Psychiatrie

Alles zum Thema

Psychiatrie
:Wie krank ist Donald Trump?

36 Mediziner haben dem US-Präsidenten die geistige Eignung für sein Amt abgesprochen. Manche erkennen bei ihm Symptome von Persönlichkeitsstörung und Demenz. Selbst Ferndiagnose-Skeptiker sagen: So geht es nicht weiter.

SZ PlusVon Christina Berndt

Gesundheit
:Man kann auch zu viel über mentale Gesundheit sprechen

Die Themen ADHS, Autismus und mentale Gesundheit sind vollends in der Popkultur angekommen. Das hat auch unerfreuliche Nebenwirkungen.

SZ PlusKommentar von Sebastian Herrmann

Psychologie
:„Manchmal scheinen psychische Diagnosen wie ein Statussymbol zu wirken“

Immer mehr Menschen kommen mit einer fertigen Selbstdiagnose zum Therapeuten. Die Forscherin Gloria Mittmann über Erwartungen, Diagnose-Shopping und die Frage, warum ausgerechnet ADHS und Autismus so begehrt sind.

SZ PlusInterview von Sebastian Herrmann

Pflegende Angehörige
:Wenn Sorge zur Belastung wird

Wer sich um psychisch erkrankte Angehörige kümmert, gerät schnell an seine Grenzen. Günter Badura , Pflegedienstleiter im KBO-Klinikum Taufkirchen, erklärt in einem Vortrag, wie Unterstützung gelingt, ohne sich selbst zu überfordern.

Von Thomas Daller

Assistierter Suizid
:Wie man Menschen beim Sterben hilft

Seit einigen Jahren besteht in Deutschland die Möglichkeit des assistierten Suizids. Das Interesse ist groß, die Sorgen sind es auch. Was also tun? Fragen an zwei Experten.

Interview von Christina Berndt

NS-Psychiatriegeschichte
:Warum Pflegeschüler in der Ausbildung den Obersalzberg besuchen

In der Dokumentation Obersalzberg in Hitlers ehemaligem „Führersperrgebiet“ gibt es spezielle Workshops für Berufsgruppen. In einem davon erfahren Pflegeschüler, wie Ärzte und ihre Assistenten geholfen haben, vermeintlich „unwertes“ Leben auszulöschen.

Von Matthias Köpf

Psychische Erkrankungen
:Selbstverletzungen von Jugendlichen nehmen zu

Laut einer internationalen Studie ritzen und verletzen sich immer mehr Jugendliche. Der Trend dürfte sich auch in Deutschland finden. Was sich dagegen tun lässt.

SZ PlusVon Christina Berndt

Isar-Amper-Klinikum
:Wie Psychiatrie menschlicher wurde

Seit den Reformen der 1970er‑Jahre hat sich der Umgang mit psychischen Erkrankungen grundlegend verändert. Die Ausstellung im Museum am Isar‑Amper‑Klinikum in Haar verbindet historische Einblicke mit heutigen Ansätzen.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

Honorarkürzungen bei Psychotherapie
:Der Rotstift löst keine Versorgungskrise

Therapeutinnen und Therapeuten fordern Respekt ein und warnen vor Verschlechterungen im System, weil spätes Behandeln ungleich teurer werde als frühe Intervention.

Neurodiversität
:Nicht krank, nur anders?

Viele Betroffene betrachten Autismus oder ADHS nicht mehr als Krankheiten, sondern als Teile ihrer Identität, als Neurodiversität. Aber ist damit allen geholfen?

SZ PlusVon Mia Mertens und Valentina Reese

Cannabis
:Zwei Jahre nach Legalisierung: Mehr riskanter Konsum, weniger Kriminalität

Forscher ziehen ein gemischtes Zwischenfazit. Es gibt positive, aber auch problematische Entwicklungen.

Von Christina Berndt

Psychiatrie
:Warum Psychiater die Therapie mit Stromschlägen verteidigen

Die WHO spricht sich gegen die Elektrokonvulsionstherapie bei starken psychischen Erkrankungen aus. Doch Psychiater sind überzeugt: Die Methode hilft und hat kaum Nebenwirkungen. Was ist da los?

SZ PlusVon Christian Weber

MeinungPsychiatrie
:Keine Angst vor Zauberpilzen

Die wichtigste deutsche Studie zu Psilocybinen stärkt die Vermutung, dass Psychedelika gegen Depressionen helfen. Hätte man allerdings schon vor 50 Jahren wissen können.

SZ PlusKommentar von Christian Weber

Urteil am Landgericht Regensburg
:Lange Haftstrafen nach Flucht aus forensischer Psychiatrie

Vier Männer waren im Sommer 2024 aus einer geschlossenen Station des Bezirkskrankenhauses Straubing geflohen und hatten dabei eine Geisel genommen. Die zwischen 29 und 32 Jahre alten Täter hatten im Verfahren die Vorwürfe gegen sie eingeräumt.

Von Alexander Kappen

Debatte
:Psychotherapie ist kein Fitnesstraining für die Seele

Die Diskussion um die Stundensätze für Psychotherapeuten verstellt den Blick auf das eigentliche Problem: Wie schafft man es, die Menschen zu behandeln, die wirklich Hilfe brauchen?

SZ PlusEssay von Christian Weber

Psychiatrie
:Zauberpilze gegen Depressionen: Große Studie zeigt Potenzial

Psilocybin, ein Wundermittel? Die bislang umfassendste deutsche Studie zeigt nun, dass auch Psychedelika nicht allen helfen können – aber manchen schon.

SZ PlusVon Mia Mertens

Krisendienste Bayern
:„Sie hat nur immer wieder gesagt, ich bin hier. Wir kriegen das hin!“

Wer hilft einem bei Depression und seelischer Not? Manchmal kann ein Anruf bei einem Hilfstelefon die Rettung sein. Zum fünfjährigen Bestehen der Bayerischen Krisendienste erzählen Betroffene ihre Geschichte.

Von Nina von Hardenberg

Psychiatrie
:In zehn Minuten gegen die Depression

Können kurze Online-Übungen erkrankten Menschen helfen? Forscher haben die Wirksamkeit von zwölf Maßnahmen untersucht. Ihre Ergebnisse fallen gemischt aus.

SZ PlusVon Jakob Wetzel

MeinungFall Winterhoff
:Dieses Urteil ist viel zu milde

Der Bonner Psychiater hat Hunderten, wenn nicht Tausenden Patienten leichtfertig ein Medikament verschrieben – und sie damit um ihre Kindheit und Jugend gebracht. Und dafür nur neun Monate auf Bewährung?

SZ PlusKommentar von Rainer Stadler

Urteil gegen Kinderpsychiater Winterhoff
:Kinder sediert nach zweifelhaften Diagnosen

Michael Winterhoff hat Kinder mit einem Psychopharmakon ruhiggestellt. Mit seiner Behandlung habe er sich weit außerhalb des fachlichen Standards bewegt, stellt das Gericht fest. Dennoch fiel das Urteil überraschend milde aus.

SZ PlusVon Rainer Stadler

Gerichtsprozess
:Bewährungsstrafe für Kinderpsychiater Winterhoff

Das Landgericht Bonn spricht Winterhoff wegen Körperverletzung schuldig. Dass er Kindern Psychopharmaka zur Dauerbehandlung verordnet hat, sieht die Richterin als erwiesen an. Er habe den Patienten aber nicht schaden wollen.

Psychologie
:Wenn Kinder die Elternrolle übernehmen

Papa trösten, den kleinen Bruder versorgen, den Haushalt schmeißen: Wenn Eltern aus verschiedenen Gründen an die Belastungsgrenze kommen, übernehmen Söhne und Töchter viel Verantwortung. Wann wird es zu viel?

SZ PlusVon Jana Hauschild

Literatur
:Guter Mann, schlechtes Buch

In Navid Kermanis Zeitroman „Sommer 24“ ist der Autor selbst der von der Gegenwart gequälte Ich-Erzähler – und stets darauf bedacht, bloß ja keinen Abgrund aufzutun. Es ist ein großer Jammer.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Epidemiologie
:Autismus ist bei Frauen vermutlich ähnlich häufig wie bei Männern

Lange galten Störungen aus dem Autismus-Spektrum als etwas, das vor allem Männer betrifft. Nun zeigt eine große Studie: Das Verhältnis dürfte fast ausgeglichen sein, Mädchen und Frauen werden aber noch immer später diagnostiziert.

Von Mia Mertens

Medizin
:Das Leben, ein Minenfeld

Lang galt die Borderline-Störung als unbehandelbar, monströs, aber dank neuer Therapien haben sich die Aussichten für Patienten stark verbessert. Das Problem ist nur, dass betroffene Männer oft im Gefängnis landen, nicht in der Klinik. Ein Hilferuf.

SZ PlusVon Christina Berndt

Euthanasie
:Gedenken an Nazi-Opfer

Im Bezirkskrankenhaus Haar gibt es bis 13. März eine Ausstellung zur „Aktion T4“, dem Mord an behinderten und psychisch kranken Menschen, zu sehen.

Psychiatrie
:Macht die Stadt psychisch krank?

Bewohner von Städten leiden deutlich häufiger an Schizophrenie und Depressionen als Menschen auf dem Land. Woran das liegt.

SZ PlusVon Christian Weber (Text), Jonas Jetzig (Infografik) und Olivia von Pilgrim (Illustration)

Urteil in Hamburg
:Messerangreiferin vom Hauptbahnhof muss in Psychiatrie

Die psychisch erkrankte Frau stach wahllos auf Reisende ein. Das Gericht geht davon aus, dass sie schuldunfähig war.

Kindergesundheit
:„Wir haben mehr Depressionen, mehr Ängste, mehr Traurigkeit, mehr Hoffnungslosigkeit“

Martin Holtmann, Leiter der LWL-Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm, sieht eine Gesundheitskrise bei jungen Menschen. Eine verlorene Generation fürchtet er aber nicht.

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Gedenktag in Haar
:Die Schuld der Psychiatrie über 1945 hinaus

Der Transport von 25 Männern aus der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar in die Tötungsanstalt Grafeneck markiert am 18. Januar 1940 den Beginn der massenhaften Ermordung von Patienten im Deutschen Reich. Doch eine „Stunde Null“ gab es nach dem Krieg in den Anstalten nicht. Historikerin Maike Rotzoll beklagt beim Gedenken eine mangelhafte Aufarbeitung.

Von Bernhard Lohr

Fasangarten
:21-Jähriger bedroht Schüler mit Cuttermesser

Die Polizei rückt mit mehreren Streifen an und kann den Mann festnehmen – zuvor konnten Lehrer der Berufsschule ihm gut zureden.

MeinungPsychiatrie
:Antidepressiva sind kein Wundermittel – aber trotzdem wichtig

Gerade bei schweren Depressionen können wir auch dank der Medikamente helfen. Übertriebene Pharmakritik hingegen schadet den Patienten. Eine Gegenrede.

SZ PlusGastbeitrag von Alkomiet Hasan

Literatur
:Erste in der Ich-Klasse

Sie schrieb das erfolgreichste Debüt seit der „Blechtrommel“ und machte ihren Verleger reich – später wurde bei Brigitte Schwaiger eine Borderline-Störung diagnostiziert, sie galt als schwierig, wurde vergessen. Jetzt ist ihre Wiederentdeckung in voller Blüte, endlich!

SZ PlusVon Willi Winkler

Literatur
:Das Ziel ist nicht, glücklich zu werden

Ein junger Mann fürchtet, verrückt zu werden – und wird Psychologe, ausgerechnet in der Psychiatrie. Leon Englers zärtlicher, humorvoller Debütroman „Botanik des Wahnsinns“ ist ein Überraschungserfolg des Jahres. Völlig zu Recht.

SZ PlusVon Dominik Fürst

Therapien
:Welche Psychotherapie passt zu mir?

Es gibt mittlerweile eine große Bandbreite an Verfahren, die bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen helfen. Was die Unterschiede sind. Eine Übersicht.

SZ PlusVon Christian Weber

Depressionen
:„Geben Sie sich einen Ruck, lassen Sie sich behandeln!“

Patienten mit Depressionen kann heute sehr gut geholfen werden. Allerdings gibt es auch Betroffene, bei denen die klassischen Therapien nicht anschlagen. Welche neuen Methoden dann zur Verfügung stehen.

SZ PlusVon Christina Berndt

Psychische Erkrankungen
:Licht an, Depression aus?

Gegen den Winterblues soll eine Lichttherapie gut helfen. Was die Methode auch gegen schwere Depressionen ausrichten kann – und was nicht.

SZ PlusVon Valentina Reese

Christoph Poschenrieders Roman über „Euthanasie“-Verbrechen
:Wie die Großtante ermordet wurde

Christoph Poschenrieder erinnert im beeindruckenden Roman „Fräulein Hedwig“ an das Schicksal seiner eigenen Verwandten, die während der NS-Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar umgebracht wurde.

Von Antje Weber

MeinungPsychiatrie
:Bitte mehr Ehrlichkeit: Der Nutzen von Antidepressiva wird überschätzt

Vielen Patienten helfen Medikamente gegen Depression kaum mehr als ein Placebo, die langfristigen Risiken sind unklar. Warum werden sie dann trotzdem immer häufiger verordnet?

SZ PlusGastbeitrag von Winfried Rief

Psychologie
:Immer mehr ADHS-Diagnosen unter Erwachsenen

Besonders in den vergangenen Jahren ist die Zahl deutlich angestiegen. Nur ein Social-Media-Hype? Experten sehen das anders.

SZ PlusVon Valentina Reese

Kinderpsychiater vor Gericht
:Ein Prozess wird zur Farce

Der prominente Arzt Michael Winterhoff soll Kinder und Jugendliche nach zweifelhaften Diagnosen mit Medikamenten ruhiggestellt haben. Doch vor Gericht häufen sich die seltsamen Szenen.

SZ PlusVon Rainer Stadler

Straubing
:Entwichener Psychiatrie-Patient taucht wieder auf

Ein Patient kehrt nach einem genehmigten Ausgang nicht in das Bezirkskrankenhaus Straubing zurück. Am nächsten Tag stellt er sich selbst der Polizei.

Nürnberg
:Mann schlägt Passanten von hinten mit Hammer auf den Kopf

Ein Mann ist in der Nürnberger Südstadt mit einem Hammer unterwegs. Einen anderen Mann verletzt er damit schwer. Die Hintergründe sind unklar.

Depression
:Wie komme ich bei Depressionen an die passende Therapie?

Viele Menschen fühlen sich mal traurig oder antriebslos. Aber woran erkennt man eine behandlungsbedürftige Depression? Und was kann man selbst tun, damit es besser wird? Fragen an den Psychiater Peter Falkai.

Interview von Christina Berndt

MeinungGesundheit
:Mehr Investitionen in psychisch Kranke würden sich lohnen

50 Jahre nach der großen Reform zeichnet sich ein Rückfall in alte Zeiten ab, in denen Kranke stigmatisiert und unwürdig behandelt wurden. Darüber sollte das Land erschüttert sein.

SZ PlusKommentar von Christina Berndt

Literatur
:Prinz Philips Mutter

Im Organigramm des europäischen Hochadels taucht Alice von Battenberg meist nur am Rande auf. Die Schriftstellerin Irene Dische macht sie in ihrem neuen Roman zur Hauptfigur – tragisch, edelmütig und vor allem erstaunlich machtlos.

SZ PlusVon Marie Schmidt

50 Jahre Psychiatriereform
:Noch lange nicht am Ziel

In der Regelpsychiatrie gibt es weniger Zwang – dafür mehr Zwang in der Forensik, findet ein Leser. Und er sieht weiteren Verbesserungsbedarf.

Erlangen
:Flucht aus der Forensik: Rückflug aus Kolumbien kostet 195 000 Euro

Charter- statt Linienflug: Warum die Flucht des früheren Amokläufers von Ansbach bis nach Kolumbien den Freistaat teuer zu stehen kommt.

Umgang mit psychisch kranken Gewalttätern
:Suche nach dem Fehler im System

Er verstehe nicht, wieso der spätere Aschaffenburger Messerangreifer kurz nach einem Gewaltexzess die Forensik wieder verlassen konnte, sagt ein Richter. Unmöglich hätten sie Enamullah O. dort behalten können, erwidern Ärzte. Über einen Fall, der immer neue Fragen aufwirft.

SZ PlusVon Olaf Przybilla und Max Weinhold Hernandez

SZ MagazinMentale Gesundheit
:Wie man psychisch erkrankten Menschen wirklich hilft

Genesungsbegleiter wissen, was Menschen mit Depressionen oder Ängsten brauchen: Sie waren früher selbst betroffen. Hier erzählen vier Menschen, wie sie gesund wurden, warum Lob mehr nützt als Mitleid und welche Fragen sinnvoller sind als »Wie geht es dir?«.

SZ PlusVon Clara Wollmann

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