bedeckt München

Ökumenische Feier:Weihnachtsgottesdienst im Englischen Garten abgesagt

Winter am Chinesischen Turm in München, 2012

Wo sonst im Winter am Chinesischen Turm verschneite Bierbänke herumstehen, wollten die Kirchen in diesem Jahr einen ökumenischen Gottesdienst an Heiligabend feiern. Daraus wird nun nichts.

(Foto: Stephan Rumpf)

Das hat das Erzbistum München und Freising bekannt gegeben. Der Grund sei "das aktuelle Infektionsgeschehen" und die zu erwartende sehr hohe Teilnehmerzahl.

Von Max Ferstl

Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst, den Münchens Protestanten und Katholiken am 24. Dezember im Englischen Garten feiern wollten, findet nicht statt. Das hat das Erzbistum München und Freising am Dienstag bekannt gegeben. Die Absage erfolge "mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen" und der "zu erwartenden sehr hohen Teilnehmerzahl", heißt es in einer Mitteilung.

Geplant war eine Feier mit dem evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und dem Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. Der Outdoor-Gottesdienst sollte "eine Gelegenheit bieten, die wunderbare Weihnachtsbotschaft mit einer größeren Anzahl Menschen zu feiern, als die Corona-Schutzmaßnahmen in einer Kirche erlauben würden", so hatte es Bedford-Strohm formuliert.

Nun haben die nach wie vor hohen Infektionszahlen in der Stadt offenbar zu einem Umdenken geführt. Am Dienstag überschritt die Sieben-Tage-Inzidenz in München erstmals die 200er Marke. Zudem drohen härtere Beschränkungen, die eine Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen sollen. Das Erzbistum teilte mit, dass die ökumenische Vorbereitungsgruppe derzeit an einem alternativen Konzept für die abgesagte Feier arbeite.

© SZ.de/fema
Zur SZ-Startseite
Weihnachtsmarkt am Chinesischen Turm in München, 2013

MeinungContra Weihnachtsgottesdienst
:Kirchen senden eine völlig falsche Botschaft

Trotz Corona durften Kirchen bisher geöffnet bleiben - es wirkt nicht so, als wüssten sie dieses Privileg zu schätzen, wenn sie jetzt für Weihnachten die große Sause im Englischen Garten planen.

Kommentar von Max Ferstl

Lesen Sie mehr zum Thema