Psychiatrie

Alles zum Thema

Psychiatrie und Psychotherapie
:„Ich schicke all meine Patienten zum Sport“

Der Psychiater Peter Falkai über Promis, die von ihren Depressionen sprechen, Risikofaktoren für eine psychische Erkrankung und die Frage, warum der tägliche Gang zum Kiosk heilsam sein kann.

SZ PlusInterview von Martina Scherf

MeinungPsychotherapie
:Der Staat hat in der Therapiesitzung nicht mitzuhören

Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst sollen mehr Befugnisse bekommen, um die innere Sicherheit zu erhöhen. Doch die Pläne setzen das Vertrauen in Ärzte und Psychotherapeuten aufs Spiel – und könnten deshalb nach hinten losgehen.

SZ PlusKommentar von Christina Berndt

Psychologie
:Mein Freund, der Geiselnehmer?

Das Stockholm-Syndrom gilt als Klassiker der Psychologie. Eine neue Überblicksarbeit zeigt abermals: Empirisch ist es kaum zu halten. Wie der Begriff trotzdem Karriere machte.

Von Sebastian Herrmann

Suizid
:„Schweigen tötet“

Mehr als 10.000 Menschen nehmen sich jedes Jahr in Deutschland das Leben. Beim Symposium des kbo-Klinikums in Taufkirchen erklärten Experten, warum es wichtig ist, Warnsignale ernst zu nehmen und Betroffene direkt anzusprechen.

Von Thomas Daller

Geschichte
:„Es ist ein Unterschied, ob ein Virus Menschen bedroht oder ob Menschen andere Menschen quälen“

Auch Gesellschaften können Traumata erleiden, die über Generationen hinweg wirken. Wie kann man sie heilen, und warum erschüttern Kriege anders als Naturkatastrophen? Fragen an den Psychotraumatologen Andreas Maercker.

SZ PlusInterview von Christian Weber

USA
:Eine Tragödie und kein Urteil

Das Verfahren gegen Lindsay Clancy, die ihre drei Kinder getötet hat, wird nach sieben Wochen abgebrochen. Ein Geschworener kann sich nicht entscheiden, ob sie wegen ihrer mutmaßlichen Psychose unschuldig ist.

Von Peter Burghardt

Bogenhausen
:Mann hantiert mit Messer am Friedensengel

Die Polizei kann den 33-Jährigen stellen. Er wird in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Psychische Erkrankungen
:Psychotherapie: Reichen schon wenige Sitzungen?

Damit möglichst viele Menschen Hilfe erhalten, geht der Trend zu kürzeren Therapieformen. Was man mit wenigen Stunden erreichen kann.

SZ PlusVon Christian Weber

Sterbehilfe
:Stehen Ärzte in einem Interessenkonflikt?

Bei der Suizidassistenz gibt es eklatante Lücken, sagt der Psychiater Peter Brieger. Vor allem mit der Rolle der Mediziner hadert er. Ein Gespräch über fehlende Standards und Prävention.

SZ PlusInterview von Jana Hauschild

Psychologie
:Prokrastination: Wer später schläft, schiebt länger auf

Am Abend wirkt jeder Plan machbar, am Morgen ist er eine Last und wird aufgeschoben: Wer dazu neigt, Aufgaben zu vertrödeln, ist häufig ein Abendmensch.

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Urteil in Regensburg
:Axtangriff im ICE: 21-Jähriger muss in der Psychiatrie bleiben

In einem ICE attackiert ein Mann während der Fahrt mehrere Fahrgäste mit einer Axt. Der Mann ist wegen einer Erkrankung schuldunfähig.

ADHS
:Eine unbehandelte ADHS kostet viele Lebensjahre

Wer als Kind unter ADHS leidet, tut dies meist auch als Erwachsener – mit zum Teil schwerwiegenden Folgen. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie.

SZ PlusVon Christina Berndt

Therapie
:„Man kann ADHS gut behandeln“

Kinder mit ADHS bringen ihre Eltern oft an die Grenzen, aber sie selbst leiden noch mehr. Was man tun kann, damit es allen in der Familie besser geht.

SZ PlusInterview von Christina Berndt

ADHS
:„Es ist gut, wenn mehr Erwachsene mit ADHS eine Diagnose bekommen“

Bei immer mehr Erwachsenen wird ADHS oder ADS festgestellt. Psychiaterin Alexandra Philipsen über den Trend zur Selbstdiagnose, die Frage nach dem Leidensdruck und die positiven Seiten des Syndroms.

Interview von Christina Berndt

Psychiatrie
:Der Teufel ist nur eine Psychose

Vor 50 Jahren starb Anneliese Michel, nach 67 großen Exorzismen. Diese Riten gibt es noch immer. Warum sie großen Schaden anrichten können.

SZ PlusVon Christina Berndt und Annette Zoch

Psychiatrie
:Wie man bei mehr als 30 Grad einen kühlen Kopf bewahrt

Hitze belastet nicht nur den Körper, sondern auch die Seele:  Aggressionen und Gewalt steigen, psychische Erkrankungen nehmen zu. Warum ist das so?

SZ PlusVon Christina Berndt

Psychiatrie & Kabarett
:Ist Donald Trump verrückt?

Der Psychiater, Theologe und Bestsellerautor Manfred Lütz warnt vor der falschen Einschätzung von auffälligen Persönlichkeiten. Dafür tourt er sogar mit einem Kabarettprogramm durch die Lande.

SZ PlusInterview von Susanne Hermanski

MeinungPsychiatrie
:Psychisch gestört? Eine Diagnose Trumps hilft niemandem

Psychiater haben gute Gründe, die Zurechnungsfähigkeit des US-Präsidenten infrage zu stellen. Doch das führt am eigentlichen Problem vorbei.

SZ PlusKommentar von Christian Weber

Psychiatrie
:Darf man Donald Trump für krank erklären?

36 Mediziner haben dem US-Präsidenten die geistige Eignung für sein Amt abgesprochen. Manche erkennen bei ihm Symptome von Persönlichkeitsstörung und Demenz. Selbst Ferndiagnose-Skeptiker sagen: So geht es nicht weiter.

SZ PlusVon Christina Berndt

Gesundheit
:Man kann auch zu viel über mentale Gesundheit sprechen

Die Themen ADHS, Autismus und mentale Gesundheit sind vollends in der Popkultur angekommen. Das hat auch unerfreuliche Nebenwirkungen.

SZ PlusKommentar von Sebastian Herrmann

Psychologie
:„Manchmal scheinen psychische Diagnosen wie ein Statussymbol zu wirken“

Immer mehr Menschen kommen mit einer fertigen Selbstdiagnose zum Therapeuten. Die Forscherin Gloria Mittmann über Erwartungen, Diagnose-Shopping und die Frage, warum ausgerechnet ADHS und Autismus so begehrt sind.

SZ PlusInterview von Sebastian Herrmann

Pflegende Angehörige
:Wenn Sorge zur Belastung wird

Wer sich um psychisch erkrankte Angehörige kümmert, gerät schnell an seine Grenzen. Günter Badura , Pflegedienstleiter im KBO-Klinikum Taufkirchen, erklärt in einem Vortrag, wie Unterstützung gelingt, ohne sich selbst zu überfordern.

Von Thomas Daller

Assistierter Suizid
:Wie man Menschen beim Sterben hilft

Seit einigen Jahren besteht in Deutschland die Möglichkeit des assistierten Suizids. Das Interesse ist groß, die Sorgen sind es auch. Was also tun? Fragen an zwei Experten.

Interview von Christina Berndt

NS-Psychiatriegeschichte
:Warum Pflegeschüler in der Ausbildung den Obersalzberg besuchen

In der Dokumentation Obersalzberg in Hitlers ehemaligem „Führersperrgebiet“ gibt es spezielle Workshops für Berufsgruppen. In einem davon erfahren Pflegeschüler, wie Ärzte und ihre Assistenten geholfen haben, vermeintlich „unwertes“ Leben auszulöschen.

Von Matthias Köpf

Psychische Erkrankungen
:Selbstverletzungen von Jugendlichen nehmen zu

Laut einer internationalen Studie ritzen und verletzen sich immer mehr Jugendliche. Der Trend dürfte sich auch in Deutschland finden. Was sich dagegen tun lässt.

SZ PlusVon Christina Berndt

Isar-Amper-Klinikum
:Wie Psychiatrie menschlicher wurde

Seit den Reformen der 1970er‑Jahre hat sich der Umgang mit psychischen Erkrankungen grundlegend verändert. Die Ausstellung im Museum am Isar‑Amper‑Klinikum in Haar verbindet historische Einblicke mit heutigen Ansätzen.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

Honorarkürzungen bei Psychotherapie
:Der Rotstift löst keine Versorgungskrise

Therapeutinnen und Therapeuten fordern Respekt ein und warnen vor Verschlechterungen im System, weil spätes Behandeln ungleich teurer werde als frühe Intervention.

Neurodiversität
:Nicht krank, nur anders?

Viele Betroffene betrachten Autismus oder ADHS nicht mehr als Krankheiten, sondern als Teile ihrer Identität, als Neurodiversität. Aber ist damit allen geholfen?

SZ PlusVon Mia Mertens und Valentina Reese

Cannabis
:Zwei Jahre nach Legalisierung: Mehr riskanter Konsum, weniger Kriminalität

Forscher ziehen ein gemischtes Zwischenfazit. Es gibt positive, aber auch problematische Entwicklungen.

Von Christina Berndt

Psychiatrie
:Warum Psychiater die Therapie mit Stromschlägen verteidigen

Die WHO spricht sich gegen die Elektrokonvulsionstherapie bei starken psychischen Erkrankungen aus. Doch Psychiater sind überzeugt: Die Methode hilft und hat kaum Nebenwirkungen. Was ist da los?

SZ PlusVon Christian Weber

MeinungPsychiatrie
:Keine Angst vor Zauberpilzen

Die wichtigste deutsche Studie zu Psilocybinen stärkt die Vermutung, dass Psychedelika gegen Depressionen helfen. Hätte man allerdings schon vor 50 Jahren wissen können.

SZ PlusKommentar von Christian Weber

Urteil am Landgericht Regensburg
:Lange Haftstrafen nach Flucht aus forensischer Psychiatrie

Vier Männer waren im Sommer 2024 aus einer geschlossenen Station des Bezirkskrankenhauses Straubing geflohen und hatten dabei eine Geisel genommen. Die zwischen 29 und 32 Jahre alten Täter hatten im Verfahren die Vorwürfe gegen sie eingeräumt.

Von Alexander Kappen

Debatte
:Psychotherapie ist kein Fitnesstraining für die Seele

Die Diskussion um die Stundensätze für Psychotherapeuten verstellt den Blick auf das eigentliche Problem: Wie schafft man es, die Menschen zu behandeln, die wirklich Hilfe brauchen?

SZ PlusEssay von Christian Weber

Psychiatrie
:Zauberpilze gegen Depressionen: Große Studie zeigt Potenzial

Psilocybin, ein Wundermittel? Die bislang umfassendste deutsche Studie zeigt nun, dass auch Psychedelika nicht allen helfen können – aber manchen schon.

SZ PlusVon Mia Mertens

Krisendienste Bayern
:„Sie hat nur immer wieder gesagt, ich bin hier. Wir kriegen das hin!“

Wer hilft einem bei Depression und seelischer Not? Manchmal kann ein Anruf bei einem Hilfstelefon die Rettung sein. Zum fünfjährigen Bestehen der Bayerischen Krisendienste erzählen Betroffene ihre Geschichte.

Von Nina von Hardenberg

Psychiatrie
:In zehn Minuten gegen die Depression

Können kurze Online-Übungen erkrankten Menschen helfen? Forscher haben die Wirksamkeit von zwölf Maßnahmen untersucht. Ihre Ergebnisse fallen gemischt aus.

SZ PlusVon Jakob Wetzel

MeinungFall Winterhoff
:Dieses Urteil ist viel zu milde

Der Bonner Psychiater hat Hunderten, wenn nicht Tausenden Patienten leichtfertig ein Medikament verschrieben – und sie damit um ihre Kindheit und Jugend gebracht. Und dafür nur neun Monate auf Bewährung?

SZ PlusKommentar von Rainer Stadler

Urteil gegen Kinderpsychiater Winterhoff
:Kinder sediert nach zweifelhaften Diagnosen

Michael Winterhoff hat Kinder mit einem Psychopharmakon ruhiggestellt. Mit seiner Behandlung habe er sich weit außerhalb des fachlichen Standards bewegt, stellt das Gericht fest. Dennoch fiel das Urteil überraschend milde aus.

SZ PlusVon Rainer Stadler

Gerichtsprozess
:Bewährungsstrafe für Kinderpsychiater Winterhoff

Das Landgericht Bonn spricht Winterhoff wegen Körperverletzung schuldig. Dass er Kindern Psychopharmaka zur Dauerbehandlung verordnet hat, sieht die Richterin als erwiesen an. Er habe den Patienten aber nicht schaden wollen.

Psychologie
:Wenn Kinder die Elternrolle übernehmen

Papa trösten, den kleinen Bruder versorgen, den Haushalt schmeißen: Wenn Eltern aus verschiedenen Gründen an die Belastungsgrenze kommen, übernehmen Söhne und Töchter viel Verantwortung. Wann wird es zu viel?

SZ PlusVon Jana Hauschild

Literatur
:Guter Mann, schlechtes Buch

In Navid Kermanis Zeitroman „Sommer 24“ ist der Autor selbst der von der Gegenwart gequälte Ich-Erzähler – und stets darauf bedacht, bloß ja keinen Abgrund aufzutun. Es ist ein großer Jammer.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Epidemiologie
:Autismus ist bei Frauen vermutlich ähnlich häufig wie bei Männern

Lange galten Störungen aus dem Autismus-Spektrum als etwas, das vor allem Männer betrifft. Nun zeigt eine große Studie: Das Verhältnis dürfte fast ausgeglichen sein, Mädchen und Frauen werden aber noch immer später diagnostiziert.

Von Mia Mertens

Medizin
:Das Leben, ein Minenfeld

Lang galt die Borderline-Störung als unbehandelbar, monströs, aber dank neuer Therapien haben sich die Aussichten für Patienten stark verbessert. Das Problem ist nur, dass betroffene Männer oft im Gefängnis landen, nicht in der Klinik. Ein Hilferuf.

SZ PlusVon Christina Berndt

Euthanasie
:Gedenken an Nazi-Opfer

Im Bezirkskrankenhaus Haar gibt es bis 13. März eine Ausstellung zur „Aktion T4“, dem Mord an behinderten und psychisch kranken Menschen, zu sehen.

Psychiatrie
:Macht die Stadt psychisch krank?

Bewohner von Städten leiden deutlich häufiger an Schizophrenie und Depressionen als Menschen auf dem Land. Woran das liegt.

SZ PlusVon Christian Weber (Text), Jonas Jetzig (Infografik) und Olivia von Pilgrim (Illustration)

Urteil in Hamburg
:Messerangreiferin vom Hauptbahnhof muss in Psychiatrie

Die psychisch erkrankte Frau stach wahllos auf Reisende ein. Das Gericht geht davon aus, dass sie schuldunfähig war.

Kindergesundheit
:„Wir haben mehr Depressionen, mehr Ängste, mehr Traurigkeit, mehr Hoffnungslosigkeit“

Martin Holtmann, Leiter der LWL-Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm, sieht eine Gesundheitskrise bei jungen Menschen. Eine verlorene Generation fürchtet er aber nicht.

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Gedenktag in Haar
:Die Schuld der Psychiatrie über 1945 hinaus

Der Transport von 25 Männern aus der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar in die Tötungsanstalt Grafeneck markiert am 18. Januar 1940 den Beginn der massenhaften Ermordung von Patienten im Deutschen Reich. Doch eine „Stunde Null“ gab es nach dem Krieg in den Anstalten nicht. Historikerin Maike Rotzoll beklagt beim Gedenken eine mangelhafte Aufarbeitung.

Von Bernhard Lohr

Fasangarten
:21-Jähriger bedroht Schüler mit Cuttermesser

Die Polizei rückt mit mehreren Streifen an und kann den Mann festnehmen – zuvor konnten Lehrer der Berufsschule ihm gut zureden.

MeinungPsychiatrie
:Antidepressiva sind kein Wundermittel – aber trotzdem wichtig

Gerade bei schweren Depressionen können wir auch dank der Medikamente helfen. Übertriebene Pharmakritik hingegen schadet den Patienten. Eine Gegenrede.

SZ PlusGastbeitrag von Alkomiet Hasan

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