Völkermord in Ruanda - SZ.de

Völkermord in Ruanda

Völkermord in Ruanda

SZ PlusMeinungFrankreich
:Hat er schon wieder zu viel geredet?

Emmanuel Macron lässt Zitate von sich verbreiten, wonach Paris nicht den Willen gehabt habe, 1994 den Genozid in Ruanda zu stoppen. Nur: Im Originalvideo fehlen sie. Eine Panne, wie das Élysée behauptet? Gewiss, und was für eine.

Kommentar von Oliver Meiler

Völkermord in Ruanda
:Frankreich habe der Wille gefehlt

Präsident Macron räumt zum 30. Jahrestag des Völkermords in Ruanda ein: Das Massentöten hätte verhindert werden können. Zum Gedenken in Kigali schafft er es aber nicht.

Von Oliver Meiler

Afrika
:"Niemand braucht eine Friedenstruppe, die nichts für den Frieden tut"

Die Wahl im Kongo am 20. Dezember wird überschattet von der eskalierenden Gewalt im Osten des Landes. Ausgerechnet jetzt endet nach 25 Jahren die dortige UN-Mission. Wie passt das zusammen?

Von Paul Munzinger

Das Politische Buch
:Der Genozid der anderen

Der Historiker Andrew I. Port beleuchtet in einer famosen Studie, was Deutsche nach dem Holocaust unter "Nie wieder" verstanden und wie sie auf Massengewalt in Kambodscha, Bosnien und Ruanda blickten. Und wie aus einem juristischen Tatbestand eine Metapher für transnationale Moralpolitik wurde.

Rezension von Annette Weinke

Genozid in Ruanda
:Macron: Keine Entschuldigung, aber die Wahrheit

Bei seinem Besuch in Ruanda geht Präsident Emmanuel Macron einen Schritt zur Versöhnung. Frankreich habe Hunderttausende Opfer des Völkermordes an den Tutsi im Stich gelassen.

Von Bernd Dörries, Kapstadt, und Nadia Pantel Paris

Macron
:Spät, aber nicht zu spät

In Ruanda spricht Frankreichs Präsident über die Verantwortung seines Landes. Nicht nur er hätte Anlass zur Selbstkritik.

Von Bernd Dörries

SZ PlusRuanda
:Der Sturz des Helden

Hollywood feierte ihn mit "Hotel Ruanda", weil Paul Rusesabagina während des Genozids mehr als Tausend Menschen rettete. Jetzt steht er vor Gericht, der Vorwurf: Terror und Mord.

Von Bernd Dörries, Kigali

SZ PlusRuanda
:Nicht zu fassen

Félicien Kabuga soll den Völkermord in Ruanda organisiert haben. Einer der meistgesuchten Männer der Welt, der sich trotzdem über Jahre verstecken konnte - mitten in Europa.

Von Bernd Dörries, Nadia Pantel und Ronen Steinke

Völkerrecht
:Mutmaßlicher Hauptverantwortlicher des Völkermords in Ruanda gefasst

Mehr als 25 Jahre nach den Massakern ist es bei Paris gelungen, Félicien Kabuga festzunehmen. Der heute 84-jährige Hutu soll damals die Milizen finanziert haben.

Großformat
:Fatale Freundschaft

25 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda: Wie die Deutschen aus den Tutsi und Hutu zwei unterschiedliche Ethnien gemacht haben.

Von Alex Rühle

Völkermord in Ruanda
:Im Namen der Toten

Nie wurden innerhalb so kurzer Zeit so viele Menschen getötet wie 1994 in Ruanda. Ein Ehepaar aus Paris spürt mutmaßliche Massenmörder dieses afrikanischen Genozids an den Tutsi auf und bringt sie vor Gericht.

Von Alex Rühle

Völkermord in Ruanda
:Blutige Spur in den Élysée-Palast

Frankreich hat während des Völkermords in Ruanda 1994 eine unrühmliche Rolle gespielt. Dokumente legen nun nahe, dass die Regierung Mitterrand den Konflikt sogar verschärft hat.

Von Isabel Pfaff

Katholische Kirche
:Papst entschuldigt sich für Rolle der Kirche beim Genozid in Ruanda

Hunderttausende Menschen wurden 1994 bei dem Völkermord getötet. Franziskus hat nun eingeräumt, dass dabei auch katholische Priester dem Hass verfallen seien. Sie hätten "das Antlitz der Kirche entstellt".

SZ PlusAfrika
:Abgehoben

Drohnen können töten, doch sie können auch Leben retten: Ein paar Kalifornier arbeiten in Ruanda daran, mit ihren Fluggeräten Blutkonserven in schwer erreichbare Gegenden zu schicken.

Von Tobias Zick

Buch zum Völkermord in Ruanda
:Sie sangen, sie soffen, sie schwangen ihre Macheten

Englebert Munyambonwa hat den Völkermord in Ruanda 1994 überlebt. Jetzt wird seine Geschichte veröffentlicht - es ist der intime Blick in eine zerstörte Seele.

Buchkritik von Cornelius Wüllenkemper

Kriegsverbrechen
:Psychologie des Massenmords

Interviews mit 55 verurteilten Kriegsverbrechern zeigen, dass kaum einer Reue empfindet. Fast alle rechtfertigen sich nach dem gleichen Schema.

Von Ronen Steinke

Völkermord in Ruanda
:Ruander wegen Völkermordes schuldig gesprochen

Wegen eines Massakers im Jahr 1994 verurteilt das OLG Frankfurt den Ex-Bürgermeister zu lebenslänglicher Haft. Er habe "knöcheltief im Blut stehend" seine Befehle gegeben.

Strafrecht
:Wo die deutsche Justiz an ihre Grenzen stößt

Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt Ruander, die von Deutschland aus an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein sollen - nach viereinhalb Jahren Prozess. Fazit des Richters: "So geht es nicht."

Von Josef Kelnberger

Völkermord in Ruanda
:Chronik des Versagens

5500 Blauhelme hätten den Genozid in Ruanda 1994 verhindern können, schätzen Experten. Doch die Weltgemeinschaft sah weg. Wieso? Diese Frage treibt die damals Verantwortlichen noch heute um.

Von Ronen Steinke

Völkermord-Prozess in Paris
:Ruandischer Ex-Geheimdienstchef schuldig gesprochen

Frankreich hat erstmals einen Mitverantwortlichen für den Genozid in Ruanda verurteilt. Der ehemalige Armeehauptmann Pascal Simbikangwa muss 25 Jahre lang ins Gefängnis.

Schuldspruch in Frankfurt
:Ruander wegen Beihilfe zum Völkermord verurteilt

Jahrelang lebte er unbehelligt in Mannheim - doch als Bürgermeister in Ruanda hatte er zuvor seine Anhänger zum Mord an Hunderten Tutsi angestachelt. Das Frankfurter Oberlandesgericht verurteilt Onesphore Rwabukombe deshalb zu 14 Jahren Haft.

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