Italien

Trinkgeld ist in der Gastronomie eigentlich unüblich, vor allem, wenn auf der Restaurant-Rechnung bereits ein "coperto" aufgeführt ist - eine Art Grundgebühr für das Gedeck und das Brot. Wer besonders zufrieden war, kann trotzdem ein bis zwei Euro auf dem Tisch liegenlassen. Ohne "coperto" werden zehn Prozent Trinkgeld gern genommen. Bei Kreditkartenzahlung gilt in Italien ebenfalls: das Trinkgeld bitte in bar. In der Caffè-Bar (in Italien steht "caffè" für Espresso, der wirklich auf die Schnelle im Stehen an der Theke getrunken wird) gibt es dafür Tellerchen oder Sparschweine.

Im Hotel erhält das Zimmerpersonal etwa einen Euro pro Nacht oder fünf Euro pro Woche, die auf das Kopfkissen oder auf die Ablage am Badezimmerspiegel gelegt werden - dann ist klar, dass der Gast sein Geld mit Absicht dort platziert und nicht einfach nur vergessen hat. Im Taxi ist Aufrunden in Ordnung, wird aber nicht vorausgesetzt. Eine nette Geste ist es auf jeden Fall.

Bild: Kate Townsend/Unsplash 12. Juni 2019, 05:172019-06-12 05:17:36 © SZ.de/kaeb/dd/edi