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Literatur:"Es ist so wichtig, dass man sich nicht von anderen Frauen bedroht fühlt"

"Es geht darum, zu akzeptieren, dass alle Lebensformen völlig berechtigt sind", sagt Jovana Reisinger. Foto: Tanja Kernweiß

Die Autorin und Filmemacherin Jovana Reisinger hat einen Roman über Frauen geschrieben - und die Rollenzwänge, in denen sie immer noch stecken. Ein Gespräch über Menstruation, Macht und Gewalt.

Interview von Anna Steinbauer

Spitzenreiter - das sei so ein Wort, das sie nie verwenden würde, sagt Jovana Reisinger. Die 1989 in München geborene Autorin und Filmemacherin hat ihrem zweiten Roman deshalb aus Trotz die weibliche Form verpasst: In "Spitzenreiterinnen" (Verbrecher Verlag) kämpft ein bunt zusammengewürfeltes Ensemble an Frauen mit Rollenzwängen, Machtstrukturen und Gewalt. Existentielle Schreibkrisen seien ihr diesmal erspart geblieben, sagt die Autorin, die seit Juni 2020 die Kolumne "Bleeding Love" bei Vogue online verfasst. Und für ihr Abschlussprojekt an der Filmhochschule München erhielt sie vor Kurzem das Katja-Eichinger-Drehbuchstipendium: Sie plant einen Anti-Heimatfilm, in dem sich die Schauspieler Benjamin Radjaipour, Thomas Hauser und Julia Riedler auf die Spuren der Kaiserin Sissi begeben.

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