München heute:Fliegerbombe im Münchner Osten / Neues zur Zweiten Stammstrecke

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München heute: In der Schublade gehalten: Das Bayerische Verkehrsministerium wurde schon 2020 von den Verzögerungen bei dem Megaprojekt informiert.

In der Schublade gehalten: Das Bayerische Verkehrsministerium wurde schon 2020 von den Verzögerungen bei dem Megaprojekt informiert.

(Foto: Peter Kneffel/dpa, Alessandra Schellnegger; Illustration: SZ)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Was macht man mit 32 Seiten, die voller unangenehmer Botschaften für Millionen Menschen stecken? Für all jene, die der ständigen Pannen bei der Münchner S-Bahn überdrüssig sind. Und all die anderen, die mit ihren Autos oft im Stau stehen, weil sie nicht in Züge einsteigen wollen, die vielleicht gar nicht fahren. Was also macht man da mit 32 Seiten, in denen steht, dass die zweite Stammstrecke der S-Bahn wahrscheinlich viele Jahre später kommt als geplant und verkündet? Und dass es folglich erst einmal nichts wird mit einem besseren öffentlichen Nahverkehr in der Region München.

Ganz einfach: verschwinden lassen! So hat das Söders Regierung getan, als die Deutsche Bahn (DB) als Bauherrin der zweiten Stammstrecke vor zwei Jahren mitteilte, dass sich das Milliardenprojekt bis 2034 verzögern dürfte (SZ Plus). Genauer gesagt: Bayerns Verkehrsministerium hat eine 32-seitige Präsentation der Bahn einfach verschwinden lassen. Natürlich war das nicht Söder selbst, der Hand anlegte. Und das Verkehrsministerium hat die besagten 32 Seiten selbstredend auch nicht geschreddert. Für so etwas würde sich die Beamtenschaft in einem Ministerium nie und nimmer hergeben.

Die 32 Seiten mit dem Titel "Gesamtterminplan" wurden brav abgeheftet. Wer weiß, vielleicht sogar nach dem Motto: gelesen, gelacht, gelocht. Oder: gelacht, gelocht, geheftet. Oder wie auch immer. Dummerweise sind damit aber in den Schubladen des Ministeriums auch die vielen von der Bahn vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen verschwunden, mit denen der Bau der zweiten Stammstrecke sich hätte wieder beschleunigen lassen. Jetzt hat niemand mehr etwas zu lachen. Vor allem die Menschen im Großraum München nicht, die von Söder & Co. seit Jahr und Tag an der Nase herumgeführt werden. Aber auch Söder selbst nicht. Macht er so weiter, dann provoziert er mit seiner Intransparenz geradezu einen Untersuchungsausschuss im Landtag. Und das mitten im Wahljahr 2023. Was ihn aber nicht daran hindert, lautstark vor allem eines zu fordern bei der zweiten Stammstrecke: Transparenz.

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