Tarifstreit:Streiks in bayerischen Unikliniken

Schon am Montag gab es an bundesweit 50 Hochschulen Streiks. Am Donnerstag und Freitag trifft der Tarifstreit auch die Unikliniken in Augsburg, Erlangen, Regensburg, Würzburg und München. (Foto: Oliver Berg/dpa)

Zum Ende der Woche will das Krankenhauspersonal in mehreren bayerischen Städten die Arbeit niederlegen. Es geht um einen höheren Tariflohn.

Mit Warnstreiks und Aktionen an bundesweit 50 Hochschulen - darunter in Augsburg, Erlangen und München - haben Beschäftigte am Montag bessere Bezahlung gefordert. Im Tarifstreit für die Angestellten der Länder fordert die Gewerkschaft Verdi 10,5 Prozent Gehaltserhöhung, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Außerdem soll ein bundesweiter Tarifvertrag für Hilfskräfte an Hochschulen durchgesetzt werden.

Für Dienstag hat die Gewerkschaft Auszubildende zu einem "Jugendstreiktag" aufgerufen. Am Donnerstag und Freitag sollen Beschäftigte der Universitätskliniken in München, Augsburg, Regensburg, Erlangen und Würzburg zeitweise streiken, ebenso Beschäftigte ihrer Dienstleister.

Newsletter abonnieren
:Mei Bayern-Newsletter

Alles Wichtige zur Landespolitik und Geschichten aus dem Freistaat - direkt in Ihrem Postfach. Kostenlos anmelden.

Verdi-Landesfachbereichsleiter Robert Hinke sagte: "Dass man auf Kosten des Personals spart, zeigt sich besonders drastisch in outgesourcten Servicebereichen." Es fehle nicht an Geräten, sondern an Personal - das Personal "läuft zunehmend davon", sagte Martin Schmalzbauer, Verdi-Fachsekretär für die Unikliniken in Bayern.

Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 7. Dezember in Potsdam. Der Bayerische Beamtenbund (BBB) fordert die Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamten. BBB-Chef Rainer Nachtigall sagte am Montag: "Wir brauchen konkurrenzfähige Beschäftigungsbedingungen." Die Länder haben die Forderungen als unbezahlbar zurückgewiesen.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusGesundheit in Bayern
:Wann kommt die Krankenhausmilliarde?

Jährlich soll eine Milliarde Euro in Bayerns Kliniken fließen. Das hat Ministerpräsident Söder drei Monate vor der Wahl angekündigt. Aber gilt das schon 2024? Die ÖDP hat Zweifel und organisiert den Protest.

Von Nina von Hardenberg

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: