München heute:Wie nah darf München dem Himmel rücken? / Neues Forschungszentrum mit Tierversuchen

Planung Paketposthalle München  - Stand Juni 2021

Zwei 155 Meter hohe Türme sollen im Münchner Westen entstehen.

(Foto: Herzog de Meuron)

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Von René Hofmann

Wie nah darf München dem Himmel rücken? Das ist eine spannende Frage, über die in der Stadt lange schon leidenschaftlich gestritten wird. Sollen die Türme der Frauenkirche mit ihren knapp hundert Metern für alle Zeiten das bestimmende Innenstadt-Maß bleiben, oder geht vielleicht irgendwann doch noch ein bisschen mehr?

An der alten Paketposthalle im Westen der Stadt wagt der Unternehmer Ralf Büschel knapp außerhalb des Mittleren Rings einen neuen Anlauf. Zwei Türme, jeder 155 Meter hoch, entworfen vom Architekturbüro Herzog/de Meuron möchte er wachsen lassen. Einmal hat er das weltbekannte Büro die Pläne schon umzeichnen lassen und, um die Münchner für sein Vorhaben zu gewinnen, sogar einen Biergarten als Krönung eines der Bauwerke in Aussicht gestellt. Nun aber soll das ganze Projekt nochmal auf null gestellt werden. Die Grünen und die SPD, die im aktuellen Stadtrat bekanntlich über eine Mehrheit verfügen, wünschen sich einen Architektenwettbewerb mit ganz neuen Entwürfen (SZ Plus).

Ist das klug, einen Investor derart zu verprellen, der bereits aufwendige Pläne hat zeichnen und Landschaftsarchitekten hat grübeln lassen, welche Pflänzchen am besten im Schatten der Türme gedeihen könnten? Ja, findet mein Kollege Sebastian Krass, der den geplanten Turmbau zu Neuhausen schon lange begleitet. Je heftiger gerungen werde, desto größer sei am Ende die Akzeptanz für das historische Projekt. Dass für dieses noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig ist, hatte sich vor wenigen Wochen erst gezeigt, als die Stadt mit einer Digitalrunde ihr versprochenes Bürgergutachten zu den Bauplänen gestartet hatte. Einer der ersten Kommentare, die dort fielen, lautete: Wer einen Biergarten auf dem Dach eines Hochhauses plane, habe das Münchner Lebensgefühl nicht verstanden und sollte hier besser gar nichts mehr bauen.

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