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München heute:Wird die Grippe in München unterschätzt? / Unbekannte fälschen CSU-Wahlplakate

Aktuell so gut wie täglich in Kontakt mit Grippepatienten: Allgemeinarzt Wolfgang Ritter praktiziert in Sendling.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Das Coronavirus ist in aller Munde, wohl aus gutem Grund: Ein neuentdecktes Virus gefährdet die Gesundheit der Infizierten und hat sich ziemlich schnell ausgebreitet. Covid-19, wie das Virus nun offiziell heißt, kann angsteinflößend wirken, zu Hamsterkäufen verleiten und führt mitunter dazu, dass Chinesen und Menschen, die dafür gehalten werden, rassistische Anfeindungen durchleben. Während die ersten Corona-Patienten in Bayern aus der Behandlung entlassen werden und auch in China die Neuinfektionen zurückgehen, breitet sich - größtenteils unbeachtet - die Grippewelle in Bayern aus.

In der ersten Februarwoche verzeichnete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 1500 Neuinfektionen mit der Influenza in München. Die Stadtverwaltung sprach bereits Ende Januar ein Beschäftigungsverbot für Schwangere aus, die in der Kinderbetreuung arbeiten. Seit Beginn der Grippewelle im vergangenen Herbst wurden bundesweit 130 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion notiert. Aufmerksamkeit hat die Grippe allerdings nicht viel bekommen - zumindest im Vergleich zum Coronavirus.

"Das Coronavirus wird medial sehr stark begleitet, die Patienten sind deshalb verunsichert, dabei ist die jährliche Influenza deutlich gefährlicher und für das Leben bedrohlicher" sagt Wolfgang Ritter, Facharzt für Allgemeinmedizin, meiner Kollegin Ekaterina Kel, die sich mit der Grippewelle in München beschäftigt hat. Ritter warnt davor, die Risiken der Grippe zu unterschätzen. Aber in Panik verfallen - das sollte man auch nicht. Die Grippe ist meist nur dann gefährlich, wenn man ein eh schon schwaches Immunsystem hat. Einen Rat für Infizierte gibt er auch noch: Lieber etwas länger zuhause bleiben und Kollegen nicht anstecken.

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