Die Wirtschaftskrise spaltet die Europäer - und entfremdet Deutschland von seinen Nachbarn: Die Mehrheit der Bundesbürger beurteilt die Wirtschaftslage als positiv, in anderen EU-Ländern sind die Optimisten der Pew-Studie zufolge nur eine kleine Minderheit. Für Überraschung sorgt, welche Bevölkerungsgruppe sich nach einer nationalen Währung zurücksehnt.
Von Christian Wernicke, Washingtonmehr...
Meinung
Die Schweiz will die Zuwanderung von EU-Bürgern beschränken - und Europa ist empört. Doch die Aufregung der Nachbarländer ist scheinheilig und lenkt von eigenen Fehlern und Versäumnissen ab. Den Eidgenossen geht es besser, weil sie manches einfach besser machen.
Ein Kommentar von Wolfgang Koydl, Zürichmehr...
Wenn abgestimmt wird, was auf Kommunalebene passiert, dürfen sich Nicht-EU-Ausländer nicht beteiligen - selbst, wenn sie dauerhaft in Deutschland wohnen. Der Landtag von Schleswig-Holstein will das ändern. Außerdem sollen künftig auch 16-Jährige das Landesparlament mitwählen dürfen.
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In der Schweiz lässt sich gutes Geld verdienen, das wissen auch viele Deutsche. In Zukunft wird es aber schwieriger werden, dort einen Arbeitsplatz zu bekommen. Erstmals hat die Regierung in Bern den Zuzug für fast alle Bürger der EU eingeschränkt.
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Die Europa-Skepsis nimmt unter EU-Bürgern rasant zu: Die große Mehrheit der Bürger sagt nun, sie misstraue dem Staatenverbund. Das zeigt eine Umfrage in den sechs größten Länder der Union. Mit interaktiver Grafik.
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In Österreich ist das Bankgeheimnis sakrosankt: Es gilt allumfassend und schützt insofern auch jede Menge Steuersünder. Damit könnte es allerdings bald vorbei sein - zumindest für Ausländer.
Von Klaus Ottmehr...
Meinung
Geheime Konten und Briefkastenfirmen existieren nur aus einem Grund: Die Regeln des europäischen Binnenmarkts erlauben es. Es mag moralisch verwerflich sein, illegal ist es keineswegs. Ad-hoc-Initiativen und Schuldvorwürfe der Politiker sind daher fehl am Platz.
Ein Kommentar von Cerstin Gammelinmehr...
Exklusiv
30 Millionen volljährige EU-Bürger haben kein Konto. Häufig folgt daraus ein Teufelskreis, denn Wohnung oder Handyvertrag sind meist nur mit Bankverbindung zu haben. Brüssel plant deshalb EU-weit ein Recht aufs Bankkonto.
Von Cerstin Gammelin, Brüssel, und Simone Boehringermehr...
Meinung
Sie bieten Facebook, Apple und anderen großen Firmen lächerliche Steuersätze: Staaten wie Irland, Luxemburg und die Niederlande haben sich auf solche Lockaktionen spezialisiert. Doch bei diesem ruinösen Steuerwettbewerb verlieren alle Länder. Europas Regierungen sollten nicht auf ein Eingreifen der G 20 warten - sondern selbst Druck auf die meist kleineren Mitgliedsstaaten ausüben.
Ein Kommentar von Alexander Hagelükenmehr...
Die Bemühungen deutscher Unis um hochqualifizierte Forscher tragen Früchte. Immer mehr ausländische Wissenschaftler arbeiten an hiesigen Hochschulen. Aus welchen Ländern sie kommen - und was die Wirtschaftskrise mit dem Positiv-Trend zu tun hat.
Von Roland Preußmehr...
"Derzeit ist die Zeit nicht reif": Bei einem EU-Treffen in Brüssel lehnt Innenminister Friedrich eine Aufhebung der Grenzkontrollen zu Rumänien und Bulgarien ab. Zugleich fordert er, man müsse das Thema "etwas runterkochen". SPD-Mitglieder werfen ihm jedoch vor, selbst "antieuropäische Stimmungsmache" zu betreiben.
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In vielen Regionen Europas geht es den Menschen doppelt schlecht: wirtschaftlich und gesundheitlich. Bei Lebenserwartung und der Häufigkeit schwerer Krankheiten verläuft eine klare Grenze zwischen Ost und West. Wenn es um Leben und Tod geht, erinnert die Europakarte an die Zeiten des Kalten Krieges.
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
Wider die "unheilige Tradition": Bundespräsident Gauck schaltet sich mit klaren Worten in die mitunter aggressive Debatte um eingewanderte Sinti und Roma ein.
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Den Zugang zum britischen Wohlfahrtssystem müsse man sich erst verdienen: Großbritanniens Premier Cameron will künftig verhindern, dass Einwanderer das Sozialsystem des Landes ausnutzen können. Selbst wenn sie aus der EU kommen.
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"Exzellentes Beispiel für andere Kandidatenländer": Die EU-Kommission lobt Kroatien für seine Reformen, das Balkanland sei nun bereit für den Beitritt in die Union in diesem Sommer. Mit Problemen wie Korruption kämpft Kroatien aber weiterhin.
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Keine Pornos mehr in TV, Zeitschriften und Internet: Der Vorschlag des Frauenausschusses des Europaparlaments sollte dem "Abbau von Geschlechterstereotypen" dienen, bei europäischen Netz-Aktivisten weckte er Zensurängste. Nun verschwindet die Idee wieder in der Schublade.
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Deutscher und Türke gleichzeitig - das geht per Staatsbürgerschaft nur bis 23. Dann müssen sich die Ausländerkinder entscheiden. Nun verlieren die ersten Doppelstaatler ihren deutschen Pass und Politiker wollen die bestehenden Regelungen ändern. Nur noch CDU und CSU halten an der absurden Regelung fest.
Von Roland Preuss, München, und Viktoria Grossmann, Berlinmehr...
Innenminister Friedrich warnt vor Armutsmigration aus Osteuropa, der Städtebund will mehr Geld, um sich um Rumänen und Bulgaren zu kümmern. Diese dürfen von 2014 ausnahmslos in Deutschland arbeiten. Experten halten die Sorgen für überzogen. Denn nicht alle Neuen bekommen automatisch Hartz IV.
Von Artur Lebedewmehr...
Schon am Donnerstag wollen die europäischen Innenminister darüber entscheiden, ob Rumänien und Bulgarien dem Schengen-Abkommen beitreten - und Grenzkontrollen künftig wegfallen. Doch der deutsche Innenminister Friedrich will die Entscheidung notfalls mit seinem Veto blockieren.
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Das Bundesverfassungsgericht entschieden: Die Regel, wonach Nicht-EU-Bürger keinen Anspruch auf Landeserziehungsgeld haben, ist mit dem Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes nicht vereinbar. Nun muss Bayern nachbessern.
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Energiekommissar Günther Oettinger bereitet eine Richtlinie vor: Jeder Europäer soll im Jahr 1,5 Prozent weniger Energie verbrauchen. Stromsparen will jedes Mitgliedsland, doch bislang drücken sich fast alle vor konkreten Zielen. Das soll sich nun ändern - auch wenn sich die Industrie vehement wehrt.
Von Marlene Weiss, Brüsselmehr...
Brüssel will die Aufenthaltsregelungen vereinfachen: Wenn EU-Bürger fünf Jahre in einem anderen Mitgliedsstaat gewohnt haben, sollen sie dort ein Dauer-Aufenthaltsrecht erhalten.
Von Von Cornelia Boleschmehr...
Die Regierung Prodi macht nach einem Überfall in der Nähe von Rom ernst: Mehrere tausend EU-Bürger sollen aus Italien ausgewiesen werden.
Von Julius Müller-Meiningenmehr...
Fingerabdrücke, Daten, Foto - und alles auf einem Chip: Das Innenministerium plant eine Aufenthaltskarte für mehr als vier Millionen hier ansässiger Ausländer.
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