5. Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-HeidelbergOpus "Magnum"

Jeder kennt die Porträts von Che Guevara und Ernest Hemingway - die Agentur Magnum steht für die bekanntesten Fotos der Welt. Für ein Fotofestival hat die Pariser Institution nun ihre Archive weiter geöffnet als je zuvor. Und zeigt sich von ganz neuer Seite.

Von Paul Katzenberger, Mannheim

Jeder kennt die Portraits von Che Guevara und Ernest Hemingway oder den "Loyalistischen Soldat im Moment seines Todes" - die Agentur Magnum steht für die bekanntesten Fotos der Welt. Für das Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg hat die Pariser Institution nun ihre Archive weiter geöffnet als je zuvor. Und zeigt sich von ganz neuer Seite.

Ihr Name ist wie Donnerhall, doch er schallt nicht mehr so laut wie noch zu den Hochzeiten des Magazin- und Zeitungsjournalismus. Die Foto-Agentur Magnum ist noch immer eine Instanz in der Reportage-Fotografie, aber seit der Foto-Journalismus in der gegenwärtigen Medienkrise ganz allgemein im Niedergang begriffen ist, sind die Zeiten selbst für seine anerkanntesten Vertreter härter geworden.

Doch Magnum hat auf die Gefahr längst reagiert. Die geringere Nachfrage nach ihren Bildern durch die Print-Presse versucht die Agentur durch die vermehrte Präsentation ihrer Aufnahmen in Ausstellungen aufzufangen.

Seit 2003 kümmert sich die Kuratorin Andréa Holzherr um die Ausrichtung von Magnum-Bilderschauen, die zwar schon seit Jahrzehnten organisiert werden, inzwischen aber eine wichtigere Rolle spielen für die Pflege des Mythos der legendären Fotografen-Kooperative - nun eben in einem stärker musealen Kontext.

Magnum-Legende René Burri im Jahr 2009 vor einer seiner bekanntesten Aufnahmen - dem Portrait Che Gueveras aus dem Jahr 1963.

Bild: dpa 6. November 2013, 17:112013-11-06 17:11:56 © Süddeutsche.de/goro