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München heute:Reaktionen auf abgelehnten Marx-Rücktritt / "Impf-Basar" in Bayern? / Neue Verbote zur EM

Marx feiert Gottesdienst mit Altarweihe

So soll es weitergehen: Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, bei einer Predigt in der Pfarrkirche St. Konrad.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

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Von Bernd Kastner

Jetzt ist diese seltsame Zwischenzeit für die Katholiken im Erzbistum München und Freising zu Ende. Kardinal Reinhard Marx hatte vergangenen Freitag publik gemacht, worum er den Papst gebeten hatte - dass er als Münchner Erzbischof zurücktreten darf. Er wolle Verantwortung für das Versagen der Kirche im Missbrauchsskandal übernehmen. Was war das für eine Überraschung! Und die nächste folgte vor wenigen Stunden: Franziskus wies den Kardinal an weiterzumachen. Sogar Marx selbst war überrascht, wie schnell Rom handeln kann.

Und was sagen die Menschen an der katholischen Basis zu diesem Hin und Her (SZ Plus)? Überrascht sind sie, klar. Sorgen machen sie sich schon lange um ihre Kirche, die es nicht schafft, den Missbrauchsskandal aufzuarbeiten und sich empathisch um die von Pfarrern und anderen Kirchenleuten gequälten Menschen zu kümmern; auch im Münchner Bistum gelingt das längst nicht immer. Nun aber spüren jene, die die Kirche in eine helle Zukunft geleiten wollen, Rückenwind - durch die selbstkritischen Worte des Kardinals und des Papstes.

Renate Spannig, die Sprecherin der Bewegung Maria 2.0, gehört zu denen, die anpacken wollen, jetzt erst recht: "Wir stehen bereit für die Reformen, die Marx ein Anliegen sind." Etwa ein Dutzend Initiativen und Organisationen im Erzbistum haben sich gerade zum "Netzwerk für eine zukunftsfähige katholische Kirche" zusammengetan. Als neulich Marx die Kirche am "toten Punkt" verortete und ihr Versagen als Institution kritisierte, habe sie sich gefreut, sagt Spannig. Weil der Kardinal so ehrlich war: "Endlich sagt's mal einer von den Entscheidungsträgern." Sie hat viele Punkte auf ihrer Liste, die die Kirche angehen müsste, die Gleichberechtigung der Frau und das Ende der Diskriminierung von Homosexuellen sind nur zwei davon. "Es braucht eine radikale Strukturreform."

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© SZ.de/flud
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