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München heute:Stadt plant Toiletten-Offensive / SPD will Klimanotstand ausrufen

Münchens OB Dieter Reiter und Baureferentin Rosemarie Hingerl vor einer öffentlichen Toilette.

OB Reiter stellt gemeinsam mit der Baureferentin Rosemarie Hingerl das Konzept für mehr Toiletten im öffentlichen Raum vor.

(Foto: Catherina Hess)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Melanie Staudinger

Produktionsjobs sind im Journalismus nicht allzu beliebt. Wenn man Texte liest und titelt, fällt nämlich das weg, was am meisten Spaß macht im Leben einer Lokalreporterin: das Unterwegssein in der Stadt. Es hat aber auch einen großen Vorteil, wenn man seine Tage in einem Turm im Osten der Stadt verbringt: Es gibt Toiletten, und zwar immer dann, wenn man eine braucht.

Das klingt vielleicht absurd, ist es aber nicht, was alle bestätigen können, die täglich draußen unterwegs sind. Öffentliche Toiletten findet man in der Stadt kaum, Gaststätten weisen Klogängerinnen, die nichts konsumieren wollen, oft ab. Und wer sich jedes Mal etwas kauft, wenn er mal wohin muss, wird angesichts der Getränkepreise in der Innenstadt arm. Nicht nur Seniorenvertreter schlugen angesichts des Mangels Alarm. Zwei Stadtführerinnen konzipierten einen eigenen Toiletten-Rundgang, um auf den Missstand aufmerksam zu machen.

Zu unser aller Glück stehen nun im Frühjahr wieder Kommunalwahlen an, und die Zeit bis dahin vertreiben sich Lokalpolitiker traditionell gerne mit dem Toiletten-Thema. Vor sechs Jahren brachte die CSU ein Programm für schönere Schul-WCs ins Rollen. Jetzt ist es Oberbürgermeister Dieter Reiter, der eine Klo-Offensive präsentiert. 29 öffentliche WC-Anlagen sollen zusätzlich entstehen, wie mein Kollege Thomas Anlauf berichtet. Damit würde sich die Stadt fast der 200er-Marke nähern - das ist dann zwar immer noch nicht flächendeckend, wäre aber immerhin ein Anfang.

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