Libor-Skandal

Ohne Abschlusszeugnis

Die deutsche Aufsicht will doch keinen Endbericht zur Zinsmanipulation vorlegen - schon der Zwischenbericht hatte es in sich.

Von Meike Schreiber, Frankfurt

Deutsche Bank

Heftige Vorwürfe gegen Noch-Chef Jain

Die Finanzaufsicht Bafin belastet den Chef der Deutschen Bank Anshu Jain im Libor-Skandal. Es habe "schwere Versäumnisse bei der Kontrolle der Geschäftsprozesse" gegeben.

Von Harald Freiberger

Former trader Tom Hayes leaves Southwark Crown Court in London
Libor-Manipulationen

Rain Man vor Gericht

Der britische Banker Tom Hayes gilt als Hauptfigur der Manipulation des Libor-Zinssatzes. Er ist der Erste, der sich nun einem Gericht stellen muss, aber vielleicht nicht der Letzte: Es könnten Manager von ganz oben verwickelt sein.

Von Björn Finke, London

Construction And City Views In Frankfurt Ahead Of German Gross Domestic Product Figures
Fragen und Antworten
Libor-Skandal

Deutsche Bank muss 2,5 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Händler haben einen wichtigen Zinssatz manipuliert. Die Deutsche Bank muss deswegen eine Milliardenstrafe zahlen.

Von Harald Freiberger

Deutsche Bank
Libor-Skandal

Deutsche Bank rechnet mit Milliardenstrafe

1,5 Milliarden Euro legt die Deutsche Bank für Rechtsstreitigkeiten zurück. Summe und Zeitpunkt legen nahe, dass das mit dem Libor-Skandal zu tun hat. Banken weltweit hatten Zinsen manipuliert, um dadurch fette Gewinne einzustreichen.

Von Harald Freiberger und Helmut Martin-Jung

Deutsche Bank
Libor-Skandal

Deutsche Bank soll 1,4 Milliarden Euro zahlen

Die Deutsche Bank könnte sich im Libor-Skandal bald mit den USA und Großbritannien einigen - dann würde es teuer für das Institut.

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US-Bank

JP Morgan überwacht Banker mit Algorithmen

Damit Zocker keine Chance mehr haben, lässt die US-Bank JP Morgan ihre Mitarbeiter künftig von Computerprogrammen kontrollieren. Diese sollen Fehlverhalten schneller erkennen als die Chefs.

Von Harald Freiberger, Frankfurt

Anshu Jain
Rolle der Deutschen Bank im Libor-Skandal

Finanzaufsicht entlastet Co-Vorstand Jain

Es gebe keine Beweise, dass Vorstände an Zinsmanipulationen beteiligt waren: Die Finanzaufsicht Bafin hat den Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, von einer Verstrickung im Libor-Skandal entlastet - das berichtet das "Handelsblatt".

Deutsche Bank in Frankfurt
Libor-Skandal

Tonbänder bei Deutscher Bank aufgetaucht

Haben einzelne Händler getrickst, oder steckt hinter der Affäre um den wichtigen Zinssatz doch ein System? Nach SZ-Informationen haben Ermittler bei der Deutschen Bank Tonbänder gefunden, die auf Absprachen hinweisen. Das Geldinstitut hält sich vorerst bedeckt.

Von Andrea Rexer, Frankfurt

The Bank Of England As Employee Suspended Over Currency-Rigging Concerns
Finanz-Manipulationen

Willkommen im "Banditenclub"

Sie ist eine der angesehensten Notenbanken der Welt, doch nun könnte die Bank of England in den vielleicht größten Skandal der Finanzwelt verwickelt sein: Manipulationen am Devisenmarkt, durch die sich Banker Geld in die eigenen Taschen schaufelten. Ein Mitarbeiter wurde jetzt suspendiert - das Institut muss sich erklären.

Von Andrea Rexer

A New York City Police Officer stands beside a security officer at the entrance of a Deutsche Bank office in New York in this file photo
Verdacht auf Devisenmanipulation

US-Ermittler knöpfen sich Deutsche Bank vor

Haben Zocker an der Wall Street die Währungskurse der Welt manipuliert? Jeden Tag werden auf dem Markt Milliarden umgesetzt. Jetzt rückt die New Yorker Staatsanwaltschaft aus.

Reaktion auf Libor-Skandal

EU-Parlament ermöglicht Haft für Zinstrickser

Vier Jahre Knast für betrügerische Banker: Das EU-Parlament beschließt, dass Zinsmanipulation erstmals auch mit Haft geahndet werden kann.

Bilanz-Pressekonferenz Allianz SE
Deutsche-Bank-Chefaufseher im Libor-Skandal

Kontrolleure greifen Achleitner an

Böser Brief von der Bafin: Die Finanzaufseher werfen Deutsche-Bank-Chefaufseher Achleitner vor, seine interne Überprüfung des Managements zum Libor-Skandal sei gar nicht ernst gemeint gewesen. Damit rückt einer der mächtigsten Männer der deutschen Wirtschaft in den Fokus.

Brandbrief zum Libor-Skandal

Fitschen empört über Bafin-Leck

Gegenschlag der Deutschen Bank: Ihr Chef Fitschen ist zornig, dass jemand dem "Spiegel" einen kritischen Bericht der Finanzaufsicht Bafin zugespielt hat. Das sei kriminell, die Zitate "aus dem Zusammenhang gerissen".

Whistleblowing

Britische Finanzermittler bekommen mehr Insider-Tipps

Sie verraten ihren Arbeitgeber: Die Zahl der wertvollen Whistleblower-Meldungen an die britische Finanzaufsicht steigt deutlich an. Hohe Strafen für Banken motivieren die Tippgeber.

Jürgen Fitschen Anshu Jain Deutsche Bank
Zins-Manipulationen bei Banken

Schwieriger Kampf gegen die Gier

"Kulturwandel" hieß das Versprechen. Stattdessen erschüttert ein Skandal nach dem anderen die Finanzbranche - und häufig ist die Deutsche Bank nicht weit. Politiker und Aufseher wollen die Machenschaften der Geldhäuser endlich stoppen. Aber wie?

Von Claus Hulverscheidt, Markus Zydra, Andrea Rexer und Harald Freiberger

London
Skandale in der Finanzbranche

Banker bedrohen das Wirtschaftssystem

Razzien bei Frankfurter Großbanken, ein Milliardenbußgeld aus Brüssel, Rekordstrafen in den USA - kaum ein Tag vergeht ohne schlechte Nachrichten aus der Finanzwelt. Für die Marktwirtschaft ist Gefahr in Verzug. Noch ein Skandal, und es wird so viel Regulierung kommen, dass man die Banken auch gleich verstaatlichen kann.

Ein Kommentar von Marc Beise

Manipulation an den Finanzmärkten

Macht und Maß

Früher regulierten unabhängige Stellen die wichtigsten Referenzwerte auf den Finanzmärkten, jetzt bestimmen die Geldinstitute selbst. Langsam wird klar, was Banker mit dieser Freiheit angestellt haben: Sie haben Grundfesten des Marktes beschädigt.

Ein Kommentar von Andrea Rexer, Frankfurt

Construction And City Views In Frankfurt Ahead Of German Gross Domestic Product Figures
Manipulation von Zinssätzen

EU-Kommission verhängt Rekordstrafe im Libor-Skandal

Rekordstrafe von 1,7 Milliarden Euro: Die EU-Kommission hat wegen der Manipulation von Zinssätzen gegen mehrere Großbanken Geldstrafen verhängt. Darunter: Barclays, die Royal Bank of Scotland, Citigroup und JPMorgan Chase. Die Deutsche Bank muss den größten Anteil zahlen.

Libor-Skandal

EU plant Rekordstrafen für tricksende Banken

Jetzt wird es teuer: Die EU-Kommission will Medienberichten zufolge, dass mehrere Banken wegen Zinsmanipulation hohe Bußgelder bezahlen. Es könnte die höchste jemals verhängte Kartellstrafe der Europäischen Union werden. Auch die Deutsche Bank soll betroffen sein.

Ermittlungen der Bafin

Aufseher knöpfen sich Banken wegen möglicher Goldpreis-Manipulation vor

Neuer Ärger für die Deutsche Bank? Neben anderen europäischen Großbanken könnte auch das Frankfurter Institut Insiderwissen missbraucht und so den Goldpreis manipuliert haben. Diesem Verdacht gehen jetzt die Bafin und weitere europäische Finanzaufsichtsbehörden nach.

Von Madeleine Nissen und Francesca Freeman, Wall Street Journal Deutschland

File photo of people walking in front of a branch of Swiss bank UBS in Zurich
Straffreiheit für UBS in Libor-Skandal

Vom Manipulator zum Kronzeugen

Wer zuerst auspackt, kommt glimpflich davon: Die UBS soll im Skandal um den manipulierten Referenzzins Libor keine Strafe an die EU zahlen müssen - weil ihre Chefs früh gestanden haben. Andere Banker toben.

Von David Enrich und Charles Forelle, Wall Street Journal Deutschland

Libor-Skandal

Fannie Mae verklagt Deutsche Bank

Der Skandal um den manipulierten Libor-Zinssatz kann für die Deutsche Bank noch richtig teuer werden. Nun klagt der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae gegen das Institut - weitere Verfahren laufen.

Rabobank nach Libor-Skandal

Chef weg, 774 Millionen Euro weg

Nächste Strafe gegen die Trickser des Referenzzinses Libor: Die niederländische Rabobank zahlt in einem Vergleich 774 Millionen Euro an Aufsichtsbehörden und entlässt vorzeitig ihren Chef.

Ermittlungen im Libor-Zinsskandal

Deutsche Bank weitet interne Untersuchungen aus

Etwa 50 Mitarbeiter hat die Deutsche Bank zum Gespräch geladen - auf Wunsch in Begleitung eines Anwalts. Es geht um die Manipulationen wichtiger Zinssätze, berichtet das "Handelsblatt".