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SZ-Podcast "Und nun zum Sport":Der Fall ManCity: Das Ende des Financial Fairplay?

Der Cas hebt die Europapokal-Sperre der Uefa gegen den englischen Klub auf. Welche Auswirkungen hat das auf den Fußball? Was sagt das über den Sportgerichtshof aus? Und ergibt Financial Fairplay überhaupt noch Sinn?

Von Johannes Aumüller, Anna Dreher und Sven Haist

"Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Aber ich denke nicht, dass es gestern ein guter Tag für den Fußball war", sagte Liverpools Trainer Jürgen Klopp. Und José Mourinho, Coach von Tottenham Hotspur, sprach von einer skandalösen Entscheidung, die ein Desaster sei: "Wenn ManCity unschuldig ist, dürfen sie nicht mit einer Millionen-Strafe belegt werden. Nicht mal mit einem Pfund Strafe. Wenn sie aber doch schuldig sind, dann müssen sie von diesem Wettbewerb ausgeschlossen bleiben." Und nicht nur die beiden Trainer der englischen Premier League reagierten empört über das Urteil, das der Sportgerichtshof Cas im Fall Manchester City gefällt hat.

Die Europäische Fußball-Union Uefa hatte den Klub für zwei Jahre aus den Europapokal-Wettbewerben aufgrund "schwerwiegender Verstöße" gegen das Financial Fairplay verbannt. Gelder, die als Sponoreneinnahmen deklariert wurden, sollen in Wahrheit von Vereinshaupteigner Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan gezahlt worden sein. Zwischen 2012 und 2016 soll der Klub auf diese Weise getrickst haben. Manchester City wies die Vorwürfe zurück, legte Einspruch beim Cas ein - und hatte Erfolg. Die Sperre von zwei Jahren ist aufgehoben und eine Geldstrafe von 30 auf zehn Millionen Euro reduziert worden. Die Beweise seien unzureichend oder die Taten verjährt, so das Urteil, das in seiner detaillierten Begründung noch erwartet wird.

Welche Auswirkungen wird die Entscheidung des Cas auf den Kampf der Uefa um die Einhaltung der Finanzrichtlinien haben? Und welche Folgen für die Entwicklung des Fußballs? Welches Bild gibt der Sportgerichtshof ab? Und wie viel Sinn ergibt Financial Fairplay überhaupt? Die neue Folge von "Und nun zum Sport" mit Johannes Aumüller, Anna Dreher und Sven Haist.

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