Ernährung:Grüne wollen kostenloses Bio-Essen in Grundschulen

Ernährung: Blick in die Schulkantine, wo die Qualität der Speisen nicht immer an erster Stelle steht.

Blick in die Schulkantine, wo die Qualität der Speisen nicht immer an erster Stelle steht.

(Foto: Johannes Simon)

Der Gesetzentwurf soll diese Woche erstmals in den Landtag kommen. Profitieren soll davon auch die ökologische Landwirtschaft.

Bayerns Grundschüler sollen nach dem Willen der Landtagsgrünen in Zukunft ein gratis Bio-Mittagessen erhalten - idealerweise von den Kindern mit zubereitet. "Mit dem kostenlosen gesunden Essen wollen wir so viele Kinder wie möglich an den Tisch holen. Gemeinsames Essen war schon immer gemeinschaftsstiftend", sagte Fraktionschefin Katharina Schulze.

Am Dienstag wird der Landtag sich erstmals mit dem Gesetzesentwurf befassen, der laut Schulze auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. "Denn der hundertprozentige Bio-Anteil im Mittagessen stärkt die ökologische Landwirtschaft, indem das schulische Segment einen gesicherten Absatzmarkt bietet." Ziel des Antrags sei es, dass alle Grundschulen, die Mittagessen anbieten, nach festgelegten Qualitätskriterien zubereitete Mahlzeiten auftischen können.

Für die Kosten solle möglichst komplett der Freistaat aufkommen: Der Entwurf sieht einen Zuschuss von bis zu 6,59 Euro pro Mittagessen vor. Laut der Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist es mit diesem Betrag täglich pro Schüler möglich, ein Mittagessen an einer Grundschule anzubieten, das zu 100 Prozent aus Bioprodukten besteht.

"Unser Grüner Gesetzentwurf erhöht die Chancengerechtigkeit, weil gerade sozial benachteiligte Kinder von einem kostenlosen und gesunden Mittagessen in der Schule profitieren", ergänzte die grüne Bildungspolitikerin Gabriele Triebel. So sei es Experten zufolge bei einer großen Zahl von Kindern während der Pandemie zu einer deutlichen Gewichtszunahme gekommen - in "alarmierendem Ausmaß".

Zur SZ-Startseite

SZ PlusLandwirtschaft in Bayern
:"Wenn die Frau gern Traktor fährt, macht sie das - weil sie's kann"

Die neue Landesbäuerin Christine Singer im Gespräch über Rollenbilder auf den Höfen und im Bauernverband, Fleisch in der Schulmensa, bestens vernetzte Dorfbewohnerinnen. Und darüber, wie es sich anfühlt, als einzige Frau im Gemeinderat zu sitzen.

Lesen Sie mehr zum Thema