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Geschichte - München:Experte sieht große Bandbreite bei Umgang mit NS-Bauten

Architektur
Ehemaliger Nazi-Bunker in der Ungererstraße in München. Foto: Angelika Warmuth/dpa (Foto: dpa)

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Hamburg (dpa) - Der richtige Umgang mit Gebäuden aus der Zeit des Nationalsozialismus hängt nach Ansicht des Architektur-Experten Ralph Lange immer von den Umständen ihrer Entstehung und ihrer Nutzung in der NS-Zeit ab. "Es gibt somit eine große Bandbreite, die sich zwischen relativ unkritischer Weiternutzung und der Umwandlung in ein Mahnmal oder Dokumentationszentrum erstreckt", sagte Lange der Deutschen Presse-Agentur.

Der Umgang mit Wohn- oder Geschäftshäusern etwa erfordere eine andere Herangehensweise als jener mit ehemaligen KZ-Bauten, Gefängnissen für politisch oder rassisch Verfolgte oder Gebäuden der NS-Institutionen. Aber auch vermeintlich harmlose Einfamilienhäuser könnten im Einzelfall problematisch sein, so Lange.

Ralph Lange ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburger Speicherstadtmuseum und freiberuflicher Autor und Journalist. Er veröffentlichte mehrere Werke zur Hamburger Architekturgeschichte und zur bundesdeutschen Nachkriegsarchitektur.

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