Hambacher Forst:"In welcher Republik leben wir eigentlich?"

Hambacher Forst: Die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst im Herbst 2018 durch die Stadt Kerpen war einem Gerichtsurteil von 2023 zufolge zwar rechtens. Sie war aber wohl auch sinnlos.

Die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst im Herbst 2018 durch die Stadt Kerpen war einem Gerichtsurteil von 2023 zufolge zwar rechtens. Sie war aber wohl auch sinnlos.

(Foto: Marius Becker/DPA)

Der Energiekonzern RWE machte vor der Räumung des Hambacher Forstes im September 2018 offenbar starken Druck - nicht nur auf die Politik, sondern auch auf hochrangige Polizeibeamte.

Von Christian Wernicke, Düsseldorf

Es war der größte und teuerste Polizeieinsatz in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen - und auch der wohl sinnloseste: die Räumung des Hambacher Forstes. Auf Geheiß der NRW-Landesregierung zogen vom 13. September 2018 an Tausende Polizisten in den Wald 35 Kilometer westlich von Köln, um in 26 langen Tagen und Nächten Hunderte Kohlegegner und militante Klimaaktivisten aus ihren Zelten und Baumhäusern zu holen.

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