Meinung
Kein Comeback von Guttenberg: Dennoch kann sich der einstige CSU-Star rehabilitieren. Ob das gelingt, hängt einzig von seiner Fähigkeit zur Selbsterkenntnis ab.
Ein Kommentar von
Kurt Kister
Meinung
CSU-Chef Seehofer inszeniert zum Jahresende eine große Vergebungsnummer - und zeigt damit, dass alleine er entscheidet, ob Ex-Minister Guttenberg zur CSU zurückkehrt oder nicht. Und zumindest von den treuen Guttenberg-Fans könnte die Partei noch profitieren.
Ein Kommentar von
Mike Szymanski
Kommunikation auf elektronischen Umwegen: Manche Unionspolitiker sprechen auf Mailboxen, andere schreiben SMS - wie Karl-Theodor zu Guttenberg, der nun angekündigt hat, mit der CSU über ein mögliches Comeback 2013 zu reden. Doch seine Botschaft lässt viele Fragen offen.
Von
Frank Müller
Als die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg aufflog, nannte ihn der Rechtsprofessor Oliver Lepsius einen "Betrüger" - seine Worte hält der Bayreuther Jurist nach wie vor für angemessen. Ein Gespräch über Anstand, Realitätsverlust und die Chancen einer neuen Dissertation des Ex-Doktors Guttenberg.
Interview:
Tanjev Schultz
Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von Guttenberg in die Politik gibt es schon seit einiger Zeit. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Hof ihre Ermittlungen gegen den einstigen CSU-Star eingestellt - und Parteichef Seehofer spricht schon von einem möglichen Comeback. Nicht zum ersten Mal.
Von
Birgit Kruse und Frank Müller
Meinung
Karl-Theodor zu Guttenberg lässt sich von der EU-Kommission engagieren. Tut er Brüssel und sich selbst damit einen Gefallen? Die Antwort lautet: nein. Ausgerechnet der Ex-Minister, der das Internet für seine Texträuberei missbraucht und der von Onlineaktivisten widerlegt wurde, soll nun die Freiheitskämpfer im Netz beflügeln.
Ein Kommentar von
Roland Preuß
Um wen will er sich künftig kümmern: "afrikanische Blogger oder die oberfänkische CSU"? Die Christsozialen in Franken wollen Klarheit über die Pläne von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Eine Entscheidung soll schon bald fallen.
In der Heimat von Karl-Theodor zu Guttenberg ist man glücklich: Die Ermittlungen gegen den Wählerliebling sind eingestellt und einer Rückkehr in die Politik stünde nichts mehr im Wege. Vielleicht schon 2013. Die Unterstützung einstiger Konkurrenten wäre ihm sicher.
Von
Olaf Przybilla
Der Kampf gegen Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten wird mit spezieller Software und Bußgelddrohungen geführt. Dennoch sind vor allem Juristen in jüngster Zeit durch Textdiebstähle aufgefallen.
Von
Tanjev Schultz
Spiel
Eigentlich gibt es ihn seit 1919 nicht mehr. Das hatte seine historischen Gründe. Seit (und jetzt trotz) dem Phänomen Guttenberg gilt der Adel jedoch wieder als chic. Alles, was Sie noch nicht über Aristokraten wussten - oder doch? Testen Sie sich!
Beim Zapfenstreich für Karl-Theodor zu Guttenberg wird heute Abend "Smoke on the Water" ertönen - Sinnbild für Chaos, wilde Emotionen und verbrannte Erde. Was verrät das über den Ex-Verteidigungsminister?
Von
Johannes Waechter
Slideshow
Verteidigungsminister zu Guttenberg hat seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern erklärt. Der Druck der Plagiatsaffäre sei zu groß gewesen. Die Rücktrittsrede und Impressionen von Guttenbergs Auftritt - Eine Audioslideshow
von
Ruth Klaus
Stephanie zu Guttenberg adelt mit ihrem Besuch die Landfrauen in Herrsching und gibt Einblicke in ihr Leben mit rohen Spaghetti und einem beschäftigten Mann.
Von
Annette Ramelsberger
Die Opposition fährt schwere Geschütze gegen Guttenberg auf: Die SPD fordert strafrechtliche Ermittlungen - und eine Linken-Abgeordnete erklärt, warum sie den Minister angezeigt hat.
Von
Oliver Das Gupta
Für viele CSUler spielt keine Rolle, ob Karl-Theodor zu Guttenberg als Akademiker geschludert oder geschummelt hat. Er gilt weiterhin als Hoffnungsträger - und ein bayerischer Bürgermeister meint: Der Wähler werde das alles schon bald verdaut haben.
Ex-Verteidigungsminister Guttenberg sitzt in Berlin mit einem Blogger zusammen, als ihm Netzaktivisten Feingebäck ins Gesicht drücken. Nicht die erste Attacke auf Politiker: Der französische Präsidentschaftskandidat François Hollande verschwand jüngst in einer Mehlwolke - und Berlusconi bekam einen Minidom ins Gesicht.
Eine Bildergalerie (meist harmloser) Attacken.
Die Kanzlerin preist Karl-Theodor zu Guttenberg und verteidigt ihr Verhalten in der Plagiatsaffäre. In der CSU wächst derweil der Groll über Guttenberg-Kritiker in der CDU - und es gibt leise Zweifel an der Rolle Merkels. Guttenbergs offenkundiges Lieblingsmedium berichtet von einer neuen Wohltat des Franken.
Im Fall Guttenberg ist über Ideendiebstahl und Betrug zu reden - nicht über allzu menschliches Schummeln. Wer auch immer die Doktorarbeit geschrieben hat, muss als Plagiator in die Geschichte eingehen.
Eine Außenansicht
von Günter Frankenberg
Guttenberg sollte als Gastredner bei der Doktorandenehrung auftreten. Doch nach den Plagiatsvorwürfen gab die Uni Bayreuth nun bekannt: Der Verteidigungsminister kommt nicht.
Ex-Verteidigungsminister Guttenberg habe in der Plagiatsaffäre genug gebüsst, meint sein Parteifreund Glos - und fordert die Rückkehr des gefallenen CSU-Stars in die Politik.
Meldungen im Überblick
Guttenbergs Rücktritt kommt spät, aber er bringt wieder Ruhe in die Union, die drei Landtagswahlen vor sich hat. Der theaterreife Abgang wird in die Geschichte der Rücktrittserklärungen eingehen, Guttenberg strickt damit weiter an seiner Legende - und auch schon an seinem Comeback.
Ein Kommentar von
Heribert Prantl
Die Finanzlage ist desolat: Verteidigungsminister Guttenberg will in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde Euro jährlich bei der Bundeswehr einsparen.
Zum ersten Mal muss Angela Merkel wirklich um ihre Kanzlerschaft kämpfen - und wählt dafür eine geschickte Mischung aus Kohlismus und eigener Strategie.
Ein Kommentar von
Nico Fried
Kampf gegen den Guttenberg-Hype: Unionsfraktionschef Volker Kauder kritisiert die aufgekommene Debatte um einen möglichen Aufstieg des Verteidigungsministers - und fordert ein Ende der Gedankenspiele um einen Kanzlerwechsel.
Von
Nico Fried
Ein Minister fühlt sich ignoriert: Wegen der Streitigkeiten über Wehrpflicht und Kundus-Affäre soll Verteidigungsminister Guttenberg mit dem Äußersten gedroht haben. Unterdessen taucht ein entlastendes Protokoll auf.