Grundwasserschutz:Bayerns Bauern wollen strenge Düngevorgaben in Schutzgebieten kippen

Grundwasserschutz: In etlichen Regionen Bayerns haben die Bauern in der Vergangenheit so viel Gülle und Kunstdünger auf den Feldern ausgebracht, dass das Grundwasser dort jetzt mit Nitrat belastet ist und sie strenge Vorgaben für das Düngen beachten müssen. Die auf dem Bild dargestellte Art der Düngerverteilung ist inzwischen verboten.

In etlichen Regionen Bayerns haben die Bauern in der Vergangenheit so viel Gülle und Kunstdünger auf den Feldern ausgebracht, dass das Grundwasser dort jetzt mit Nitrat belastet ist und sie strenge Vorgaben für das Düngen beachten müssen. Die auf dem Bild dargestellte Art der Düngerverteilung ist inzwischen verboten.

(Foto: Erich Geduldig/Imago)

Vize-Ministerpräsident Aiwanger mutmaßt, "ein paar dasuffene Ratzn" könnten der Grund für hohe Nitratwerte im Boden sein. Nun verhandelt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die Klagen von mehr als tausend Landwirten.

Von Christian Sebald

Wenn es um den Schutz des Grundwassers vor Schadstoffen aus der Landwirtschaft geht, kommt der Freie-Wähler-Politiker Hubert Aiwanger gerne auf tote Ratten zu sprechen. Neulich etwa hat der selbst ernannte Bauernanführer und bayerische Wirtschaftsminister der Menge auf einer Kundgebung gegen die Berliner Ampel im oberpfälzischen Cham zugerufen, keiner könne wissen, ob nicht "ein paar dasuffene Ratzn" - einige ertrunkene Ratten also - der Grund seien, wenn eine Grundwassermessstelle einen zu hohen Nitratwert anzeigt, statt der Gülle, die die Landwirte in der betroffenen Region ausbringen.

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