München heute:Googles Quantenprozessor im Deutschen Museum / Doppelt geimpft und selten erkrankt

Eine Weltsensation - zumindest für Computerspezialisten - auf zwei Mal zweieinhalb Zentimetern: der Quantenprozessor Sycamore.

Eine Weltsensation - zumindest für Computerspezialisten - auf zwei Mal zweieinhalb Zentimetern: der Quantenprozessor Sycamore.

(Foto: Robert Haas)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Stefan Simon

"Erstes Museum auf der Erde", das ist eine Formulierung, die Fragen aufwirft. Ja, wo denn sonst? Auf dem Mars etwa oder auf Kepler-186f? Oder hat das Hubble-Teleskop vor der Erblindung wirklich einen Planeten mit Museen entdeckt? Besitzen die auch einen von Googles "Sycamore"-Prozessoren? So wie das Deutsche Museum, von dem die Formulierung stammt? Naja, wahrscheinlich lag es doch nur am Überschwang.

Seit diesem Mittwoch kann man auf der Museumsinsel eine fünf Quadratzentimeter große Platine bestaunen. Aber nicht irgendeine: Mit "Sycamore" gelang es Google erstmals nachzuweisen, wie sehr Quantencomputer selbst den besten bisher eingesetzten Supercomputern überlegen (SZ Plus) sind: In drei Minuten eine Aufgabe lösen, für die eine Million herkömmlicher Prozessoren 10 000 Jahre brauchen würde - das Experiment schrieb Technikgeschichte. Trotzdem ist "Sycamore" nun, zwei Jahre später, schon museumsreif, wie mein Kollege Helmut-Martin Jung schreibt. Und tatsächlich spielt dabei auch das Universum eine Rolle.

Rechenkünste von wahrhaft astronomischen Ausmaßen sind das eine, die Realität war im Deutschen Museum in der jüngeren Vergangenheit aber oft eine andere. Falsch kalkulierte Kosten für die Generalsanierung führten immer wieder zu Ärger. Ob "Sycamore" da helfen kann? Ob daher also die große Freude der Museumsmacher über den Neuzugang rührt? Wer weiß. Sollte aber auch der Quantenprozessor scheitern, gibt es vielleicht noch einen anderen Hoffnungsschimmer. Es ist eine Überlegung, die ins vorige Jahrhundert zurückreicht.

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