auch. Beim Kaffee beantwortet er Fragen seiner Gemeindemitglieder.
Von Wolfgang Wittlmehr...
Beim Maibock-Anstich im Hofbräuhaus in München nimmt Django Asül vor allem den zurückgetretenen Schüttelschorsch und andere Selbstbediener von der CSU aufs Korn. Doch auch sonst kommt an diesem Abend kaum jemand ungeschoren davon.
Von Christian Mayermehr...Die besten Sprüche
Während über Hiroshima die Atombombe detoniert, kommen Ginger und Rosa zur Welt. Es folgt eine Jugend in Zeiten des Kalten Krieges, die eine politisiert sich, die andere hofft auf die große Liebe. "Ginger & Rosa" klingt nach Lehrstück, doch so einfach ist dem sympathischen Film nicht beizukommen.
Von Martina Knobenmehr...
Bosnien, Kolumbien, Irak: Kriegsreporter Moritz Martens geht dahin, wo andere Leute nicht hingehen. In Afghanistan glaubt er an die Faszination der Subjektivität, an das Erleben - und wird Geisel der Taliban. Der spannende Roman von Linus Reichlin zeigt, dass objektiv nur der sein kann, der unbehelligt bleibt.
Von Hilmar Klutemehr...
Sie gilt als Pionierin des Foodjournalismus: Die britische Kochbuch-Autorin Claudia Roden kennt die Kniffe arabischer Hausfrauen und die Tricks der Sterneköche. Um solche Informationen zu bekommen, wendet sie zuweilen auch ungewöhnliche Methoden an. Ein Gespräch über Essen und die Geschichten, die dahinter stehen.
Von Stefanie Hardickmehr...
Eine Größe des literarischen Nachkriegsdeutschland liest der anderen die Leviten: Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki attackiert den Schriftsteller Günter Grass wegen dessen israelkritischen Gedichts. Grass stelle die Welt auf den Kopf, wenn er Israel im Streit mit Iran zum Agressor erkläre. Das sei ein Schlag gegen alle Juden. Auch Außenminister Westerwelle schaltet sich in die Debatte ein. Er wirft Grass vor, die Gefahr aus Iran zu verharmlosen.
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Versteckt sendet RTL in seiner Dschungelsendung ein Manifest gegen den Leistungsdruck. jetzt.de dokumentiert das Gedicht "Ich habe mich für ein anderes Leben entschieden" von Sarah Knappik.
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Für seine Frauen war Pablo Picasso fast ebenso bekannt wie für seine Kunst. Aber was dachte er wirklich über sie? Was bleibt von seiner Zeit in Paris? Und welchen Titel trägt sein letztes Bild? Stellen Sie Ihr Picasso-Wissen auf die Probe.
Im Quiz zum 40. Todestag des Künstlers. Von Katharina Nickelmehr...
Der Anwalt der von Bayern-Chef Rummenigge bestohlenen Dichterin über Urheberrecht, künstlerisches Niveau und eine Klage gegen den FC Bayern.
Von Interview: Martin Zipsmehr...
Es wird kommentiert, als wäre Günter Grass' Werk "Was gesagt werden muss" ein großes politisches, wenn nicht sogar militärisches Ereignis. Es ist es aber nicht. Die Diskussion über das Gedicht des Literaturnobelpreisträgers erhellt den Zustand der politischen Debatte. Es ist, als könne man gar nicht mehr reden über die Gründe der Feindschaft zwischen Israel und Iran.
Von Thomas Steinfeldmehr...
In der Debatte um das Gedicht von Günter Grass lassen wir junge Israelis zu Wort kommen. Die finden: Auch Deutsche haben das Recht, sich über die Politik ihres Heimatlandes aufzuregen.
Protokoll: Antonie Rietzschelmehr...
Meinung
Günter Grass' Gedicht ist zum Politikum geworden, die Auseinandersetzung darüber wird in Deutschland mit einer Härte geführt, wie es sonst nirgends auf der Welt geschehen würde. Das Land wird von großer Unsicherheit gepackt, wenn ein Urteil Israel gelten soll. Am Ende lehrt der aktuelle Fall eines: Auch der gesellschaftliche Frieden ist ein hohes Gut.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Nicht das Land Israel, sondern allein die Regierung Netanjahu habe er kritisieren wollen: Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärt Günter Grass, dass er sein Israel-Gedicht jetzt anders fassen würde. Die Kritik an seiner Person treffe ihn - besonders der "kränkende und pauschale Vorwurf des Antisemitismus".
Von Heribert Prantlmehr...
Das israelkritische Gedicht von Günter Grass sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Liedermacher Wolf Biermann hält die "stümperhafte Prosa" für eine "literarische Todsünde". Außenminister Westerwelle wirft dem Schriftsteller vor, die Gefahr aus Iran zu verharmlosen und sich der Realität zu verweigern.
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Seine Worte seien ein Skandal, der Dichter habe kein Urteilsvermögen: So scharf kritisiert Benjamin Netanjahu das Gedicht von Günter Grass. Gleichzeitig ist Israels Regierungschef überzeugt, dass Iran nur deshalb eine Atombombe baue, um sein Land zu zerstören.
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