Kriminalität:Die Angst vor dem Steinewerfer

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Kriminalität: Tatort Brücke, wie hier über die Autobahn A96 von München nach Lindau. Unter anderem von dieser Brücke soll im Jahr 2020 ein Mann Steine auf die Autobahn geworfen haben. Er wurde geschnappt, das Landgericht Memmingen verurteilte ihn zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

Tatort Brücke, wie hier über die Autobahn A96 von München nach Lindau. Unter anderem von dieser Brücke soll im Jahr 2020 ein Mann Steine auf die Autobahn geworfen haben. Er wurde geschnappt, das Landgericht Memmingen verurteilte ihn zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

(Foto: Stefan Puchner/dpa)

Eine Serie von Steinwürfen auf die Bundesstraße 2 nördlich von Augsburg schreckt Autofahrer auf. Die Polizei fahndet mit Hochdruck - in ähnlichen Fällen gab es bereits Tote und Verurteilungen wegen Mordes

Von Florian Fuchs, Augsburg

Er hat jetzt schon länger keinen Stein mehr von einer Brücke geworfen, keine Windschutzscheibe gesprengt und keine Menschen mehr verletzt. Der Steinewerfer, der nördlich von Augsburg auf der B 2 mehrere Wochen 20 Mal Steine auf Autos warf, verhält sich seit mehr als einer Woche ruhig. Wobei nicht einmal klar ist, ob es ein Täter ist, eine Täterin oder mehrere Täter. In etwas mehr als 50 Prozent der Fälle hat das Polizeipräsidium Schwaben Nord in den vergangenen Jahren Menschen gefasst, die Steine auf fahrende Autos geworfen haben. So ein Stein ist schnell geschmissen, danach ist der Täter schnell weg und damit schwer zu fassen. Offenbar hat die Polizei aber zumindest vorerst ihr anderes Ziel erreicht: Der Fahndungsdruck ist so hoch, dass der oder die Täter sich gerade offenbar nicht mehr trauen, noch mehr Schaden anzurichten.

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