Kernkraftwerk Grohnde
Atomindustrie

Zahltag mit Tücken

Stromkonzerne werden die Verantwortung für den Atommüll los - per Überweisung. Dabei stoßen sie auf ungewohnte Probleme.

Von Michael Bauchmüller

65 500 Euro Stromrechnung
Stromkosten

Italiener bekommt Stromrechnung über mehr als 65 500 Euro

Als Beweis postet der Fotograf auf Facebook ein Bild mit einer Riesenkopie. Er habe seine Rechnungen immer gezahlt, sagt er.

Stromkonzerne

Es geht vor allem um das Wie

Der beschleunigte Atomausstieg steht nicht infrage, aber nun muss das Bundesverfassungsgericht komplexe Sachverhalte klären. Es geht dabei um Eigentumsrechte der Kraftwerksbetreiber.

Stromkonzerne

Merkels Sündenfall

Die außerordentlichen Abschreibungen der Stromkonzerne auf die Großkraftwerke sind ausschließlich auf die vorschnelle Energiewende zurückzuführen. Alles andere ist Humbug.

Germany's Operational Nuclear Power Plants Ahead Of 2022 National Shut Down
Analyse
RWE-Umbau

Was die Städte zu verlieren haben

Viele NRW-Kommunen besitzen Anteile an RWE. Der große Umbau beim Stromkonzern bringt ihre Sperrminorität, Pöstchen und Einnahmen in Gefahr.

Von Jannis Brühl, Köln

Energiewende

Stromversorger stellen sich hinter Gabriels Klimaplan

Unterstützung für Wirtschaftsminister Gabriel: Stromversorger befürworten seine Idee einer Abgabe für alte Kohlekraftwerke. Doch Tausende Beschäftigte feilen schon am Gegenschlag.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Streit um Sponsorengelder

Bayer Leverkusen muss 16 Millionen zurückzahlen

Der Fall Teldafax ist eine der größten Pleiten der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Nun hat das Landgericht in Köln entschieden: Der Bundesligist Bayer 04 muss Sponsorengelder in Millionenhöhe zurückzahlen.

Von Christoph Giesen

Brennelementesteuer
Atomausstieg

Konzerne hoffen auf Wende bei Brennelementesteuer

Für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken sollen die Energieversorger zahlen. Darum wurde 2011 die Brennelementesteuer eingeführt. Doch die Unternehmen wehren sich heftig und wollen ihr Geld zurück. Womöglich können sie bald feiern.

Von Markus Balser

Windrad bei Sonnenaufgang
Energiekonzerne

Und wieder grüßt der Blackout

Beim Zusammenprall von fossiler und erneuerbarer Energie zerbröselt das Geschäftsmodell großer Stromkonzerne: Ihre Kraftwerke rechnen sich nicht mehr. Zuverlässig drohen die Unternehmen dann mit dem Blackout, der ebenso zuverlässig ausbleibt. In diesem Konflikt geht es um viel Geld.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Merkel und Gabriel
Koalitionsverhandlungen

Mehr Geld, mehr Gerangel

Acht Milliarden Euro im kommenden Jahr, bis zu fünfzig Milliarden über die ganze Legislaturperiode: Die neue Bundesregierung wird wesentlich mehr Steuern als erwartet verteilen können. Das muss das Regieren doch leichter machen. Aber die Aufgaben, die auf eine große Koalition aus Union und SPD warten, sind gigantisch.

Von Michael Bauchmüller und Stefan Braun, Berlin

PK zu Buntmetalldiebstahl bei der Bahn
Rohstoffe

Deutsche Bahn verzeichnet weniger Metalldiebstähle

Sie klauen Kabel, um an wertvolle Buntmetalle zu kommen: Zwar gibt es weniger Diebstähle als früher, doch das Problem ist weiterhin vorhanden.

Einbußen wegen Solar-Energie

RWE nimmt mehrere Kraftwerke vom Netz

Die Strommenge aus alternativen Quellen wächst. Das belastet den Energieversorger RWE. Nun hat Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern bekanntgegeben, mehrere konventionelle Kraftwerke abzuschalten.

AKW vom Netz

Koreanischer Atomreaktor lief mit gefälschten Sicherheitspapieren

Eigentlich sollten sie Exportschlager sein: Doch zwei Atomkraftwerke in Südkorea mussten nun geschlossen werden, die Aufsicht schlägt Alarm - nicht der erste Skandal der Branche.

Skaramangas-Werft
Verdacht der Untreue

Griechischer Chef-Privatisierer gibt auf

Schatten der Vergangenheit erschweren den Neuanfang: Takis Athanasopoulos ist für den Ausverkauf Griechenlands zuständig, zu dem die internationalen Geldgeber den Staat zwingen. Nun tritt er nach nur einem halben Jahr zurück - weil er Millionen Euro veruntreut haben soll.

Von Christiane Schlötzer

Strommasten im Sonnenuntergang
Strompreise in Deutschland

So kann Wettbewerb nicht funktionieren

Die Deutschen zahlen zu viel für Strom. Doch daran sind sie selbst schuld. Obwohl die Stromkunden aus etwa hundert Anbietern den günstigsten heraussuchen könnten, tun das viel zu wenige. Die Quittung dafür kommt in Form der nächsten Rechnung.

Ein Kommentar von Marlene Weiss

Wegen Merkels Energiewende

Atomkonzerne wollen 15 Milliarden Euro einklagen

Allein Eon fordert acht Milliarden Euro, jetzt wollen sich auch andere Energiekonzerne anschließen und die Bundesregierung wegen des hastigen Atomausstiegs vor dem Bundesverfassungsgreicht verklagen. Nach einem Zeitungsbericht summieren sich alle Forderungen auf etwa 15 Milliarden Euro.

Dachau

Bauern klagen gegen Stromkonzern

Betreiber von Biogas- und Fotovoltaikanlagen erhielten monatelang keine Vergütung - ein Urteil soll nun Klarheit schaffen.

Von Matthias Pöls

Zeitung: Rund 300 Versorger wollen Strompreise erhoehen
Stromanbieter verklagt Vergleichsportal

"Das kann kein Zufall sein"

Verivox gerät schon wieder ins Zwielicht: Nun klagt ausgerechnet der umstrittene Billiganbieter Flexstrom gegen das Vergleichsportal - er fühlt sich mies behandelt. Doch auch über Flexstrom sollen sich Kunden ärgern.

Von Alina Fichter

File photo of the French nuclear site of Marcoule in southeastern France
Nuklearzentrum Marcoule in Südfrankreich

Gemischtwarenladen für Atomtechnik

Die Explosion forderte einen Toten und mehrere Verletzte. Schnell beschwichtigte der französische Stromkonzern EDF, bei dem Vorfall in der Atomanlage Marcoule handele es sich um einen schlichten Industrieunfall. Tatsächlich aber hat das Unglücksgelände so ziemlich alles zu bieten, was an Nukleartechnik vorstellbar ist. Seit vielen Jahren wird hier radioaktiver Abfall verarbeitet - jetzt ist offenbar etwas sehr schief gegangen.

Von Christopher Schrader

Atomausstieg beschlossen - Kabinett billigt Gesetzespaket
Ausstieg aus der Kernenergie

Kurzschluss bei der Atomlobby

Der eine kündigt eine Klage an, der andere schreibt einen Protestbrief an die Kanzlerin: Die Atombranche kämpft nach dem Ausstiegsbeschluss verbissen und erhöht ein letztes Mal den Druck auf die Bundesregierung. Doch sie manövriert sich selbst ins Abseits.

Ein Kommentar von Markus Balser

Kaninchen ohne Ohren geboren
Fukushima: Kaninchen ohne Ohren

Weiß, flauschig und ein wenig verstörend

In Fukushima erreicht die Strahlung Rekordwerte. Ein Youtube-Film zeigt nun ein ohrloses Kaninchen, das dort geboren worden sein soll. Es könnte wie die Wasserköpfe weißrussischer Kinder zum Symbol der Atomkatastrophe werden.

Von Christopher Schrader

Umweltschuetzer fordern Abschaltung weiter Atomkraftwerke
Gipfeltreffen zur Energiewende

Besser mit vielen als mit vieren

Merkel im Bann der Atombosse - das war einmal, vor Fukushima. Bei der Energiewende sucht die Regierung den Konsens mit Umweltverbänden, Verbraucherschützern und Kernkraftgegnern. Das stärkt die Zivilgesellschaft und schwächt die Energieversorger.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Atom-GAU in Fukushima

Weitere Arbeiterin verstrahlt

Bei einer japanischen Helferin, die im havarierten Atomkraftwerk Fukushima gearbeitet hat, wird erhöhte Radioaktivität gemessen. Auch Muttermilch weist gestiegene Strahlung auf.

File photo taken with a thermal camera shows the shut down nuclear power plant in Biblis
RWE-Atomkraftwerk Biblis

Klarheit statt Klüngel

Jürgen Großmann, Chef des Stromkonzerns RWE, klagt gegen die Abschaltung seines AKW Biblis. Er riskiert das Ansehen des Unternehmens und seine guten Beziehungen zur Politik. Dafür kann man ihm nicht genug danken.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Stromspar-Aktion

Dachau wird dunkel

In Dachau wird es am Samstagabend finster. Die Stadt will sich an der Aktion "Earth Hour" beteiligen und den Strom ausschalten. Ob auch die Fernseher während des Länderspiels ausbleiben?

Ein Kommentar von Walter Gierlich