München heute:Stadt setzt bunte Zeichen am CSD / Mann findet Handgranate in Isar / Corona-EM-Bilanz

München heute: Am Samstag gehörten der Marienplatz und die umliegenden Straßen der LGBTIQ-Szene.

Am Samstag gehörten der Marienplatz und die umliegenden Straßen der LGBTIQ-Szene.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Sabine Buchwald

Wann haben Sie das letzte Mal einen Regenbogen gesehen? Erinnern Sie sich, wie sehr Sie sich darüber gefreut haben? Weil es endlich aufgehört hatte zu regnen und die Sonne schien, oder weil Sie von dem Naturschauspiel beeindruckt waren? Gilbert Baker hatte eine großartige Eingebung, als er die Farben des Regenbogens zu einer Flagge gestaltete, als Symbol für die schwul-lesbische Szene. "Als Brücke zwischen Menschen überall auf der Welt, die sich zusammengehörig fühlen", so in etwa wird die Intention des US-amerikanischen Künstlers beschrieben, der sich 1978 im Auftrag des Politikers Harvey Milk an die Arbeit gemacht hatte. Milk war der erste offen homosexuelle Politiker der USA. Er wurde im November 1978 ermordet. Auch Baker ist 2017 gestorben. Aber die Idee der Regenbogen-Fahne lebt weiter. Milk hat ihren Siegeszug nicht mehr erlebt. Er wäre sicher stolz darauf.

Unzählige Regenbogen-Fahnen und bunte Symbole waren dieses Wochenende in München zu sehen. Noch viel mehr als sonst in dieser Stadt. Denn am Samstag und Sonntag endete die Pride-Week mit dem Christopher-Street-Day (CSD) und einer Radl-Demo zur Theresienwiese. Friedlich und fröhlich wurde an diesen Tagen daran erinnert, dass die Menschen verschieden fühlen und auch nicht immer in die Rollen passen, die ihnen eine konservative Gesellschaft zugeschrieben hat. "Proud. Human. Queer." So lautete das Motto des diesjährigen CSD. Stolz. Menschlich. Tja, und was ist queer? Vielleicht lesbisch oder schwul? Bi-, trans- oder intersexuell? Oder vielleicht noch etwas anderes?

An den mehr als 60 Ständen von Vereinen und Initiativen rund um den Münchner Marienplatz konnte offen darüber gesprochen werden. Es gab Antworten auf jede Frage. In diesem Jahr wurde nicht einfach gefeiert, das ließ die Corona-Pandemie nicht zu. Aber es wurden mit Worten viele Brücken gebaut. Vielleicht wurden auch Missverständnisse ausgeräumt und bestimmt kamen auch viele neue Kontakte zustande. Dieser CSD war ein Erfolg. Warum und was die Veranstalter und die Szene davon für die Zukunft mitnehmen können, lesen Sie hier. Außerdem erklärt der Psychologe Christopher Knoll im Interview, warum in diesem Jahr so viele junge Menschen beim CSD waren.

DAS WOCHENENDE IN MÜNCHEN

Gemeinsam im Musikhimmel Es ist ein Fest für Orchester, Solisten und fürs Publikum: Nach monatelanger Corona-Pause durfte Klassik am Odeonsplatz wieder stattfinden - als Pilotprojekt vor 2000 Menschen.

Wenn überall gebuddelt wird Obwohl derzeit an nur 70 Stellen in der Stadt gegraben wird, fühlt es sich in diesem Jahr besonders schlimm an. Denn es sind viele neuralgische Orte von Baustellen betroffen. Wo der Verkehr besonders stockt.

Mann findet scharfe Handgranate an der Isar Er hatte mehrere metallische Gegenstände am Fluss entdeckt und sie mitgenommen. Als er erkannte, was da vor ihm lag, rief er die Polizei.

München zieht eine Corona-EM-Bilanz Viele EM-Feiern, wenig Masken-Disziplin und kaum Auswirkung aufs Pandemiegeschehen: Nach vier Spielen in der Fröttmaninger Arena zeigt sich das Gesundheitsreferat recht zufrieden - und lobt die Fans.

MÜNCHEN ERLESEN

Restaurants in München | Bars in München | Frühstück und Brunch

Zu den Landkreisen: Bad Tölz-Wolfratshausen | Dachau | Ebersberg | Erding | Freising | Fürstenfeldbruck | München | Starnberg

© SZ.de/mkam
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB