Braunkohle

Braunkohle & Kohleausstieg

Es ist paradox: Um die Umwelt zu schonen, setzt Deutschland auf nachhaltige Energien. Doch weil die nicht ausreichen und Atomkraft nicht mehr erwünscht ist, müssen Alternativen her - Erdgas wäre eine davon. Doch sie ist zu teuer. Stattdessen setzt das Land auf die schmutzigste Variante: Braunkohle. Mit weitreichenden Konsequenzen.

SZ PlusChemie-Industrie
:Zweifel am Kohleausstieg

Markus Steilemann ist Vorstandschef des Kunststoffherstellers Covestro und Präsident des Chemieverbands. Er hält einen schnellen Verzicht auf die klimaschädlichen Kraftwerke für unrealistisch. Eine Meinung, mit der er in der deutschen Industrie nicht alleine da steht.

Von Björn Finke

SZ PlusWälder
:Geschützt und trotzdem abgeholzt - wie kann das sein?

Die EU will Wälder besser pflegen. Doch in Tschechien enden ökologisch wertvolle Bäume oft als billiges Feuerholz. Unterwegs mit einem Bürgermeister, der sich dagegen zur Wehr setzt.

Von Christoph von Eichhorn

Energiekonzern Uniper
:Krise, welche Krise?

Ende 2022 musste der Strom- und Gasanbieter noch vom Staat gerettet werden. Nun erzielt er einen Rekordgewinn - und nutzt das Geld, um sich neu zu erfinden.

Von Björn Finke

SZ PlusKlimawandel
:Chinas schwierige Energiewende

Bis 2060 will das Land CO₂-neutral werden. Um das zu schaffen, müsse sich die installierte Wind- und Solarleistung mindestens verachtfachen, besagt eine neue Studie. Allerdings setzt die Regierung gerade verstärkt auf Kohle.

Von Benjamin von Brackel

Standort Deutschland
:Kohle für das Kohlerevier

Microsoft investiert Milliarden in deutsche Rechenzentren. Davon profitiert eine Region, die es besonders nötig hat.

Von Björn Finke

Börse
:Warum der Atomfonds auf dreckige Investments setzt

Der Staatsfonds Kenfo soll die Entsorgung des Atommülls finanzieren. Jetzt beklagen sich Umweltschützer über zweifelhafte Investments - ausgerechnet in der Energiebranche.

Von Victor Gojdka

SZ PlusKraftwerksstrategie
:Wie Gaskraftwerke künftig die Stromversorgung sichern sollen

Atomkraft ist out, Kohle bald auch. Doch was, wenn Sonne und Wind mal keine Energie liefern? Dann sollen Wasserstoffkraftwerke einspringen, finanziert vom Staat. Kann das klappen? Ein Überblick.

Von Michael Bauchmüller und Nakissa Salavati

SZ PlusÖkostrom
:Wie der Ausbau der erneuerbaren Energien gelingen könnte

Irgendwann sollen Sonne und Wind quasi allen Strom in Deutschland erzeugen. Aber wie lässt sich das finanzieren? Eine Studie für die Umweltstiftung WWF macht erste Vorschläge.

Von Michael Bauchmüller

SZ PlusChina
:Kohle scheffeln mit Huawei

Während Deutschland aussteigt, investiert China weiter kräftig in die Kohle – Klimaschutzversprechen zum Trotz. Künstliche Intelligenz und ein 5G-Netz sollen beim Abbau helfen. Besuch in einer Mine, die als zukunftsweisend gilt.

Von Florian Müller

SZ PlusExklusivHambacher Forst
:"In welcher Republik leben wir eigentlich?"

Der Energiekonzern RWE machte vor der Räumung des Hambacher Forstes im September 2018 offenbar starken Druck - nicht nur auf die Politik, sondern auch auf hochrangige Polizeibeamte.

Von Christian Wernicke

SZ PlusProtest in Lützerath
:"Greta Thunberg hat nicht nach rechts und nicht nach links geschaut"

Vor einem Jahr räumt die Polizei den Braunkohleort Lützerath, bei einer Demo eskaliert die Gewalt. Den Einsatz leitet Dirk Weinspach, damals Polizeipräsident. Was sagt der Grüne heute über die Strategien der Klimabewegung?

Interview von Christoph Koopmann und Christian Wernicke

SZ PlusHeizkraftwerk Nord
:Stadtwerke geraten unter Druck

Was bedeutet die Umrüstung von Kohle- auf Gasbetrieb für die Umwelt? Passt der Umbau zu den Vorgaben in Unterföhring? Die Nachbargemeinde, Klimaschützer und Stadträte verlangen Antworten von den SWM.

Von Bernd Kastner

SZ PlusExklusivEnergie
:"Braunkohle wird noch länger abgebaut, als wir vermuten"

Leag-Chef Thorsten Kramer will den ostdeutschen Braunkohlekonzern zum größten deutschen Erzeuger von grünem Strom umbauen. Worauf es nun ankommt, damit das auch gelingt.

Interview von Michael Bauchmüller und Silvia Liebrich

SZ PlusExklusivRWE-Chef
:"Bayern ist noch nicht da, wo es sein könnte"

RWE-Chef Markus Krebber baut gerade Deutschlands größten Stromproduzenten um: weg von Atom und Kohle, hin zu erneuerbaren Energien. Er rechnet mit steigenden Kosten für Verbraucher - und prangert den schleppenden Ökostrom-Ausbau in Süddeutschland an.

Interview von Caspar Busse und Björn Finke

SZ-Klimakolumne
:Abschied vom Klima-Märchenland

Erstmals ruft eine Klimakonferenz zur Abkehr von fossilen Energien auf. Die Einigung enthält zwar viele Schlupflöcher, entscheidend ist aber etwas anderes.

Von Christoph von Eichhorn

SZ PlusKlimakonferenz
:Staaten einigen sich auf COP-28-Erklärung

Die ganze Nacht über wird beim Klimagipfel in Dubai verhandelt. Am Morgen steht ein neuer Text. Doch auch er beschreibt den Abschied von Kohle, Öl und Gas nur vage.

Von Michael Bauchmüller

Energie
:RWE erhält 2,6 Milliarden Euro vom Steuerzahler

Der größte Stromproduzent des Landes wird für das Abschalten der Kohlekraftwerke entschädigt. Damit der Ausstieg 2030 gelingt, muss Deutschland aber noch einiges auf den Weg bringen.

Von Björn Finke

SZ PlusEnergieversorgung in München
:Streit und Verwirrung um die Zukunft des Heizkraftwerks Nord

Kommendes Jahr soll der Block 2 von Kohle auf Gas umgestellt werden. Ist das tatsächlich endgültig? Wie viel CO₂-Ausstoß bedeutet das? Klimagruppen denken über ein neues Bürgerbegehren nach.

Von Bernd Kastner

Energie
:Wieso RWE mehr in Ökostrom investiert

Der Dax-Konzern will in den kommenden Jahren 55 Milliarden Euro in grüne Projekte stecken - auch in Deutschland, aber nicht nur.

Von Björn Finke

SZ PlusExklusivMarie-Luise Wolff
:"Wir werden Verzicht üben müssen"

Marie-Luise Wolff ist eine der wichtigsten Energie-Managerinnen Deutschlands. Sie schreibt auch Bücher - und fordert in ihrem neuesten Werk, den Klimaschutz drastisch zu verschärfen. Was treibt sie an?

Von Björn Finke

SZ PlusChina
:"Chinas Verhältnis zum Rest der Welt hat Klimapolitik erschwert"

Li Shuo gehört zu den führenden chinesischen Klimaexperten. Den Bemühungen seines Landes gegen die Erderwärmung attestiert er eine schwere Krise - und sieht der Weltklimakonferenz in Dubai trotzdem optimistisch entgegen.

Interview: Lea Sahay

SZ PlusKlimapolitik
:"Die Menschheit muss sich entscheiden"

Die Erderwärmung sei nur durch einen konsequenten Abschied von Kohle, Öl und Gas zu stoppen, sagt Fatih Birol von der Internationalen Energieagentur. Doch es fehle am Wichtigsten: dem politischen Willen.

Von Michael Bauchmüller und Thomas Hummel

Energiepolitik
:Lindner zweifelt an Kohleausstieg 2030

Zunächst müsse geklärt werden, welche Art von Energie verfügbar und bezahlbar, sagt der FDP-Politiker.

SZ PlusMacrons Klimaschutzplan
:Ökologie nach französischer Art

Frankreichs Präsident legt seine grüne Agenda vor. Sie soll der nationalen Wirtschaft gegen die chinesische Konkurrenz helfen und die Bürger auf sanfte Weise mitnehmen. Was plant Macron?

Von Oliver Meiler

Nordrhein-Westfalen
:Menschen statt Bagger

Die schwarz-grüne Landesregierung entwirft eine helle Zukunft für das Rheinische Revier - mit Wiesen, Landwirtschaft und naturnahen Seen, ohne Kohle und Zwangsumsiedlungen. Doch es gären Zweifel an dieser Vision.

Von Christian Wernicke

SZ PlusKohleausstieg
:Im Grünen Tal

Ricarda Lang, Parteichefin der Grünen, wirbt zu Beginn ihrer Sommertour in der Lausitz für einen vorgezogenen Kohleausstieg im Osten. FDP und SPD sehen den Plan kritisch - die Koalition steht vor der nächsten Karambolage.

Von Markus Balser

Gashändler
:So will Uniper jetzt grün werden

Der Gashändler möchte massiv investieren und damit die Energiewende vorantreiben. Ein ehrgeiziger Plan - aber zum Glück verdient der Fast-Pleitier mittlerweile wieder glänzend.

Von Björn Finke

SZ PlusKonflikt im Dreiländereck
:Allein gegen Polens Regierung

Bis 2044 soll im Tagebau Turów Braunkohle gefördert werden. Doch im nahen sächsischen Zittau senkt sich schon der Boden. Die Stadt klagt - und wird Zielscheibe im Wahlkampf der rechtsnationalen polnischen PiS.

Von Viktoria Großmann

SZ PlusKolumbien
:"Die Drogen-Verbotspolitik hat Lateinamerika in einen Schlachthof verwandelt"

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro erklärt, warum vier Kinder 40 Tage im Regenwald überleben konnten, wundert sich über den deutschen Kohlehunger und fordert eine liberalere Kokainpolitik.

Interview von Boris Herrmann und Georg Ismar

Energieversorgung in München
:Kohleausstieg im Heizkraftwerk Nord verschoben

Grüne und Linke im Wirtschaftsausschuss sprechen von einer "bitteren Abwägung" zwischen Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Die Stadtwerke warnen allerdings: "Wir können nach diesem Winter nicht mehr reagieren."

SZ PlusWärmepumpe und Heizdebatte
:Revolution ist eine Frage der Heizung

Um das Recht aufs Verbrennen wird gerungen, als stünde das Abendland auf dem Spiel. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt: Womöglich ist da was dran.

Von Felix Stephan

Kohleausstieg
:Warnung vor Wassermangel in der Spree

Mit dem Ausstieg aus der Braunkohleförderung in der Lausitz droht der Spree starker Wassermangel. Vor allem in Brandenburg und Berlin seien empfindliche Auswirkungen möglich, teilte das Umweltbundesamt (UBA) am Montag in Dessau-Roßlau bei der ...

Nordrhein-Westfalen
:Angst vor der rheinischen Courage

Alle machen sich Mut - der Ministerpräsident aus Düsseldorf, der Wirtschaftsminister aus Berlin: Der Kohleausstieg 2030 im rheinischen Revier sei Modell für Europa und die Welt. Ob's gelingt, weiß niemand.

Von Christian Wernicke

SZ PlusEnergiepolitik
:"Jetzt sagt Deutschland: Ich brauche Kohle"

Einst haben die Grünen das riesige Kohlebergwerk Cerrejón in Südamerika bekämpft. Nun sollen mehr Lieferungen von dort deutsche Energieengpässe lindern - dabei will Kolumbien eigentlich selbst aus der Förderung aussteigen.

Von Michael Bauchmüller und Georg Ismar

Energie
:Raus aus der Kohle, Aus für Atommeiler

Aufbruch in ein neues Zeitalter: Der Versorger EnBW will bis 2028 weg von dem fossilen Brennstoff. Mitte April gehen die letzten Kernkraftwerke endgültig vom Netz.

Stromkonzern
:RWE baggert, will aber nicht mehr so viel verfeuern

Der Stromkonzern verdient blendend und investiert massiv in erneuerbare Energien. Das Braunkohle-Geschäft soll bald der Vergangenheit angehören. Doch noch bereitet es Ärger.

Von Björn Finke

SZ PlusExklusivEnergiepolitik
:Grüne wollen Kohleausstieg auch im Osten auf 2030 vorziehen

Die Bundestagsfraktion will laut internem Papier das beschleunigte Braunkohle-Aus in Deutschland forcieren. Der Ampelkoalition droht vor einem Gipfel der nächste Stresstest.

Von Markus Balser

Kohleausstieg
:Mitsprache im Kohlerevier

Nach dem auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg will Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) die Bürger am Rande des Tagebaus Garzweiler II intensiver als bislang vorgesehen beteiligen. Früheren Bewohnern der fünf nun geretteten ...

SZ PlusMeinungKoalition
:Die FDP als Volkspartei - beim Klimaschutz

Eine Energiewende finden alle gut - solange es allgemein bleibt. Aber wenn's konkret wird? Der Koalitionsstreit um das geplante Verbot von Öl- und Gasheizungen legt ein paar Lebenslügen der Deutschen bloß.

Kommentar von Detlef Esslinger

SZ PlusKlimaschutz
:Warum es so schwierig ist, die Kohle loszuwerden

Die Welt verbraucht so viel Kohle wie nie, die Klimaziele sind in weiter Ferne. Dies könnte auch mit Plänen zum Kohleausstieg zu tun haben. Über das "grüne Paradoxon" und wie es durchbrochen werden kann.

Von Christoph von Eichhorn

Steinkohle
:Importe meist aus Russland

In der Energiekrise hat Deutschland im vergangenen Jahr mehr Steinkohle importiert. Die Menge stieg um acht Prozent auf 44,4 Millionen Tonnen, wie eine Auswertung des Vereins der Kohlenimporteure (VDKI) ergab. Wichtigster Lieferant war demnach noch ...

SZ PlusEnergiepolitik
:Robert Habeck, der rastlose Architekt

Bis 2030 wollen die Grünen die Braunkohle hinter sich lassen, auch in der Lausitz. Doch dort ist das umstritten. Beim Besuch will der Wirtschaftsminister daher lieber über etwas anderes reden.

Von Michael Bauchmüller

Energie
:Uniper, ein ganz schön deprimierender Konzern

Der verstaatlichte Gasimporteur leidet unter Russlands Lieferstopp und wird nun de facto von Putin enteignet. Immerhin hat sich der Verlust wundersamerweise verringert - und soll weiter sinken.

Von Björn Finke

SZ PlusLützerath
:Böse Bilder von der Kante

Beim Protestmarsch gegen den Abriss von Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier gehen Beamte brutal gegen Klimaaktivisten vor. Innenminister Reul sagt, die Demonstranten hätten sich nur an die Regeln halten müssen. Doch die Verletzten erzählen eine andere Geschichte.

Von Jana Stegemann und Christian Wernicke

Bericht
:Netzagentur: Stromversorgung auch bei früherem Kohleausstieg sicher

Im Zeitraum von 2025 bis 2031 sei die sichere Versorgung gewährleistet - trotz des steigenden Stromverbrauchs. Der Bericht ist an diesem Mittwoch Thema im Bundeskabinett.

SZ PlusOberlausitz
:Wo Umweltschützer mit dem Gartenschlauch begrüßt werden

Die Grünen wollen den Streit mit der Klimabewegung befrieden und den Kohleausstieg in Ostdeutschland vorziehen. Doch die Betroffenen an der Abbruchkante haben offenbar kein Interesse daran, gerettet zu werden.

Von Markus Balser und Ulrike Nimz

Lützerath
:Klima, Kohle und massive Proteste

Ob die Demonstrationen und Besetzungen legitim sind und Lützerath der richtige Ort ist, um sich gegen die Verfehlung des 1,5-Grad-Ziels einzusetzen oder nicht, darüber scheiden sich die Geister.

Nach den Klima-Protesten
:"Vereinnahmt und instrumentalisiert"

Nach den Zusammenstößen in Lützerath verteidigt NRW-Innenminister Herbert Reul seine Polizei gegen Gewaltvorwürfe. Der CDU-Politiker sieht ein anderes Problem: Der zivile Protest grenze sich nicht von Linksextremisten ab.

Von Christian Wernicke

SZ PlusEnergiekrise
:Braucht Deutschland die Kohle unter Lützerath?

RWE profitiere von einem politischen Deal, und die Energiekrise sei bloß ein vorgeschobener Grund: Es kursieren viele Behauptungen in der Debatte um Lützerath. Die drei wichtigsten Thesen im Faktencheck.

Von Nakissa Salavati

Liveblog zu Lützerath
:Demonstranten am Tagebau werden teils von Polizei weggetragen

Zu ihnen gehört auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Um die Menschen von der Abbruchkante fernzuhalten, hat die Polizei teilweise Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt.

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